Der Tech-Riese Apple bestätigt erstmals spürbare Preisdruck in seiner Lieferkette. Grund sind die explodierenden Kosten für Speicherchips, getrieben vom globalen KI-Boom. Für das nächste iPhone will das Unternehmen die Zusatzkosten dennoch schlucken – eine strategische Wette auf Marktanteile.
KI-Boom treibt Komponentenpreise in die Höhe
Auf der Konferenz zum Geschäftsbericht für das erste Quartal 2026 räumte Apple-Chef Tim Cook ein, was die Branche längst ahnte: Die Preise für DRAM- und NAND-Flash-Speicher steigen massiv. Diese Entwicklung gefährdet die sonst robusten Margen des Konzerns. „Die derzeitige Quartalsprognose stellt uns vor größere Herausforderungen“, so Cook. Der Grund ist ein fundamentaler Wandel in der Halbleiterindustrie.
Hersteller wie Samsung und SK Hynix konzentrieren ihre Produktion zunehmend auf teure High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) für KI-Rechenzentren. Das knappt das Angebot für Standard-Smartphone-Speicher ein. Berichten zufolge fordern Zulieferer inzwischen Preisaufschläge von bis zu 100 Prozent. Apple, das normalerweise durch langfristige Verträge und enorme Einkaufsmacht geschützt ist, muss nun sogar vierteljährlich neu verhandeln – ein deutliches Zeichen für die Marktvolatilität.
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iPhone-Preis soll stabil bleiben – Mac-Upgrades könnten teurer werden
Trotz der Belastung plant Apple, den Einstiegspreis des für Herbst 2026 erwarteten iPhone 18 bei umgerechnet 799 Euro zu halten. Das berichten Analysten wie Ming-Chi Kuo. Diese Strategie zielt darauf ab, die installierte Basis der iPhones weiter auszubauen, insbesondere in preissensiblen Märkten wie Indien und China.
Die aufgefangenen Mehrkosten will der Konzern offenbar durch sein profitables Services-Geschäft mit iCloud, Apple Music und TV+ ausgleichen. Für andere Produktlinien könnte diese Kulanz jedoch enden. Branchengerüchten zufolge prüft Apple Preiserhöhungen für Arbeitsspeicher-Upgrades bei seinen Mac-Computern. Vor allem die teuren 32GB- und 64GB-Konfigurationen für Kreativprofis dürften betroffen sein.
Eine Branche unter Druck
Apples Reaktion gilt als Gradmesser für die gesamte Consumer-Electronics-Branche. Wenn schon der marktbeherrschende Konzern seine Hardware-Margen unter Druck sieht, stehen kleinere Wettbewerber vor noch härteren Entscheidungen: Preise erhöhen oder bei der Ausstattung sparen.
Apple geht das Risiko ein, in der Hoffnung, dass sich der Speichermarkt bis 2027 wieder entspannt, wenn neue Fabrikkapazitäten online gehen. Ob diese Wette aufgeht, wird sich an den Quartalszahlen des Konzerns und der Akzeptanz des iPhone 18 zeigen.





