App-Stores: Warum offizielle Downloads das Malware-Risiko senken

Sicherheitsfachleute empfehlen geprüfte Bezugsquellen, Updates und Dateikontrollen; auch offizielle App-Stores können manipulierte Anwendungen enthalten.

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Neue Sicherheitsleitlinien für digitale Endgeräte unterstreichen die Notwendigkeit, Software und mobile Anwendungen bevorzugt über offizielle App-Stores zu beziehen. Durch diesen Schritt soll das Risiko minimiert werden, schädliche Programme oder unerwünschte, gebündelte Plug-ins auf Endgeräte zu laden. Dies geht aus aktuellen Branchenberichten hervor.

Vertriebswege für Android und iOS

Für mobile Betriebssysteme gelten etablierte Zugänge als primäre Anlaufstelle. Im Android-Umfeld bieten vorinstallierte Plattformen wie der Huawei App Market, der Xiaomi App Store sowie der OPPO Software Store geprüfte Anwendungen an.

Für das iPhone bildet der App Store von Apple nahezu den einzigen offiziellen Bezugskanal. Sollte eine Anwendung in den Standard-Stores nicht verfügbar sein, wird geraten, Software ausschließlich über die Website des Entwicklers auf dessen offizieller Domain herunterzuladen.

Von Download-Schaltflächen innerhalb von Werbeanzeigen auf Suchmaschinenseiten wird abgeraten, da die oberen Plätze häufig manipulierte Hüllen-Programme oder Werbepakete ausliefern.

Auch alternative Download-Plattformen bergen Gefahren: Zwar verfügt beispielsweise der seit 2013 bestehende Android-Drittanbieter 9Apps über ein prüfendes Team, das System bietet jedoch keine vollständige Sicherheit. Gründe dafür sind geringere Regulierungsanforderungen im Vergleich zum Google Play Store und der Verzicht auf eine Google-Konto-Pflicht.

Risiken bei Spielen und manipulierten Dateien

Ein erhöhtes Gefahrenpotenzial besteht bei Spielen aus nicht verifizierten Quellen. Inoffizielle Portale verbreiten häufig Viren, Spyware oder Adware über manipulierte Installationsprogramme, gefälschte Update-Hinweise oder umverpackte Dateien.

Offizielle Plattformen wie Steam, Google Play und der App Store gelten hierbei als verlässlichere Bezugspunkte. Typische Warnsignale für Manipulationen sind unklare Entwicklerangaben, unerwartete Dateiendungen wie .exe, .msi oder .apk sowie die Abfrage unnötiger Berechtigungen.

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Während reguläre, lizenzierte Software oft beim Download kostenlos bereitsteht und Gebühren über Abonnements abrechnet, beinhalten inoffizielle Freischaltungen sogenannte Werbemodule. Diese können Systeme verlangsamen und Datenabflüsse verursachen.

Restrisiken und technische Prüfverfahren

Dass offizielle Stores vollständig frei von Schadsoftware sind, gilt unter Experten jedoch als Mythos. Ein Experte der Pskower Filiale der Nordwest-Hauptverwaltung der Bank of Russia wies darauf hin, dass Plattformen wie der RuStore oder der App Store zwar Sicherheitsfilter nutzen und Entwickler vertraglich auf Verbote bezüglich Datensammlung und Desinformation verpflichten.

Dennoch komme es vor, dass Anwendungen die Vorgaben anfangs einhalten, später jedoch über Aktualisierungen unangekündigte Kostenfunktionen oder Viren nachliefern. Solche betrügerischen Programme zielen insbesondere auf Bankdaten, Login-Informationen und das Abfangen von SMS-Codes ab.

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Vor diesem Hintergrund warnt auch die jordanische Einheit zur Kriminalprävention vor externen Verlinkungen zu vermeintlich kostenlosen Inhalten wie Filmen oder Sportübertragungen. Zur Schadenbegrenzung werden regelmäßige Updates, die Aktivierung von Zwei-Faktor-Authentifizierungen und die zeitnahe Meldung von Online-Betrug angeraten.

Für Installationen auf Desktop-Systemen empfehlen Fachleute weiterführende Schutzschritte: Neben der Domain- und HTTPS-Prüfung ermöglichen Hash-Vergleiche via MD5 oder SHA256 die Verifikation von Installationsdateien auf Vollständigkeit und Manipulation. Als standardisierte Bezugskanäle bieten sich Paketmanager wie winget unter Windows, brew auf macOS oder apt unter Linux an.

Zur strukturellen Qualitätssicherung setzt zudem der Sicherheitsausschuss von openEuler auf drei Säulen: die Beschränkung auf vertrauenswürdige Repositorien, automatisierte Virenprüfungen aller Quelltexte sowie Schwachstellen-Scans mittels Software-Stücklisten.