App Store: Apple fordert 15% Provision auf externe Transaktionen

Apple reicht neuen Gebührenplan für externe Zahlungen ein. Epic Games kündigt Widerstand an, während das Gericht über die Zukunft des App-Store-Modells entscheidet.

Im anhaltenden Rechtsstreit um die Monopolstellung des App Stores hat Apple am 13. August 2026 einen neuen Vorschlag zur Gebührenstruktur beim US District Court eingereicht. Das Unternehmen plant demnach, eine Provision von bis zu 15 % auf Transaktionen zu erheben, die über externe Zahlungsmethoden außerhalb der hauseigenen Plattform abgewickelt werden.

Dieser Vorstoß erfolgte unmittelbar nachdem der Supreme Court einen Antrag Apples auf Aussetzung der Verfahren vor den unteren Instanzen abgelehnt hatte. Justice Kagan verweigerte den entsprechenden Antrag am selben Tag.

Gestaffelte Gebühren für externe Transaktionen

Der am 13. August 2026 vorgelegte Entwurf sieht eine differenzierte Provisionsregelung vor, die sich nach der Art der Anwendung und dem Umsatz des Entwicklers richtet. Für Standard-Apps schlägt Apple eine Gebühr von 15 % vor. Teilnehmer an Partnerprogrammen sowie Entwickler, die Abonnement-Verlängerungen verzeichnen, sollen eine reduzierte Provision von 10 % leisten.

Eine weitere Entlastung sieht der Plan für kleinere Unternehmen vor: Apps, die im Rahmen des Small Business Program geführt werden und einen Jahresumsatz von weniger als 1 Mio. US-Dollar erzielen, müssten bei Käufen über externe Links lediglich 5 % Provision an Apple abführen.

Mit diesem Modell reagiert der Konzern auf eine frühere Entscheidung von Richterin Rogers aus dem Jahr 2021. Die Juristin hatte die bis dahin geltenden Regelungen als Verstoß gewertet und Apple dazu verpflichtet, externe Links für Zahlungen zuzulassen. Zuvor hatte der Konzern für solche Transaktionen Provisionen in Höhe von 12 % bis 27 % eingefordert.

Widerstand von Epic Games und prozessuale Fristen

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Der Spieleentwickler Epic Games kündigte noch am 13. August 2026 an, gegen jegliche Provisionsforderung, die über 0 % hinausgeht, rechtlich vorzugehen. Vertreter des Unternehmens bezeichneten den Vorschlag Apples als weit außerhalb der vertretbaren Grenzen. Epic Games argumentierte, dass die für die Abwicklung notwendigen Kosten bei 0 % lägen und Apple keinen Anspruch auf eine Beteiligung an externen Umsätzen habe.

Das Gericht hat Epic Games eine Frist von 60 Tagen eingeräumt, um offiziell Widerspruch gegen den Vorschlag einzulegen. Apples abschließender Schriftsatz in dieser Angelegenheit ist für den 14. September 2026 terminiert.

Zusätzlich zum Gebührenvorschlag beantragte Apple am 14. August 2026 eine Vergleichskonferenz mit Epic Games, um eine außergerichtliche Einigung zu forcieren. Über die Annahme des neuen Provisionsmodells muss nun Richterin Rogers entscheiden.

Rechtfertigung und Marktumfeld

Apple begründet die Forderung nach einer Beteiligung an externen Umsätzen mit dem grundlegenden Wert, den der App Store für das gesamte Ökosystem bereitstelle. Das Unternehmen sieht die Provision als Kompensation für die Bereitstellung der Infrastruktur und der erreichten Nutzerbasis.

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Ein Blick auf den Wettbewerb zeigt unterschiedliche Ansätze: Google Play erhebt bei Käufen über externe Kanäle derzeit Provisionen in Höhe von 20 % für Standard-Apps. Für spezielle Programme fallen dort 15 % an, während für Abonnements eine Gebühr von 10 % berechnet wird.

Der Vorschlag von Apple liegt damit teilweise unter den Sätzen des größten Konkurrenten im Bereich der mobilen Betriebssysteme. Ob diese Anpassung ausreicht, um die kartellrechtlichen Bedenken des Gerichts und die Forderungen der Entwickler zu erfüllen, bleibt abzuwarten.