Android-Update: Google baut automatische Diebstahlsperre ein

Google integriert Diebstahlschutz in Android, Reolink und UGREEN erweitern ihr Angebot an Sicherheitskameras und Trackern.

Sie schützen Smartphones vor Diebstahl und Häuser vor Einbrüchen. Google, Reolink und UGREEN liefern die wichtigsten Neuerungen.

Google baut Diebstahlschutz direkt in Android ein

Mit dem Mai-Update 2026 hat Google die Sicherheitsarchitektur für Android-Smartphones überarbeitet. Der Diebstahlschutz wird jetzt direkt bei der Ersteinrichtung neuer Geräte aktiviert. Das soll eine flächendeckende Nutzung der Sicherheitsfeatures sicherstellen.

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Die zentrale Neuerung ist die Diebstahlerkennungssperre: Sensoren im Gerät erkennen typische ruckartige Bewegungen – etwa beim Entreißen des Telefons – und sperren den Bildschirm sofort automatisch.

Auch die Fernsperre wurde erweitert. Nutzer können ihr Gerät jetzt über eine Google-Suche sperren, selbst wenn keine SIM-Karte eingelegt ist. In der Google Wallet lassen sich zudem digitale Autoschlüssel für BMW und Mini verwalten. Diese können mit zeitlich begrenzten Berechtigungen an Dritte übertragen werden – etwa an Werkstätten oder Familienmitglieder.

Ein neues Feature im Juni-Update erkennt betrügerische Anrufe mit gefälschten Banknummern und beendet diese eigenständig.

Neue Kameras und Tracker für mehr Sicherheit

Der Hersteller Reolink hat in München neue Kamerasysteme vorgestellt. Die OMVI-Serie kombiniert Panorama- und Tracking-Objektive. Eine neue Generation von Video-Türsprechanlagen bietet eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Monaten. Die KI-gestützte Suchfunktion ReoNeura soll Videoaufnahmen gezielt durchsuchen können.

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Parallel dazu hat UGREEN die FineTrack-Serie erweitert. Die neuen Smart-Tracker sind mit der „Find My“-Technologie kompatibel. Je nach Modell variieren die Batterielaufzeiten zwischen zwölf Monaten und sieben Jahren. Die Preise liegen zwischen rund 20 und 45 Euro.

Einfache Tricks: Anwesenheit simulieren

Neben Hightech empfehlen Experten einfache Gadgets zur Einbruchsprävention. Mit Funksteckdosen ab etwa 25 Euro lässt sich eine Anwesenheitssimulation einrichten. Diese Geräte schalten angeschlossene Lampen unregelmäßig ein und aus – von außen entsteht so der Eindruck eines bewohnten Hauses. Systeme wie Philips Hue bieten hierfür bereits vorgefertigte Automatisierungsprofile.

Die Polizei warnt zudem vor klassischen Trickdiebstählen, die derzeit wieder vermehrt auftreten. Beim „Bleistift-Trick“ verschaffen sich Täter unter Vorwänden Zugang zu Wohnungen, um Bargeld oder Wertsachen zu entwenden. Grundsätzlich gilt: Türen nicht ungesichert öffnen und bei Verdachtsfällen sofort die Behörden informieren.

Vorsicht bei Reisebuchungen: Phishing-Welle rollt

Ein aktuelles Sicherheitsrisiko betrifft Nutzer von Buchungsportalen. Nach einem Vorfall bei einem großen Anbieter im Frühjahr warnen Sicherheitsbehörden Anfang Juni vor einer gezielten Phishing-Welle. Betrüger nutzen reale Buchungsdetails, um Opfer zu Zahlungen zu bewegen.

Der durchschnittliche Schaden in Deutschland liegt bei rund 1.180 Euro. Branchenanalysten beobachten, dass viele Betroffene unter zeitlichem Druck reagieren und Zahlungen innerhalb weniger Minuten leisten.

Für Reisende in Südeuropa gibt es zudem rechtliche Neuerungen: In Italien gelten seit Jahresbeginn verschärfte Vorschriften für E-Scooter. Sie müssen nun unter anderem ein Kennzeichen tragen, versichert sein und über Blinker verfügen. Verstöße können für Touristen zu empfindlichen Bußgeldern führen.