Am heutigen Donnerstag gab das Unternehmen gleich mehrere strategische Partnerschaften mit globalen Technologiedienstleistern und Finanzinstituten bekannt. Im Fokus steht der Einsatz der Claude-Modelle in regulierten Branchen wie Finanzen, Gesundheit und Luftfahrt.
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TCS setzt auf Claude – 50.000 Mitarbeiter bekommen Zugang
Der indische IT-Riese Tata Consultancy Services (TCS) ist eine „Global Premier Partnership“ mit Anthropic eingegangen. Ziel ist die beschleunigte Einführung generativer KI bei Unternehmenskunden. TCS richtet eine eigene Geschäftseinheit für die Claude-Modelle ein und stellt 50.000 Mitarbeitern den Zugriff auf die KI zur Verfügung.
Die Zusammenarbeit soll KI-Projekte aus der Pilotphase in den Produktivbetrieb überführen – besonders in stark regulierten Sektoren wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Luftfahrt. Über die Tochter TCS iON werden künftig Zertifizierungsprogramme für Claude angeboten.
TCS-Chef N. Chandrasekaran rechnet damit, dass die Zahl der KI-Agenten im Unternehmen innerhalb von drei Jahren die der menschlichen Mitarbeiter erreichen wird. Der Konzern baut parallel Personal ab: Im Geschäftsjahr bis März 2026 strich TCS netto über 23.000 Stellen. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete 2026 einen Kursrutsch von rund 34 Prozent.
DXC Technology integriert Claude in kritische Systeme
Auch DXC Technology ist dem Claude Partner Network als Global Premier Partner beigetreten. Der mehrjährige globale Vertrag wurde ebenfalls heute unterzeichnet. DXC will Anthropics KI in missionkritische Systeme einbinden – etwa bei Großbanken, Fluggesellschaften und Regierungsbehörden.
Die Claude-Modelle kommen bereits auf der DXC-Plattform OASIS zum Einsatz, die über 50 Kunden bedient. Zehntausende DXC-Ingenieure sollen Claude-zertifiziert werden. Schwerpunkte der Partnerschaft: Cybersicherheit, Versicherungsanwendungen und die Modernisierung veralteter Unternehmenssysteme.
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Japans Finanzbranche steigt ein
NEC Corporation, seit Ende April Anthropics erster japanischer Global Partner, weitet seine KI-Initiative aus. Sechs große Finanzkonzerne machen mit: Sumitomo Mitsui Financial Group, MS&AD Insurance, Sumitomo Life, Daiwa Securities, Sumitomo Mitsui Trust Group und Meiji Yasuda Life.
Gemeinsam wollen sie Anthropics Technologie für Cybersicherheit und neue Kundenservice-Tools nutzen. Bereits im Mai waren japanische Technologiekonzerne wie Hitachi und Fujitsu ähnliche Partnerschaften eingegangen.
Vermögensverwaltung und europäische Expansion
Erst gestern wurde eine Zusammenarbeit zwischen Anthropic und Rockefeller Capital Management bekannt. Das Finanzhaus, das Ende April 2024 rund 212 Milliarden Euro verwaltete, entwickelt eine KI-gestützte Wealth-Management-Plattform auf Claude-Basis. Schwerpunkte: interne Supportfunktionen, operative Abläufe und die Analyse von Kundengesprächen.
In Großbritannien setzt Diligenta – eine TCS-Tochter mit rund 22 Millionen Kunden – bereits Claude ein, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Die aktuellen Deals zeigen: Anthropic mischt im Enterprise-Geschäft zunehmend vorne mit. Schon im Februar hatte der Konzern eine ähnliche Partnerschaft mit Infosys geschlossen.

