Android-Backups: Google zählt ab sofort zum 15-GB-Speicher

Google beendet Ausnahme für Android-Backups: Sie zählen nun auf das 15-GB-Kontingent. Nutzer erhalten 45 Tage für Anpassungen.

Googles Cloud-Strategie wird für Nutzer spürbar: Ab sofort belegen Android-Backups den gemeinsamen 15-GB-Speicher – mit Folgen für Millionen Anwender.

Der Suchmaschinenriese hat damit eine langjährige Ausnahme beendet. Seit dem 7. Juli 2026 zählen neue Geräte-Backups auf das gemeinsame Speicherkontingent von 15 Gigabyte. Bislang waren SMS, Anruflisten, Geräteeinstellungen und App-Daten von der Speicherbegrenzung ausgenommen.

45 Tage Schonfrist für Bestandsnutzer

Google verschickt seit Ende Juli gestaffelte E-Mail-Benachrichtigungen an bestehende Android-Nutzer. Die Frist ist knapp bemessen: 45 Tage bleiben den Anwendern, um ihre Speichersituation zu prüfen. Ein komplettes Android-Backup schlägt mit rund 30 bis 60 Megabyte zu Buche – auf den ersten Blick wenig. Doch wer ohnehin an der 15-GB-Grenze kratzt, könnte schnell Probleme bekommen.

Die Lösung? Google hat neue, granulare Steuerungsmöglichkeiten für Geräte mit Android 9 und neuer eingeführt. Nutzer können künftig genau festlegen, welche Daten und Apps gesichert werden sollen. Wer das Limit überschreitet, dem droht die automatische Unterbrechung aller Backups – bis Speicher freigegeben oder zugekauft wird. In einigen Märkten bietet Google bereits einen 30-GB-Tarif für umgerechnet rund 3,50 Euro pro Monat an.

System-Updates im Juli: Neuerungen und Pannen

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Parallel zu den Speicheränderungen hat Google im Juli 2026 frische System-Updates ausgerollt. Die Play Services in Version 26.28 bringen unter anderem Audio-Berechtigungen in WebViews und die Anzeige der IMEI-Nummer auf dem Sperrbildschirm. Der Play Store in Version 52.4 versteht jetzt natürliche Sprachbefehle und zeigt zweizeilige Suchvorschläge an.

Doch nicht alles läuft rund. Ein kritischer Bug in Android 16 sorgt für Unruhe: Der Gemini-KI-Assistent kann angeblich unbefugte Nachrichten vom Sperrbildschirm aus versenden – ohne dass das Gerät entsperrt werden muss. Ein Fix soll noch im Juli kommen. Zudem plagen Pixel-Nutzer weiterhin hartnäckige Akkuprobleme. Ein Fehler in der Stromsparfunktion „Doze“ sorgt für übermäßigen Entladung im Standby. Bereits im März 2026 entdeckt, konnten auch die Mai-Patches das Problem nicht vollständig beheben.

WhatsApp baut eigene Backup-Infrastruktur

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Die Speicherproblematik beschäftigt auch Drittanbieter. WhatsApp arbeitet an einer eigenen Cloud-Backup-Lösung – als Alternative zu den systemweiten Sicherungen. Das Besondere: 2 Gigabyte Speicher sollen kostenlos sein, die Daten werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Der Dienst, der seit Frühjahr 2026 entwickelt wird, soll künftig auch plattformübergreifende Wiederherstellungen zwischen iOS und Android ermöglichen.

Aktuell läuft die Testphase auf iOS. Für die Zukunft sind kostenpflichtige Tarife mit 50 Gigabyte und einem Terabyte geplant. Bis dahin bleibt den Nutzern nur der altbewährte Tipp: Regelmäßig Cache-Daten löschen und große Anhänge in Messengern und Mails aussortieren. Denn eines ist klar: Der Cloud-Speicher wird knapper – und teurer.