Die Benchmark-Plattform AnTuTu hat am 4. September 2026 die Veröffentlichung der Public Beta ihrer neuen Version V12 bekannt gegeben. Mit diesem Versionssprung führt der Anbieter eine tiefgreifende Überarbeitung der bisherigen Testverfahren für Prozessoren (CPU), Grafikeinheiten (GPU), Arbeitsspeicher sowie die Benutzererfahrung (UX) ein.
Ziel der Aktualisierung ist es, die Leistungsfähigkeit moderner Smartphone-Hardware präziser abzubilden und neue technologische Standards zu integrieren.
Neuausrichtung der Grafik- und Speichertests
Ein wesentlicher Bestandteil von AnTuTu V12 ist der neu gestaltete GPU-Test. Dieser beinhaltet nun die Unterstützung für Vulkan Cooperative Matrix, eine Technologie, die zunehmend an Bedeutung für die Rechenleistung in modernen Grafikanwendungen gewinnt. Durch die Integration dieser Funktionen sollen die Benchmarks die tatsächliche Performance in anspruchsvollen grafischen Umgebungen besser widerspiegeln.
Parallel dazu wurde der Speichertest erweitert. Neben den klassischen Datendurchsätzen berücksichtigt das neue Testverfahren nun auch die dynamische Latenz sowie Fragmentierungstests. Damit reagiert die Plattform auf die wachsende Komplexität der Speicherverwaltung in aktuellen Mobilgeräten, bei der nicht nur die reine Geschwindigkeit, sondern auch die Effizienz des Datenzugriffs über längere Zeiträume eine Rolle spielt.
Optimierung der UX-Bewertung und technischer Unterbau
Auch im Bereich der Benutzererfahrung, dem sogenannten UX-Test, wurden signifikante Änderungen vorgenommen. Das Testmodul für die Reaktionsfähigkeit des Systems wurde laut den Entwicklern komplett neu gestaltet. Ziel ist eine realistischere Messung der Interaktionsgeschwindigkeit zwischen Anwender und Gerät.
AnTuTu V12 ist da – und die Ergebnisse sind nicht mehr mit V11 vergleichbar. Wer jetzt ein Smartphone kaufen will, braucht den Überblick über die neuen Testmethoden. Unser Leitfaden erklärt die wichtigsten Änderungen und zeigt, worauf Sie bei Benchmarks achten müssen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Auf der technischen Ebene bietet die neue Version Unterstützung für 16-KB-Speicherseiten, was eine Anpassung an moderne Betriebssystemarchitekturen darstellt. Flankiert werden diese funktionalen Änderungen von einer optischen Neugestaltung der App-Oberfläche, die den Zugang zu den verschiedenen Testmodulen vereinfachen soll.
Fehlende Vergleichbarkeit der Ergebnisse
Ein zentraler Aspekt der neuen Version ist die veränderte Punktegewichtung. AnTuTu wies darauf hin, dass die mit der Version V12 erzielten Ergebnisse nicht direkt mit denen der Vorgängerversion V11 vergleichbar sind. Durch die geänderten Testmetriken fallen die Punktzahlen in der neuen Version tendenziell höher aus.
Als Beispiel führte das Unternehmen das Smartphone-Modell RedMagic 11S Pro+ an. Während dieses Gerät unter der Version V11 einen Wert von etwa 4,11 Mio. Punkten erreichte, stieg das Ergebnis unter den Bedingungen der Version V12 auf etwa 4,60 Mio. Punkte. Diese Differenz verdeutlicht, dass Leistungsvergleiche zwischen verschiedenen Geräten künftig innerhalb der gleichen Softwareversion durchgeführt werden müssen, um aussagekräftig zu sein.
Standardisierte Testbedingungen für Benchmarks
Vorsicht vor irreführenden Benchmark-Zahlen: AnTuTu V12 misst GPU und Speicher anders als bisher. Wer die neuen Werte nicht richtig interpretiert, riskiert einen Fehlkauf. Unser Leitfaden hilft Ihnen, die Ergebnisse korrekt einzuordnen. Benchmark-Leitfaden jetzt sichern
Um die Validität der Ergebnisse zu gewährleisten, verwies AnTuTu zudem auf die idealen Rahmenbedingungen für die Durchführung der Tests. Beispielwerte, die das Unternehmen veröffentlichte, wurden unter kontrollierten Laborbedingungen ermittelt.
Dazu gehörten eine Umgebungstemperatur von 26°C, ein Batteriestand von mehr als 80 % sowie eine eingestellte Displayhelligkeit von 300 Nits. Diese Faktoren sind entscheidend, um thermische Drosselungen oder leistungsbegrenzende Stromsparmodi während des Benchmarks zu vermeiden und eine maximale Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Testläufen sicherzustellen.

