Apple AirTag 2: So will der neue Tracker Stalking verhindern

Apples AirTag 2 erschwert unerwünschtes Tracking durch verbesserte Hardware und eine neue Detektiv-Funktion. Die Kooperation mit Google schließt zudem plattformübergreifende Sicherheitslücken.

Apple hat den AirTag 2 veröffentlicht. Der neue Ortungs-Tracker soll unerwünschtes Tracking deutlich erschweren. Das Unternehmen reagiert damit auf massive Datenschutzkritik am Vorgängermodell.

Hardware-Upgrade: Lauter, präziser, kompatibler

Im Kern des AirTag 2 arbeitet ein verbesserter Ultra-Wideband-Chip. Er ermöglicht eine bis zu 50 Prozent größere Reichweite für die „Genaue Suche“. Nutzer finden verlegte Gegenstände so auch aus größerer Distanz.

Der integrierte Lautsprecher ist nun rund 50 Prozent lauter. Ein versteckter Tracker soll damit aus doppelter Entfernung zu hören sein. Diese Änderung ist eine direkte Antwort auf Berichte, bei denen die Lautsprecher der ersten Generation manipuliert wurden, um sie unhörbar zu machen.

Erstmals können auch Besitzer einer Apple Watch (Series 9 oder neuer) die „Genaue Suche“ direkt vom Handgelenk starten – ganz ohne iPhone in der Hand.

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Die Killer-Funktion: „Genaue Suche“ findet jetzt Fremdtracker

Die wichtigste Neuerung steckt in der Software. Mit dem Update auf iOS 26.2.1 kann die „Genaue Suche“-Funktion nun auch fremde, unerwünschte AirTags aufspüren.

  • Bewegt sich ein unbekannter Tracker mit einer Person mit, führt das iPhone den Nutzer mit visuellen und haptischen Signalen direkt zu ihm.
  • Diese proaktive Ortung ist ein großer Schritt über die bisherigen, allgemeinen Warnhinweise hinaus.
  • Die Funktion benötigt den neuen UWB-Chip des AirTag 2 und verwandelt das iPhone in ein Detektiv-Tool gegen Stalking.

Branchenbündnis: Apple und Google ziehen an einem Strang

Apple kämpft nicht allein gegen Missbrauch. Gemeinsam mit Google hat das Unternehmen eine branchenweite Spezifikation entwickelt. Sie soll Nutzer plattformübergreifend warnen.

Das bedeutet konkret: iPhone-Nutzer erhalten jetzt auch Warnungen vor kompatiblen Trackern aus dem Android-Ökosystem – und umgekehrt. Hersteller wie Samsung, Tile und Chipolo unterstützen den Standard bereits. Diese Kooperation schließt eine große Sicherheitslücke, die durch die getrennten Tech-Welten entstand.

Ein neuer Maßstab für Privatsphäre?

Datenschutzexperten bewerten die Neuerungen überwiegend positiv. Apple adressiert damit die Hauptkritikpunkte und setzt gleichzeitig einen neuen Standard für den gesamten Markt. Der Preis des AirTag 2 bleibt unverändert.

Die Botschaft ist klar: Die Vorteile eines Ortungstrackers sollen nicht auf Kosten der persönlichen Sicherheit gehen. Ob andere Hersteller nachziehen müssen, wird sich zeigen. Für Nutzer könnte 2026 ein entscheidendes Jahr für mehr digitale Privatsphäre werden.

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