Apple hat seine sommerliche Verkaufsoffensive gestartet. In mehreren asiatischen Märkten läuft seit dem 15. Juli die jährliche „Back to School“-Aktion, während in den USA zeitgleich steuerfreie Einkaufsperioden anlaufen. Die Maßnahmen fallen in eine Phase steigender Komponentenpreise und sich verändernder regionaler Subventionen.
Bildungsoffensive in Asien gestartet
Seit Dienstag können Studenten und Lehrkräfte in China, Indien, Malaysia, Singapur und Vietnam von der Aktion profitieren. Bis zum 27. August gibt es beim Kauf qualifizierender Mac- oder iPad-Modelle kostenloses Zubehör wie AirTags, AirPods 4 oder den Apple Pencil Pro dazu. Ein ähnliches Angebot für die USA, Kanada und Europa dürfte in Kürze folgen.
Parallel dazu hat Apple seine Verkaufsrichtlinien für die diesjährigen Steuerbefreiungen in zehn US-Bundesstaaten aktualisiert. Zwischen dem 17. Juli und dem 20. August können Kunden in Florida, Massachusetts, Virginia und Tennessee ausgewählte Computer und Zubehör ohne staatliche Umsatzsteuer erwerben. Welche Produkte genau unter die Regelung fallen – etwa iPhones oder die Apple Vision Pro –, hängt von den lokalen Bestimmungen ab.
Chinesischer Markt unter Druck
In China wird Apples Preisstrategie maßgeblich von einem staatlichen Subventionsprogramm beeinflusst. Eine dritte Tranche in Höhe von umgerechnet rund acht Milliarden Euro wurde am 15. Juli aufgelegt. Studenten erhalten daraufhin 15 Prozent Rabatt auf Smartphones und Computer. Auf der Plattform JD.com kommen für Absolventen weitere Vergünstigungen hinzu: Die iPhone-17-Pro-Serie startet dort bei umgerechnet etwa 1.000 Euro, in manchen Konfigurationen sogar bei rund 880 Euro.
Die aggressiven Preise folgen auf eine Wachstumsphase in der Region. Die iPhone-Auslieferungen in China stiegen im zweiten Quartal 2026 um 24,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sicherte sich Apple einen Marktanteil von 18,1 Prozent und liegt nur hinter Huawei. Die Marktforscher von IDC warnen jedoch vor einem möglichen Rückgang der Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte – die hohen Komponentenkosten machten weiterhin zu schaffen.
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Rabatte bei Händlern trotz Preiserhöhungen
Obwohl Apple die Preise für das MacBook Air am 25. Juni angehoben hatte – Grund war eine Krise bei den Speicherkosten –, gewähren Drittanbieter nun Nachlässe. Bei Amazon ist das 13-Zoll MacBook Air M5 mit einem Terabyte Speicher derzeit für umgerechnet rund 1.330 Euro gelistet, ein Preisnachlass von etwa 140 Euro. Das M5-Modell verfügt über eine 10-Kern-CPU und eine 16-Kern-Neural Engine. Eine größere Hardware-Auffrischung wird erst für das Frühjahr 2027 erwartet.
Auch andere Apple-Produkte sind bei großen Händlern günstiger zu haben:
- AirPods: Die AirPods Pro 3 kosten bei Amazon rund 185 Euro statt der üblichen 230 Euro. Die Standard-AirPods 4 liegen bei etwa 90 Euro, die Version mit aktiver Geräuschunterdrückung bei 140 Euro.
- Apple Watch: Die Series 11 mit Liquid-Glass-Oberfläche und Gestensteuerung ist in der 42-Millimeter-GPS-Version für rund 275 Euro erhältlich. Hochwertige Konfigurationen wie das 46-Millimeter-Modell in Schiefer-Titan mit Mobilfunk wurden um etwa 170 Euro auf rund 520 Euro reduziert.
- Finanzierung: Apple hat kürzlich eine 36-monatige Finanzierungsoption für iPads mit Mobilfunk über AT&T und Verizon eingeführt – eine Reaktion auf die gestiegenen Preise.
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Zubehörhersteller wie Nomad und Anker haben ebenfalls Jubiläumsaktionen gestartet. Sie gewähren Rabatte von bis zu 30 Prozent auf MagSafe-Ständer, Titan-Armbänder und Powerbanks – und heizen den sommerlichen Aktionsreigen weiter an.

