Android: Über eine Milliarde Geräte ohne Sicherheitsupdates

Veraltete Android-Smartphones sind ein massives Sicherheitsrisiko. Google reagiert mit neuen KI-Funktionen zum Diebstahlschutz, die auch ältere Modelle schützen sollen.

Eine aktuelle Analyse zeigt eine alarmierende Sicherheitslücke: Mehr als eine Milliarde Android-Geräte weltweit erhalten keine Updates mehr. Das macht sie zu leichten Zielen für Kriminelle – besonders bei Diebstahl.

Wenn der Gerätediebstahl zum Identitätsdiebstahl wird

Die Methoden der Diebe werden immer raffinierter. Die Polizei warnt vor „Shoulder Surfing“: Täter spähen in U-Bahnen oder Cafés die PIN ihres Opfers aus, bevor sie das Smartphone stehlen. Mit dem Code haben sie dann vollen Zugriff.

Für Nutzer veralteter Geräte ist die Gefahr besonders groß. Ohne die neuesten Sicherheitspatches von Google bleiben bekannte Schwachstellen offen. Kriminelle können diese nutzen, um Schutzmaßnahmen zu umgehen. Die physische Sicherung des Geräts wird damit noch wichtiger.

Googles neue Android-Funktionen gegen Diebe

Als Reaktion auf die Bedrohungslage hat Google Ende Januar neue Diebstahlschutz-Funktionen für Android angekündigt. Ein zentraler Baustein ist eine KI-gestützte Diebstahlerkennung. Sie soll erkennen, wenn ein Telefon abrupt entrissen wird, und das Display sofort sperren.

Weitere Maßnahmen:
* Verschärfte Identitätsprüfung: Das Ändern der Geräte-PIN oder der Zugriff auf den Google-Passwort-Manager erfordert zukünftig zwingend biometrische Authentifizierung.
* Optimierte Sperrung: Die Sperrung nach mehrfach falscher Passworteingabe wurde verbessert.
* Breite Verfügbarkeit: Viele Funktionen sollen über Google Play Services auch für ältere Geräte ab Android 10 verfügbar werden.

Apples Vorbild: Der Trend zu biometrischem Schutz

Apple geht mit seiner Funktion „Schutz für gestohlene Geräte“ einen ähnlichen Weg. Seit 2024 erfordert das System an unbekannten Orten für kritische Aktionen zwingend Face ID oder Touch ID. Die reine Code-Eingabe reicht dann nicht mehr aus.

Zusätzlich gibt es eine einstündige Sicherheitsverzögerung für sensible Änderungen wie ein neues Apple-ID-Passwort. Der Trend in der Branche ist klar: Der Schutz soll die Übernahme digitaler Konten verhindern – selbst wenn der Gerätecode bekannt ist.

So schützen Sie sich im Alltag

Neben der Technik ist das eigene Verhalten entscheidend. Die Polizei rät:
* Tragen Sie Ihr Smartphone in verschlossenen Innentaschen.
* Geben Sie Ihre PIN immer verdeckt ein.

Anzeige

Übrigens — wer sein Android-Smartphone wirklich vor Diebstahl, Datenklau und Schadsoftware schützen möchte, findet konkrete Hilfe im kostenlosen Sicherheitspaket: Fünf praxiserprobte Schutzmaßnahmen mit leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Alltag und Reise. Jetzt kostenloses Android-Sicherheitspaket herunterladen

Was tun nach einem Diebstahl?
1. Polizei informieren (IMEI-Nummer bereithalten).
2. SIM-Karte sperren lassen (über den Mobilfunkanbieter).
3. Gerät orten, sperren oder löschen (über „Mein Gerät finden“ oder „Wo ist?“).
4. Passwörter ändern für alle wichtigen Dienste, die auf dem Gerät genutzt wurden.