Während Verbraucher nach Weihnachten nach Schnäppchen suchen, nutzen Kriminelle den Jahresauftakt für neue Betrugsmasche. Verbraucherschützer warnen vor einer Welle gefälschter E-Mails und Fake-Shops.
Erste Großwarnung 2026: Gefälschte AOK-Rückzahlungen
Die erste große Cyber-Bedrohung des neuen Jahres trifft ausgerechnet Krankenkassen-Kunden. Die Verbraucherzentrale warnte am heutigen 2. Januar 2026 vor einer massiven Phishing-Kampagne. Betrüger verschicken täuschend echte E-Mails, die angeblich von der AOK stammen.
Darin wird den Empfängern eine Rückzahlung wegen angeblicher Überzahlungen versprochen. Unter Druck gesetzt werden sie mit einer Frist von nur 14 Tagen. Wer nicht über einen mitgeschickten Link reagiert, dem drohe der „Zugangsverlust“ – ein klassischer psychologischer Trick, um die kritische Prüfung auszuschalten.
Die Mails sind so professionell gestaltet, dass Laien sie kaum noch von echten Schreiben unterscheiden können. Ein ähnliches Muster zeigte sich bereits Ende Dezember bei Nutzern des Bezahldienstes SumUp. Auch hier ging es um angebliche Kontoverifizierungen mit kurzen Fristen.
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Fake-Shops im Januar-Ansturm: Diese Seiten sind verdächtig
Parallel zum Phishing blüht der Betrug mit gefälschten Online-Shops. Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen hat zum Jahreswechsel mehrere neue verdächtige Domains identifiziert.
Auf der aktuellen Warnliste stehen:
* goldschmiede-alpenglanz.at: Angeblicher Juwelier
* wormsheid.de und derjagdladen.de: Auffällige Shops mit mangelhaften Impressen
* rees-elektro.com: Elektronik-Anbieter mit Risikomerkmalen
Die Muster sind oft dieselben: täuschend echte Designs, unschlagbar niedrige Preise für Elektronik oder Werkzeuge – und am Ende zählt nur Vorkasse. Seriöse Kontaktdaten sucht man vergebens.
Das hinterlässt 2025: KI macht Betrug perfekt
Ein Rückblick der Watchlist Internet auf 2025 zeigt, warum die Gefahr wächst. Der Bericht „Trends, Highlights und Skurrilitäten: Das Jahr 2025“ dokumentiert eine beunruhigende Entwicklung.
Künstliche Intelligenz erzeugt inzwischen fehlerfreie deutsche Texte und realistische Produktbilder. Schlechte Grammatik ist als Betrugs-Indiz kaum noch tauglich. Immer mehr Betrug läuft zudem über SMS und Messenger, um E-Mail-Filter zu umgehen. Hybride Maschen verbinden Phishing mit Fake-Shop-Angeboten.
So shoppen Sie 2026 sicher
Angesichts der Bedrohungslage raten Experten zu grundsätzlichem Misstrauen gegenüber unerwarteten Nachrichten und unbekannten Shops.
Immer prüfen mit dem Fakeshop-Finder
Bevor Sie bei einem unbekannten Händler kaufen: Prüfen Sie die URL im Fakeshop-Finder. Das Tool analysiert Domain-Alter, Server-Standort und bekannte Warnlisten und gibt eine Ampel-Einschätzung.
Vorsicht bei der Zahlung
Das Vorkasse-Risiko bleibt 2026 der größte Warnhinweis. Seriöse Händler bieten fast immer sichere Zahlungsarten wie Kreditkarte, PayPal oder Kauf auf Rechnung an. Wechselt ein Shop im Warenkorb plötzlich nur noch auf Überweisung, brechen Sie den Kauf ab.
Nie auf Links klicken
Bei Warnungen wie zu AOK oder SumUp gilt: Klicken Sie niemals auf Links in drängenden E-Mails. Gehen Sie stattdessen direkt auf die offizielle Website oder nutzen Sie die App des Anbieters, um Nachrichten zu prüfen.
Die Verbraucherzentrale betont: Seriöse Unternehmen fordern nie sensible Daten oder sofortige Zahlungen per E-Mail-Link. Diese goldene Regel ist der beste Schutz im digitalen Neujahr.
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