Apple schaltet die alte Technik hinter seiner Smart-Home-Plattform ab. Wer nicht auf die neue Architektur umzieht, riskiert den Zugriff auf seine Geräte.
Cupertino – Ein entscheidender Schritt für Apples Smart-Home-Strategie: Der Konzern hat den Support für die ursprüngliche HomeKit-Architektur offiziell eingestellt. Nutzer, die noch nicht auf das modernere und stabilere „Home“-System umgestiegen sind, müssen nun mit Unterbrechungen bei ihren Geräten und Automatisierungen rechnen. Diese verpflichtende Aktualisierung zementiert Apples Kurs hin zu einem zuverlässigeren und offeneren Smart-Home-Ökosystem, das künftig voll auf den universellen Standard Matter setzt.
Die Frist, die zuvor vom Herbst 2025 verschoben worden war, ist damit abgelaufen. Apple hat verbliebene Nutzer per E-Mail gewarnt: Wer nicht upgrader, verliert womöglich die Kontrolle über sein Zuhause via Home-App. Damit endet eine Übergangsphase, die Ende 2022 begann.
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Fundament für ein zuverlässigeres Zuhause
Die neue Architektur ist ein grundlegender Neubau der HomeKit-Technik. Sie wurde erstmals mit iOS 16.2 eingeführt, nach anfänglichen Stabilitätsproblemen kurz zurückgezogen und mit iOS 16.4 neu veröffentlicht. Das Ziel: Die Performance der Home-App, besonders in Haushalten mit vielen Geräten, deutlich zu verbessern.
Der technische Kernunterschied betrifft die Abfrage von Gerätestatus. Bisher fragte ein iPhone jedes Zubehör einzeln ab – ein oft langsamer Prozess. Jetzt übernimmt ein dedizierter Home-Hub wie ein Apple TV oder HomePod diese Aufgabe. Er hält eine Echtzeit-Verbindung zu allen Geräten. Die Home-App erhält so sofort einen kompletten Status-Überblick. Lästige „Wird aktualisiert“-Meldungen gehören damit der Vergangenheit an.
Volles Bekenntnis zum Matter-Standard
Dieser Umbau ist untrennbar mit Apples Engagement für Matter verbunden. Dieser branchenweite Standard soll Geräte verschiedener Hersteller nahtlos zusammenarbeiten lassen. Die alte HomeKit-Architektur aus iOS-8-Zeiten war für die Anforderungen von Matter schlicht nicht ausgelegt.
Die neue Architektur ist das notwendige Fundament für volle Matter-Unterstützung. Durch das verpflichtende Upgrade stellt Apple sicher, dass seine gesamte Nutzerbasis auf einer Plattform ist, die das Potenzial von Matter voll ausschöpfen kann. Eine strategische Weichenstellung: Apple positioniert sich so als starker Controller in einem Markt, der sich immer mehr von geschlossenen Ökosystemen abwendet.
Das müssen betroffene Nutzer jetzt tun
Für Nachzügler ist jetzt Handeln angesagt. Das Update wird manuell in den Einstellungen der Home-App durchgeführt. Es gelten jedoch strikte Voraussetzungen:
- Software: Alle Geräte, die auf das Zuhause zugreifen (auch die von Familienmitgliedern), müssen mindestens iOS 16.2, iPadOS 16.2, macOS 13.1, tvOS 16.2 oder watchOS 9.2 nutzen. Ältere Geräte verlieren nach dem Upgrade den Zugriff.
- Hardware: Die Rolle des Home-Hubs hat sich geändert. iPads werden nicht mehr als Hub unterstützt. Nutzer benötigen stattdessen einen HomePod, HomePod mini oder Apple TV als zentrale Steuereinheit. Erst dies ermöglicht Fernzugriff, Automatisierungen und das Teilen der Home-Kontrolle.
Industrie-Trend: Standardisierung statt Insellösungen
Apples Entscheidung spiegelt einen Branchentrend wider: Weg von proprietären Insellösungen, hin zu Standardisierung und besserer Nutzererfahrung. Der Start der neuen Architektur 2022 war holprig – mit Problemen bei geteiltem Zugriff und nicht reagierenden Geräten. Diese Kinderkrankheiten sind jedoch behoben.
Durch das Ende des Legacy-Systems bündelt Apple seine Entwicklungsressourcen. Alle Nutzer können so von neuen Features profitieren, die auf der modernen Architektur aufbauen: etwa Gästezugang, Aktivitätsverlauf oder Unterstützung für neue Geräteklassen wie Saugroboter. Die Abwärtskompatibilität leidet, doch die Plattform wird deutlich zukunftsfähiger.
Ausblick: Schnellere Innovation im vernetzten Zuhause
Mit einer nun vereinheitlichten, Matter-zentrierten Nutzerbasis kann Apple sein Ökosystem schneller ausbauen. Analysten erwarten einen Schub für neue Funktionen und eine größere Auswahl an Matter-kompatiblen Geräten von Drittherstellern.
Dieses Fundament soll Apple helfen, im Wettbewerb mit Amazon und Google zu bestehen – mit einem überzeugenden Versprechen: Zuverlässigkeit und nahtlose Interoperabilität. Während der Matter-Standard weiter wächst, ist Apples modernisierte Home-Architektur bereit für die nächste Generation smarter Geräte.
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