Android-Sicherheit: Google behebt 180 Schwachstellen in September

Googles September-Bulletin beseitigt 180 Android-Schwachstellen, Samsung korrigiert 90 weitere Fehler. Mehrere Lücken erlauben RCE ohne Nutzeraktion.

Google hat sein Android-Sicherheitsbulletin für September 2026 veröffentlicht und behebt darin Schwachstellen für die Systemversionen Android 14 bis 17. Wie icrewplay.com berichtete, enthält das Update kritische Fehler mit Möglichkeit zur Remote-Code-Ausführung (RCE), die ohne jegliche Nutzerinteraktion ausgenutzt werden können.

Umfang des Updates

Laut einem Bericht von impress.co.jp behebt Google im September-Bulletin insgesamt 180 Schwachstellen. Davon werden 32 als kritisch und 148 als hochgradig eingestuft.

Besonders brisant: Eine der RCE-Lücken im System lässt sich ohne erweiterte Privilegien ausnutzen, was das Risiko für Angreifer erheblich senkt. Nutzer, die ihre Geräte umfassend absichern wollen, sollten laut Google auf das Patch-Level 2026-09-05 aktualisieren, da erst dieses sämtliche Korrekturen enthält.

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Parallel zum Hauptbulletin verteilt Google zudem ein kleineres Google-Play-System-Update. Der Status dieses Updates bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert (2026-08-01), die App-Version trägt die Bezeichnung v2026-08-01S+. Es enthält laut jetstream.blog zusätzliche Sicherheits- und Fehlerkorrekturen.

Samsung veröffentlicht eigenes Bulletin

Zeitgleich mit Google hat auch Samsung sein eigenes Sicherheitsbulletin mit der Bezeichnung SMR-SEP-2026 veröffentlicht. Wie sammyguru.com berichtete, behebt der südkoreanische Hersteller im September-Update insgesamt 90 Schwachstellen. Davon stammen 58 aus dem Android Security Bulletin von Google – darunter 18 kritische und 40 hochgradige Lücken.

Die übrigen 31 Schwachstellen sind laut Samsung eigene, unternehmensinterne Findings (SVE). Das Update umfasst zudem Korrekturen für die Exynos-Chipsätze, die Verarbeitung von DNG- und JPEG-Bildern, das Display, WLAN-Funktionen sowie den Sicherheitsspeicher KnoxVault.

Besonders hervorzuheben sind laut einem Bericht von notebookcheck.net zwei kritische Schwachstellen in den Bilddecodern von Samsung-Geräten, die unter den Kennungen SVE-2026-3247 und SVE-2026-3282 sowie den zugehörigen CVE-Nummern 2026-21095 und 2026-21096 geführt werden. Es handelt sich dabei um Heap-basierte Buffer-Overflows in den DNG/JPEG-Decodern, die ebenfalls ohne Nutzerinteraktion ausgenutzt werden können und Geräte mit Android 14 bis 17 betreffen. Diese Schwachstellen wurden von Googles Sicherheitsteam Project Zero gemeldet.

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Kritische Lücken ohne Nutzeraktion

Ein Bericht von esecurityplanet.com bestätigt, dass Samsungs September-Sicherheitsbulletin die genannten 90 Schwachstellen behebt, darunter 18 kritische und 40 hochgradige Fehler, die ursprünglich von Google identifiziert wurden.

Die kritischen Android-Fehler ermöglichen demnach eine Remote-Code-Ausführung, ohne dass Betroffene irgendeine Handlung vornehmen müssen – etwa durch das bloße Öffnen einer manipulierten Bilddatei. Auch für Samsung-Geräte gilt das Patch-Level 2026-09-05 als Voraussetzung für den vollständigen Schutz.

Handlungsempfehlung für Nutzer

Angesichts der hohen Zahl kritischer Schwachstellen, die keine Nutzerinteraktion voraussetzen, empfehlen Sicherheitsexperten in der Regel, verfügbare System-Updates zeitnah zu installieren. Betroffen sind sowohl Geräte mit reinem Android in den Versionen 14 bis 17 als auch Samsung-Smartphones, die zusätzlich die herstellereigenen SVE-Korrekturen benötigen.

Da die gemeldeten Lücken unter anderem die Bildverarbeitung sowie Systemkomponenten ohne Privilegienbedarf betreffen, gilt eine zeitnahe Aktualisierung als wesentlicher Schutzmechanismus gegen mögliche Angriffe.