Anthropic macht Claude zum Fernsteuerung für macOS

Die KI Claude von Anthropic kann Mac-Computer aus der Ferne bedienen und über Apple Script MCP-Server Aufgaben im Betriebssystem automatisieren, was die Rolle zum Systemadministrator erweitert.

KI-Assistenten können jetzt Mac-Computer aus der Ferne steuern. Anthropics jüngste Updates für Claude Code und Cowork verwandeln den Sprach-KI in einen vollwertigen Systemadministrator für macOS.

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KI übernimmt die Fernsteuerung des Mac

Der Durchbruch kam Ende Februar 2026: Anthropic integrierte eine Fernsteuerungs-Funktion in Claude Code. Entwickler können ihren Mac nun vom Smartphone oder Webbrowser aus bedienen. Die KI führt dabei systemnahe Aufgaben aus, die bisher manuelle Terminal-Eingaben erforderten.

Vor dem Update benötigte Claude Code ein aktives Terminal-Fenster am lokalen Rechner. Jetzt verarbeitet die lokale Instanz Befehle, die vom Smartphone gesendet werden. Die Architektur bleibt sicher – sensible Aktionen benötigen standardmäßig noch die Bestätigung am Host-Rechner. Doch die physische Bindung an den Arbeitsplatz entfällt.

Apple Script MCP: Die Brücke zum Betriebssystem

Die wahre Stärke entfaltet das System durch Apple Script MCP-Server. Dieser offene Standard verbindet KI-Modelle mit lokalen Datenquellen. Über die legacy-Automatisierungssprache AppleScript erhält Claude standardisierte Schnittstellen zu nativen macOS-Apps.

Die Technologie nutzt das macOS Application Scripting Command Framework. Die KI übersetzt natürliche Sprache in ausführbare Skripte. So interagiert Claude direkt mit Apple Notes, Kalender, Mail, Finder und Shell-Befehlen. Es handelt sich nicht um simulierte Klicks, sondern programmatischen Datenzugriff.

Ein Beispiel: Pendler instruieren von unterwegs ihren heimischen Mac, E-Mails zusammenzufassen, in eine Notiz zu formatieren und eine Benachrichtigung zu senden – komplett automatisiert.

Cowork-Agent plant Aufgaben im Voraus

Parallel zur Fernsteuerung erweiterte Anthropic den Cowork-Agenten um Zeitplanung. Seit dem 24. Februar 2026 unterstützt er wiederkehrende Aufgaben. Diese werden automatisch ausgeführt, wenn der Rechner aktiv ist und Claude Desktop läuft.

Verpasste Aufgaben landen in der Warteschlange und starten beim Aufwachen des Systems. Kombiniert mit Apple Script MCP eröffnet dies tiefgreifende Automatisierung: Tägliche Systemwartung, Archivierung alter Downloads, Datenextraktion aus Geschäfts-E-Mails oder Erstellung von Morgen-Briefings.

Die KI verwandelt sich vom reaktiven Assistenten zum proaktiven Systemverwalter, der macOS-Umgebungen autonom managt.

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Sicherheitsbedenken und Marktauswirkungen

Fernzugriff auf System-AppleScript-Befehle birgt Risiken. Theoretisch könnten fehlerhafte Befehle zu Datenverlust führen. Das Model Context Protocol minimiert diese Gefahren durch strikte Zugriffsbeschränkungen auf konfigurierte Tools. Anthropics Implementierung verlangt zudem explizite Nutzerbestätigungen für sensible Aktionen.

Der Technologiemarkt adaptiert diese agentenbasierten Workflows rapide. Enterprise-Teams setzen Claude Code vermehrt für interne Engineering-Aufgaben ein. Gleichzeitig treibt Apple eigene agentische Fähigkeiten voran – wie agentisches Coding in Xcode 26.3 zeigt.

Die Branche vollzieht eine Wende hin zu KI-Systemen, die komplexe Mehrschritt-Aktionen direkt im Host-Betriebssystem ausführen.

Ausblick: Die automatisierte Zukunft

Die Integration von Claude Codes Fernfähigkeiten mit Apple Script MCP-Servern weist auf hochautomatisiertes Personal Computing hin. Branchenanalysten erwarten ausgefeiltere Berechtigungsmodelle, die Sicherheit mit nahtloser Hintergrundausführung vereinen.

Die Abhängigkeit von grafischen Oberflächen könnte sinken, während Nutzer komplexe digitale Aufgaben an fernsteuerbare KI-Agenten delegieren. Dieses Februar-Update zeigt: Künstliche Intelligenz bewegt sich über konversationelle Interfaces hinaus und embeddet sich tief in die Kern-Workflows des Betriebssystems.