Auf vielen modernen Smartphones führt das bloße Betätigen der Seitentaste nicht mehr zwingend zum gewohnten Ausschaltmenü, sondern aktiviert stattdessen Sprachassistenten oder Zusatzdienste. Android-Nutzer können die Standard-Ausschaltfunktion der physischen Power-Taste jedoch über bestimmte Systemeinstellungen wiederherstellen oder anpassen. Je nach Hersteller und Modellreihe variieren die Vorgehensweisen und Softwarepfade dabei spürbar.
Bedienwege unter Android und Besonderheiten bei Samsung
Auf klassischen Android-Geräten genügt es in der Regel, die Power-Taste für drei bis fünf Sekunden gedrückt zu halten, um das Menü mit den Auswahlmöglichkeiten für Ausschalten, Neustart und Notruf aufzurufen. Alternativ lässt sich das Herunterfahren auch softwareseitig über die Menüpfade für allgemeine Systemeinstellungen ansteuern.
Bei Samsung-Geräten weicht die Belegung häufig von diesem Standard ab. Beim Galaxy A54 müssen Anwender beispielsweise die Power-Taste und die Leiser-Taste etwa zwei Sekunden lang gleichzeitig betätigen. Ist ein Samsung-Smartphone gesperrt und soll ohne Passworteingabe heruntergefahren werden, lassen sich beide Tasten so lange gedrückt halten, bis sich das Display abschaltet.
Neuere Modelle wie das Galaxy S24 oder das Galaxy Fold bieten das klassische Menü ebenfalls nach längerem Halten der Power-Taste an, wo der Vorgang anschließend bestätigt werden muss. Zudem steht auf diesen Modellen das Schnelleinstellungs-Panel zur Verfügung: Durch Wischen vom oberen Bildschirmrand nach unten erscheint ein entsprechendes Power-Symbol, über welches das Gerät ausgeschaltet werden kann.
Sprachsteuerung, Hilfsfunktionen und Maßnahmen bei Systemfehlern
Neben physischen Tasten bieten Hersteller zusätzliche Steuerungswege. Auf kompatiblen Samsung-Smartphones lässt sich der Vorgang per Sprachbefehl über den Assistenten Bixby initiieren. Sollte die physische Power-Taste an einem Galaxy Fold defekt sein, können Nutzer neben den Schnelleinstellungen auch das über die Barrierefreiheits-Optionen erreichbare Assistenzmenü oder den Google Assistant heranziehen.
Darüber hinaus lassen sich feste Abschaltzeiten definieren. Auf dem Galaxy S24 ist ein automatisches Abschalten über den Bereich Digitales Wohlbefinden und die Schlafenszeitfunktion planbar, während auf dem Galaxy Fold eine direkte Systemeinstellung für geplantes Ein- und Ausschalten zur Verfügung steht. Bei Verlust oder Diebstahl erlaubt der Dienst Find My Mobile zudem das Abschalten aus der Ferne.
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Reagiert ein Smartphone gar nicht mehr, greifen Notfallmechanismen:
– Bei den meisten Smartphones erzwingt ein gleichzeitiges Halten von Power- und Leiser-Taste über einen Zeitraum von zehn bis zwanzig Sekunden einen Neustart, ohne dass dabei Daten gelöscht werden.
– Bei Samsung-Geräten führt dieselbe Tastenkombination nach zehn bis fünfzehn Sekunden zu einem erzwungenen Neustart, beim Galaxy Fold nach etwa zehn Sekunden zum Ausschalten.
– Für tiefere Systemeingriffe bei Samsung steht der Wiederherstellungsmodus über die Kombination aus Power-, Lauter- und Home-Taste bereit.
Bei schwerwiegenden Fehlern auf dem Galaxy S24 lässt sich darüber auch ein Werksreset ausführen, der sämtliche Daten löscht. Ein abgesicherter Modus kann wiederum über langes Halten des Software-Ausschaltsymbols aktiviert werden.
Andere Hersteller setzen auf alternative Zuweisungen. Auf Xiaomi-Geräten lässt sich das lange Drücken der Home-Taste, das standardmäßig den Google Assistant startet, in den Einstellungen für Tasten und Gesten deaktivieren. Alternativ kann der Assistent dort als schwebende Schaltfläche oder per Sprachbefehl genutzt werden.
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Auf Apple-Geräten wird der Vorgang je nach Generation unterschiedlich gehandhabt: Während ältere iPhones mit Home-Button über ein langes Drücken der Power-Taste den Ausschalt-Schieberegler anzeigen, erfordern Modelle ab dem iPhone X das gleichzeitige Halten der Seitentaste und einer Lautstärketaste.
Richtiger Umgang mit ausgeschalteten Geräten
Wird ein Mobiltelefon vollständig heruntergefahren, verliert der Akku durch Selbstentladung monatlich rund ein bis zwei Prozent seiner Ladung. Tritt eine Tiefentladung ein, droht sich das enthaltene Kupfer aufzulösen, was zu dauerhaftem Kapazitätsverlust oder Kurzschlüssen führen kann.
Bei sachgemäßer Pflege erreichen Smartphone-Akkus eine Lebensdauer von drei bis fünf Jahren. Vor einer längeren Nichtnutzung empfiehlt sich ein Akkustand von rund 50 Prozent. Zwar sind markenfremde Netzteile verwendbar, vor Produktfälschungen etwa auf Verkaufsplattformen sollte man sich jedoch hüten.

