Anthropic IPO November: KI-Startup strebt 2-Billionen-Bewertung an

Anthropic bereitet den Nasdaq-Börsengang für November vor, prüft ein neues KI-Modell und plant weiteres Wachstum bei Umsatz und Rechenleistung.

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Das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic bereitet Medienberichten zufolge seinen Börsengang für November 2026 vor. Gleichzeitig erwägt das Management den vorgezogenen Start eines neuen Modells, um den Wettbewerbsdruck gegenüber dem Konkurrenten OpenAI aufrechtzuerhalten.

Wie Insider berichten, könnte die Marktvermarktung für das Debüt an der Technologiebörse Nasdaq frühestens Mitte Oktober anlaufen, wobei ein Abschluss nach den US-Kongresswahlen im November angestrebt werde.

Milliardenbewertung an der Nasdaq im Visier

Für das geplante Börsendebüt steht eine Bewertung von rund 2 Billionen US-Dollar im Raum. Berichten zufolge könnte der Börsengang ein Volumen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar erreichen. Begleitet wird das Vorhaben von namhaften Konsortialbanken: Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan und die Citigroup sind als Underwriter für die Platzierung vorgesehen.

Auch aus der Finanz- und Digitalbranche erhält der Schritt Zuspruch; so äußerte sich Jeremy Allaire, Chef des Krypto-Unternehmens Circle, befürwortend zu den Plänen. Zudem zieht der Halbleiterkonzern NVIDIA Medienberichten zufolge ein Ankerinvestment von bis zu 10 Milliarden US-Dollar in Anthropic in Betracht.

Wettlauf mit OpenAI um Marktanteile

Parallel zu den Vorbereitungen für das Börsendebüt treibt Anthropic seine Produktstrategie voran. Drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten, dass die Einführung eines neuen KI-Modells noch vor dem IPO erfolgen könnte. Derzeit laufe dafür die interne Sicherheitsprüfung. Der Schritt gilt als direkte Antwort auf OpenAI, das am 3. September 2026 das Modell GPT-6 Astra veröffentlicht hatte.

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Der Wettbewerb um Unternehmenskunden spitzt sich damit weiter zu: Nach Erhebungen des Finanzdienstleisters Ramp entfallen rund 13 Prozent der Ausgaben für generative Unternehmensanwendungen auf Modelle von OpenAI, während das Modell Claude Fable von Anthropic einen Anteil von rund 8 Prozent verzeichnet.

Deutlicher Anstieg bei Umsatz und Rechenkapazitäten

Getrieben wird der Schritt an den Kapitalmarkt durch eine rasante geschäftliche Expansion. Ende Juli erreichte Anthropic eine annualisierte Umsatzrate von mehr als 65 Milliarden US-Dollar – nach rund 9 Milliarden US-Dollar zum Ende des Jahres 2025. Für den weiteren Jahresverlauf bis Ende 2026 wird mit dem Erreichen einer annualisierten Umsatzmarke von über 100 Milliarden US-Dollar gerechnet, während längerfristige Prognosen für das Jahr 2028 ein Niveau von etwa 190 bis 200 Milliarden US-Dollar anvisieren. Zum Vergleich: Konkurrent OpenAI verzeichnete im Juli eine annualisierte Umsatzrate von mehr als 40 Milliarden US-Dollar.

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Um den wachsenden Modellbetrieb und neue Entwicklungen abzusichern, baut Anthropic auch seine technische Infrastruktur massiv aus. Das Unternehmen peilt bis zum Jahresende 2026 eine Rechenkapazität von rund 5 Gigawatt an. Bis zum Ende des Jahres 2027 soll sich dieser Wert annähernd verdoppeln.