Google veröffentlicht das monatliche Sicherheitsupdate für Android. Der Februar-Patch 2026 behebt eine als hoch eingestufte Schwachstelle im Systemkern. Zunächst erhalten unterstützte Pixel-Geräte das Update, andere Hersteller folgen in den kommenden Wochen.
Eine Lücke mit potenziell schweren Folgen
Im Zentrum steht die Schwachstelle CVE-2026-0106. Es handelt sich um eine sogenannte „Elevation of Privilege“-Lücke im VPU-Treiber (Visual Processing Unit). Theoretisch könnte eine bösartige App diese nutzen, um sich höhere Systemrechte zu erschleichen. Google gibt an, dass keine aktive Ausnutzung bekannt ist. Der Patch-Level für Pixel-Geräte ab dem Pixel 7a lautet 2026-02-05.
Warum auch kleine Updates wichtig sind
Das Update fällt ungewöhnlich gezielt aus – es behebt vorrangig diese eine kritische Lücke. Frühere Patches korrigierten oft Dutzende Probleme. Experten betonen: Die Gefährlichkeit eines Updates misst sich nicht an der Anzahl der behobenen Lücken. Eine einzige, hochrangige Schwachstelle kann mehr Schaden anrichten als viele kleinere Fehler. Die monatlichen Bulletins sind ein fester Bestandteil von Googles Sicherheitsstrategie.
Der Mensch bleibt das größte Risiko
Während Google Systemlücken schließt, zielen Kriminelle weiter auf die Nutzer selbst ab. Aktuelle Bedrohungen umfassen:
* Den Remote-Access-Trojaner „Arsink“, der sich als Cloud-Datenverkehr tarnt.
* Gefälschte Sicherheits-Apps, die nach der Installation weitreichenden Datenzugriff erlangen.
Diese Schadsoftware wird häufig über soziale Netzwerke, Messenger oder inoffizielle App-Stores verbreitet. Die wichtigste Verteidigung dagegen bleibt, Apps ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Google Play Store zu beziehen und Berechtigungen kritisch zu hinterfragen.
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Ein Update mit Folgen für Ermittler
Jede geschlossene Sicherheitslücke verändert auch die Arbeit der digitalen Forensik. Moderne Verschlüsselung und strenge Berechtigungen in neueren Android-Versionen erschweren die legale Datenextraktion von gesperrten Geräten massiv. Laut Branchenberichten sind in über der Hälfte aller Ermittlungen die sichernden Smartphones gesperrt. Sicherheitsupdates zwingen Forensikexperten daher, ihre Methoden ständig anzupassen.
Die Zukunft: Ein KI-Wettrüsten
Die mobile Sicherheit entwickelt sich zum KI-gestützten Wettlauf. Sicherheitsfirmen nutzen Künstliche Intelligenz, um Bedrohungen schneller zu erkennen. Gleichzeitig setzen auch Angreifer auf KI, um Schwachstellen zu automatisieren und Malware zu optimieren. Parallel arbeitet Google an der nächsten Android-Generation mit tiefergreifenden Sicherheitsarchitekturen. Für Nutzer bleibt die Grundregel: Updates sofort installieren und digitale Wachsamkeit bewahren.





