Anthropics KI-Coding-Assistent Claude Code erhält eine mobile Fernsteuerung – ein strategischer Schachzug im Wettlauf um die Entwickler-Gunst.
San Francisco – Der KI-Pionier Anthropic hat seinem Coding-Assistenten Claude Code Flügel verliehen. Die neue Funktion „Remote Control“ befreit komplexe Programmieraufgaben vom Schreibtisch. Entwickler können ihre lokalen Coding-Sessions nun von jedem Smartphone oder Webbrowser aus steuern und überwachen. Diese als Forschungsvorschau veröffentlichte Neuerung zielt darauf ab, Produktivität auch unterwegs zu ermöglichen und adressiert so einen zentralen Schmerzpunkt in flexiblen Arbeitsumgebungen.
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Vom Schreibtisch in die Hosentasche
Die Fernsteuerung ist kein reiner Cloud-Dienst, sondern ein sicherer Spiegel der lokalen Entwicklungsumgebung. Während die Web-Version von Claude Code in der Cloud von Anthropic läuft, bietet Remote Control ein Fenster zur Session auf dem eigenen Rechner. Der KI-Assistent behält so vollen Zugriff auf das lokale Dateisystem, Projektkonfigurationen und Tools – die volle Power der Native-Umgebung bleibt erhalten.
Die Aktivierung ist simpel: Ein Befehl im lokalen Terminal generiert eine sichere URL oder einen QR-Code. Wird dieser im mobilen Browser oder der Claude-App geöffnet, ist das Gerät mit der aktiven Session verbunden. Anthropic betont die Sicherheit: Die Verbindung läuft ausschließlich über ausgehende, TLS-verschlüsselte HTTPS-Anfragen. Es werden keine eingehenden Ports auf dem User-Rechner geöffnet. Der lokale Computer muss eingeschaltet und online bleiben; das System überbrückt Netzausfälle von bis zu zehn Minuten.
Kontinuität im Entwickler-Alltag
Der größte Vorteil ist die nahtlose Workflow-Fortführung. Entwickler können eine aufwändige Aufgabe starten – etwa einen umfangreichen Testlauf, das Refactoring einer Codebase oder das Debuggen eines kniffligen Problems – und den Arbeitsplatz verlassen. Vom Smartphone aus können sie die KI weiter anleiten, generierten Code prüfen und Entscheidungen treffen. Was früher tote Zeit war, wird zu interaktiver Arbeit.
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Dies ermöglicht ein neues Level an Multitasking. Jede Claude-Code-Instanz auf einem Rechner unterstützt eine Remote-Session, sodass mehrere Entwicklungsumgebungen parallel ferngesteuert werden können. Branchenbeobachter sehen darin einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen KI-Entwicklungstools, der auf maximale Flexibilität und Integration in den Tagesablauf setzt.
Strategischer Push in turbulenter KI-Landschaft
Das Update ist Teil einer Serie rascher Neuerungen bei Anthropic und unterstreicht das beschleunigte Innovationstempo des Unternehmens. Der Fokus auf die Brücke zwischen mobilen und Desktop-Workflows könnte die Attraktivität des Tools deutlich erhöhen, besonders für Entwickler, die ihre Zeit auf verschiedene Arbeitsumgebungen verteilen.
Die Veröffentlichung erfolgt in einer dynamischen Phase für Anthropic. Das Unternehmen machte kürzlich Schlagzeilen, als es bekannt gab, industrielle Maßstäbe erreichende Versuche mehrerer internationaler Firmen vereitelt zu haben, seine Modelle unrechtmäßig zu nutzen. Zugleich berichten Medien über Gespräche mit dem US-Militär zur Nutzung seiner KI-Modelle sowie interne Kurskorrekturen bei KI-Sicherheitsprotokollen.
Derweil verzeichnet Claude Code beachtliche Wachswumzahlen: Der Dienst hat laut Unternehmen eine annualisierte Umsatzlaufrate von 2,5 Milliarden Euro erreicht und wurde allein in der VS-Code-Umgebung 29 Millionen Mal installiert. Die neue Remote-Control-Funktion steht zunächst Abonnenten der Pro- und Max-Pläne zur Verfügung.
Die Botschaft von Anthropic ist klar: Die Zukunft der Softwareentwicklung ist ortsunabhängig. Die Möglichkeit, eine Aufgabe im Büro zu starten, sie in der Bahn zu überwachen und die Ergebnisse daheim zu prüfen, könnte bald zum neuen Standard werden.





