AOC und ASUS setzen neue Maßstäbe für Gaming-Monitore

AOC bietet mit der G4-Serie 260 Hz für Einsteiger, während ASUS mit dem flexiblen ROG Strix 5K Enthusiasten anspricht. OLED-Technologie wird zunehmend zum Mainstream.

Der Markt für Gaming-Monitore erlebt eine neue Wettbewerbsrunde. Mit gleich zwei Vorstößen von AOC und ASUS werden sowohl Einsteiger als auch Enthusiasten mit bisher ungekannten Features versorgt. Während AOC High-End-Refresh-Rates für kleines Geld anbietet, setzt ASUS auf maximale Flexibilität in der Spitzenklasse.

AOC definiert das Einsteiger-Segment neu: 260 Hz zum Kampfpreis

AGON by AOC stellt mit seiner neuen G4-Serie die Definition eines Einsteiger-Monitors auf den Kopf. Die Modelle 24G4ZR (23,8 Zoll) und 27G4ZR (27 Zoll) bringen eine native Bildwiederholrate von 240 Hz mit, die sich auf 260 Hz übertakten lässt. Bisher waren solche Werte dem High-End-Esports vorbehalten.

Beide Full-HD-Modelle kombinieren diese Geschwindigkeit mit Reaktionszeiten von bis zu 1 ms (GtG) und sind offiziell NVIDIA G-SYNC kompatibel. Eine Besonderheit ist die MBR-Sync-Funktion, die variable Bildwiederholrate und Hintergrundbeleuchtung kombiniert, um bei allen Frequenzen maximale Bewegungsunschärfefreiheit zu garantieren. Die für Februar 2026 angekündigten Monitore sollen High-Refresh-Rate-Gaming für ein breites Publikum erschwinglich machen.

ASUS ROG Strix 5K: Der flexible Alleskönner für Enthusiasten

Ganz anders positioniert sich ASUS im Premium-Segment. Der neue ROG Strix 5K XG27JCG ist ein 27-Zoll-Monitor mit einer nativen 5K-Auflösung (5120 x 2880) bei 180 Hz. Das innovative Dual-Mode-Feature erlaubt es, auf QHD (2560 x 1440) umzuschalten und dabei satte 330 Hz zu erreichen.

Damit spricht ASUS gezielt die wachsende Gruppe der Hybrid-Gamer an, die sowohl grafisch anspruchsvolle Singleplayer-Titel als auch kompetitive Shooter spielen. Der Monitor ist VESA DisplayHDR 600 zertifiziert und unterstützt sowohl AMD FreeSync Premium als auch NVIDIA G-SYNC. Er ist bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

OLED-Monitore werden zum neuen Mainstream

Parallel drängen OLED-Technologien weiter in den Massenmarkt. ASUS nimmt im UK bereits Vorbestellungen für den ROG Strix OLED XG32UQDMS an. Das 32-Zoll-Modell mit 4K und 240 Hz setzt auf eine QD-OLED-Panel der dritten Generation.

Ebenfalls im Februar bestätigte Samsung, dass seine Odyssey OLED-Monitore für 2026, inklusive der neuen G6-Modelle, nun offiziell NVIDIA G-SYNC Compatible sind. Diese Entwicklung unterstreicht den Trend: OLED mit seinen nahezu instantanen Reaktionszeiten und tiefen Schwarzwerten wird auch für Gaming immer zugänglicher.

Marktanalyse: Geschwindigkeit und Flexibilität treiben Innovation

Die Neuheiten zeigen zwei klare Trends für 2026. Erstens: High-End-Features wie extreme Refresh-Rates wandern in immer günstigere Preisklassen. AOCs 260-Hz-Einsteiger-Modelle setzen hier einen neuen Standard, der den Druck auf andere Hersteller erhöht.

Zweitens wird Flexibilität zum entscheidenden Kaufargument in der High-End-Klasse. Features wie der Dual-Mode von ASUS oder ähnliche Funktionen bei Samsungs Odyssey G6 antworten auf die Bedürfnisse von Gamern, die nur einen Bildschirm für alle Genres nutzen wollen – ohne Kompromisse.

Ausblick: Ein wettbewerbsintensives Jahr für Gamer

Nach einer innovationsreichen CES 2026 mit Ankündigungen wie 720-Hz-OLED-Panels von LG setzen AOC und ASUS den Kurs fort. Für Verbraucher bedeutet das: Die Konkurrenz um die beste Technik zu jedem Preis wird 2026 weiter zunehmen.

Die Verbreitung von OLED und Mini-LED wird die Bildqualität vorantreiben, während der Wettlauf um immer höhere Bildwiederholraten in allen Segmenten tobt. Innovative Features wie KI-optimierte Bilder oder flexible Betriebsmodi dürften zum Standard werden. Am Ende profitieren die Gamer von leistungsstärkeren und vielseitigeren Monitoren zu immer attraktiveren Preisen.