Der KI-Champion Anthropic hat mit einer Finanzierungsrunde über 30 Milliarden Euro Geschichte geschrieben. Die Investition katapultiert das Unternehmen auf eine Bewertung von 380 Milliarden Euro und festigt seinen Status als schärfster Konkurrent von OpenAI im globalen KI-Wettlauf.
Rekordfinanzierung für KI-Führungsanspruch
Die Serie-G-Runde wurde vom Private-Equity-Unternehmen Coatue und Singapurs Staatsfonds GIC angeführt. Mit von der Partie waren weitere Schwergewichte wie die Founders Fund von Peter Thiel, D.E. Shaw Ventures und der Emirati-Fonds MGX. Bereits bekannte Investments von Microsoft und Nvidia sind in der Summe enthalten.
Es handelt sich um die größte Venture-Kapital-Runde 2026 und die zweitgrößte aller Zeiten. Nur OpenAI sammelte 2025 mehr ein. Insgesamt hat Anthropic seit seiner Gründung 2021 nun fast 64 Milliarden Euro eingesammelt. Die neue Bewertung von 380 Milliarden Euro mehr als verdoppelt den Wert von vor nur fünf Monaten.
Enterprise-Strategie trägt massiv Früchte
Der Erfolg speist sich aus einer klaren Fokussierung auf Geschäftskunden. Acht der zehn größten Fortune-100-Konzerne nutzen bereits die Claude-Modelle. Die Zahl der Kunden, die mehr als eine Million Euro pro Jahr ausgeben, ist von einem Dutzend vor zwei Jahren auf über 500 explodiert.
Das jährliche Umsatzlaufrad liegt bei beeindruckenden 14 Milliarden Euro – ein Wert, der sich laut Unternehmen seit drei Jahren jährlich verzehnfacht hat. Besonders der Entwickler-Assistent Claude Code treibt das Wachstum an. Er allein generiert ein Umsatzlaufrad von 2,5 Milliarden Euro, das sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt hat.
Zwei Giganten im erbitterten Duell
Mit der neuen Bewertung rückt Anthropic bedrohlich nah an seinen Erzrivalen OpenAI heran, der zuletzt mit etwa 500 Milliarden Euro bewertet wurde. Der Wettbewerb wird sich weiter verschärfen: Berichten zufolge plant OpenAI bereits eine neue Runde, die bis zu 100 Milliarden Euro umfassen könnte.
Beide Unternehmen sind damit in einer eigenen Liga und gelten als heißeste IPO-Kandidaten der kommenden ein bis zwei Jahre. Die astronomischen Summen unterstreichen, welcher Kapitalaufwand für die Entwicklung von Spitzen-KI und der nötigen Recheninfrastruktur nötig ist.
Was bedeutet das für die KI-Branche?
Die Investition zeigt: Die Appetit der Geldgeber auf führende KI-Firmen ist ungebrochen. Sie zementiert das Rennen um die Vorherrschaft als Duell zwischen zwei Giganten. Anthropic will das Kapital für Forschung, Produktentwicklung und den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur nutzen.
Der Fokus bleibt auf sicheren und zuverlässigen Modellen – ein Kernversprechen des Unternehmens. Da Konzerne KI immer tiefer in ihre Prozesse integrieren, ist Anthropic mit seiner Enterprise-Expertise für anhaltendes Wachstum positioniert. Ein Börsengang in absehbarer Zeit könnte die Tech-Märkte nachhaltig verändern.
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