Apple hat am 5. Oktober 2026 neue optionale Creative Assets sowie eine zentrale Asset Library für Entwickler bereitgestellt, um die Präsentation von Anwendungen im App Store flexibler zu gestalten. Die neuen visuellen Formate sind für Geräte mit iOS 27 und iPadOS 27 oder neuer vorgesehen.
Softwareanbieter können damit Bilder und Videos gezielt für Produktseiten-Header, Suchergebnisse und In-App-Events einsetzen. Die Neuerung greift nicht automatisch bei allen Anwendungen, sondern steht Entwicklern optional zur Verfügung.
Neue Medienformate und technische Spezifikationen
Die zusätzlichen Darstellungsoptionen sollen App-Marken, neue Funktionen sowie saisonale Kampagnen hervorheben. Ein verbessertes Ranking oder eine Anpassung des Suchalgorithmus ist damit laut den Vorgaben allerdings nicht verbunden. Werden keine gesonderten Such-Assets hinterlegt, bleiben weiterhin In-App-Events, Vorschauvideos und Screenshots in den Suchergebnissen sichtbar.
Für die Gestaltung gelten präzise Vorgaben:
* Produktseiten-Header: Bilder im Seitenverhältnis 21:9 mit exakt 3840×1646 Pixeln.
* Suchergebnisse: Bildmaterial im Seitenverhältnis 3:2 mit Auflösungen von 1920×1280 bis 3840×2560 Pixeln.
* Universelles Format: Abmessungen von exakt 5244×2950 Pixeln im 16:9-Format als PNG.
* Bildvorgaben: JPG oder PNG ohne Transparenzen.
* Videomaterial: Clips für Header und Suchergebnisse mit einer Dauer von 5 bis 30 Sekunden bei 30 oder 60 Bildern pro Sekunde (fps) als MOV, M4V oder MP4, jeweils stumm geschaltet und als Endlosschleife abspielbar.
Sämtliche Inhalte müssen für eine Altersfreigabe ab vier Jahren geeignet sein. Angaben zu Preisen, Verlinkungen auf Webadressen und Copyright-Zeichen sind im Bild- und Videomaterial untersagt. Zur Unterstützung der Gestaltung stellt Apple Designvorlagen für Figma, Photoshop, Pixelmator und Sketch bereit.
Entkoppelte Einreichung und Workflows in App Store Connect
Ein wesentlicher Vorteil der neuen Werkzeuge liegt im Workflow: Innerhalb der Plattform App Store Connect lassen sich Assets unabhängig von neuen App-Versionen hochladen und zur Überprüfung einreichen. Sobald Apple die Medien genehmigt hat, können Entwickler diese auch bei bereits im Store veröffentlichten App-Versionen live schalten, ohne ein vollständiges Software-Update ausrollen zu müssen.
In App Store Connect ist zudem eine Asset Library integriert, die Bilder, Videos, Screenshots und App-Vorschauen bündelt. Eine Vorschaufunktion erlaubt die Prüfung der Darstellungen über verschiedene Gerätetypen, Bildschirmausrichtungen und den Dark Mode hinweg.
Einmal genehmigte Medien können auch für Apple Ads, Custom Product Pages und die Product Page Optimization verwendet werden. Bei den Custom Product Pages sind bis zu 70 Varianten pro App möglich, während die Product Page Optimization bis zu drei Varianten über einen Zeitraum von bis zu 90 Tagen unterstützt.
Erste Beobachtungen im Prüfprozess
Die Veröffentlichung neuer Medien setzt eine Freigabe durch Apple voraus. Erste Praxiserfahrungen deuten darauf hin, dass die Überprüfung Zeit in Anspruch nimmt: Am 6. Oktober 2026 reichte ein Tester 14 Bilder in sieben Sprachen um 22:37 Uhr Berliner Zeit ein, die über 20 Stunden später noch auf die Genehmigung warteten.
Die tatsächliche Verbreitung im Store steht erst am Anfang. Wie ein Bericht vom 7. Oktober 2026 zeigte, ergab eine API-Abfrage über 258 Lokalisierungen insgesamt 2.073 Platzierungen, bei denen es sich ausnahmslos um herkömmliche Screenshots handelte; neue Header oder spezifische Such-Assets wurden zu diesem Zeitpunkt noch nicht registriert.

