Android und iPhone: So finden Sie Apps mit hohem Akkuverbrauch

Android und iPhone zeigen den Energiebedarf einzelner Apps; Synchronisierung, Akkualter und Updates können den Verbrauch ebenfalls beeinflussen.

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Moderne Smartphones bieten umfassende integrierte Analysewerkzeuge, um den individuellen Energiebedarf installierter Anwendungen transparent zu machen. Sowohl Android als auch iOS verfügen über native Systemeinstellungen, mit denen Nutzer den app-spezifischen Stromverbrauch über grafische Darstellungen nachvollziehen können. Auf dieser Grundlage lassen sich besonders ressourcenintensive Anwendungen identifizieren und gezielt regulieren.

Detaillierte Verbrauchsanalyse auf dem Smartphone

Auf Android-Geräten führt der Weg zur Verbrauchsanalyse über das Menü unter Einstellungen, Akku und Akkuverbrauch. Dort wird aufgeschlüsselt, wie viel Energie einzelne Applikationen beziehen.

Auf dem iPhone finden sich entsprechende Werte unter Einstellungen und Batterie. Über die Option „Alle Batterienutzung anzeigen“ werden App- sowie Systemaktivitäten detailliert aufgelistet. Das System stellt eine Tagesgrafik bereit, vergleicht die aktuelle Aktivität mit früheren Tagen und hebt die drei größten Verbraucher hervor.

Zudem unterscheiden die Aktivitätsdetails zwischen aktiver Nutzung auf dem Bildschirm und Prozessen im Hintergrund. Die Verlaufswerte reichen nach Angaben des Apple-Supports über die vergangenen 8 Tage.

Ab iOS 18 können laufende Systemaktualisierungen oder Geräte-Einrichtungen explizit als Auslöser für temporär erhöhten Energiebedarf und stärkere Wärmeentwicklung ausgewiesen werden. In solchen Fällen rät Apple, nach einem Update einige Tage abzuwarten.

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Schwellenwerte und unbemerkte Hintergrundprozesse

Verbraucht eine einzelne Anwendung mehr als 30 Prozent der Gesamtenergie, gilt dies als Richtwert für eine eingehendere Überprüfung oder Deinstallation. Bezüglich der Hardware-Komponenten zieht laut einer im Fachjournal „Sensors“ im Jahr 2026 veröffentlichten Untersuchung vor allem der Betrieb von GPS und Kamera den meisten Strom.

Bei Android-Smartphones kann zudem der standardmäßig aktivierte Auto-Sync des Google-Kontos für einen unerwartet hohen Standby-Verbrauch sorgen. Die automatische Synchronisierung von Diensten wie Gmail, Kalender, Kontakten, Drive, Keep, Play Books und Google TV weckt das Gerät auch nachts auf.

Der integrierte Doze-Modus verzögert diesen Vorgang zwar, unterbindet ihn jedoch nicht vollständig, wodurch über einen Zeitraum von 8 Stunden Dutzende Wake-ups entstehen können. In der Folge verzeichnen die Google Play Services häufig 8 bis 10 Prozent Akkuverbrauch ohne jegliche aktive Bildschirmzeit, während ein einstelliger Wert als unbedenklich eingestuft wird.

Zur Reduzierung lässt sich die automatische Synchronisation bei Samsung über Einstellungen, Konten und Backup, Konten verwalten sowie „Auto-Sync persönlicher Daten“ anpassen oder nachts über „Modes and Routines“ automatisiert abschalten. Auf anderen Android-Geräten erfolgt die Konfiguration unter Einstellungen und Nutzer & Konten, wobei sich einzelne Dienste im Google-Konto auch separat deaktivieren lassen.

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Akkuzustand, Ladezyklen und Systemaktualisierungen

Der laufende Stromverbrauch ist von der physischen Abnutzung des Energiespeichers zu unterscheiden. Typische Smartphone-Akkus behalten nach 500 vollen Ladezyklen rund 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Sinkt der Weg auf 70 Prozent der Neukapazität ab, liegt eine gealterte Batterie vor, was einen Austausch erforderlich macht. Bei Akkuzellen, die älter als zwei Jahre sind, sollte ein Wechsel grundsätzlich in Betracht gezogen werden.

Auf dem iPhone ist der Batteriezustand separat von der täglichen Verbrauchsstatistik hinterlegt. Bei Modellen bis zum iPhone 14 findet sich dieser Bereich unter „Batteriezustand & Laden“ beziehungsweise „Batteriezustand & Ladeoptimierung“.

Ab dem iPhone 15 wird der Bereich unter „Batteriezustand“ geführt und enthält auch Angaben zur absoluten Zykluszahl. Erscheint dort der Hinweis „Service“, rät das System zu einer Überprüfung oder einem Austausch über den Hersteller oder autorisierte Dienstleister.

Um den Verschleiß zu mindern, nutzt Apple ein optimiertes Laden, das den Füllstand bis kurz vor der gewohnten Nutzungszeit bei 80 Prozent hält. Android setzt auf die Funktion „Adaptiver Akku“, welche das persönliche Nutzungsverhalten über einige Wochen hinweg erlernt.

Nach Betriebssystem-Updates kann es temporär zu erhöhtem Strombedarf durch Hintergrund-Optimierungen, modifizierte Einstellungen oder neue Energiesparfunktionen kommen; temporäre Daten lassen sich in solchen Fällen unter anderem durch einen Neustart bereinigen.