Apple bringt Hörgerät-Funktion für AirPods Pro nach Europa

Apple weitet die klinisch geprüfte Hörhilfe der AirPods Pro auf Italien, Rumänien und Tschechien aus. Neue Modelle und Preissenkungen begleiten den Launch.

Apple hat sein Hörgerät-Feature für die AirPods Pro am 12. Mai 2026 in drei weitere EU-Länder gebracht. Kunden in Italien, Rumänien und Tschechien können die klinisch geprüfte Funktion nun nutzen.

Die Software-Aktualisierung verwandelt die kabellosen Ohrhörer in medizinische Hörhilfen – und das ohne Rezept. Möglich ist das auf den AirPods Pro 2 und den neueren AirPods Pro 3, sofern sie mit einem iPhone ab iOS 26 gekoppelt sind.

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Neue Hardware, günstigere Preise

Die AirPods Pro 3 kosten offiziell 249 Euro (249 US-Dollar) und bringen Neuerungen mit: einen integrierten Herzfrequenzsensor, die Schutzklasse IP57 gegen Staub und Wasser sowie Live-Übersetzungen in zehn Sprachen.

Doch während Apple an den offiziellen Preisen festhält, drücken Händler kräftig nach. Anfang der Woche fiel der Preis für die AirPods Pro 3 auf rund 200 Euro. Die AirPods 4 waren zeitweise für nur 99 Euro zu haben. Selbst die AirPods Max 2 – mit H2-Chip und verbesserter Geräuschunterdrückung – verbilligten sich am 12. Mai auf 510 Euro.

watchOS 26.5: Sicherheit und Stabilität

Parallel zur Hörgerät-Erweiterung rollt Apple auch neue Gesundheitsfunktionen für die Apple Watch aus. In Israel können Nutzer der Series 9, Ultra 2 oder neuerer Modelle ab sofort Bluthochdruck-Warnungen aktivieren – Voraussetzung sind 30 Tage gespeicherte Herz- und Aktivitätsdaten.

Das am 11. Mai veröffentlichte watchOS 26.5 bringt zudem das Pride Luminance Zifferblatt mit 70 Farbvarianten. Der Fokus lag aber auf der Sicherheit: Über 30 Schwachstellen in Kernel, WebKit und ImageIO wurden geschlossen. Auch lästige Fehler bei iMessage und SMS im Dual-SIM-Betrieb sowie Probleme mit Workout-Audio sind behoben.

Die nächste große Version, watchOS 27, wird voraussichtlich am 8. Juni 2026 auf der WWDC vorgestellt.

Zukunft der Wearables: Kein Touch ID, dafür KI

Interne Berichte deuten auf einen Strategiewechsel hin. Bei der Apple Watch Series 12, die für September 2026 erwartet wird, hat Apple offenbar die Pläne für einen Touch-ID-Sensor aufgegeben. Stattdessen setzen die Ingenieure auf KI-Funktionen und eine längere Akkulaufzeit durch effizientere LTPO-OLED-Displays und eine neue Batteriechemie.

Noch ambitionierter sind die Pläne für die AirPods Ultra: Bloomberg zufolge befinden sie sich in der Design-Validierungsphase. Die Besonderheit: Integrierte Infrarotkameras sollen als „Augen“ für eine verbesserte Siri-Version dienen. Nutzer könnten dann per Sprachbefehl Fragen zu Objekten oder Sehenswürdigkeiten stellen, die sie gerade betrachten. Ursprünglich für Anfang 2026 geplant, wird der Launch nun für September erwartet.

MacBook Neo: Preisdruck durch Chip-Krise

Während die Wearable-Sparte auf Gesundheit und KI setzt, kämpft die Computerabteilung mit steigenden Kosten. Der MacBook Neo – mit 13-Zoll-Display und A18-Pro-Chip das günstigste Apple-Notebook – steht im Zentrum einer internen Preisdebatte.

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Grund sind die um 90 Prozent gestiegenen DRAM-Preise im ersten Quartal 2026. Apple erwägt daher, das 256-GB-Einstiegsmodell für 699 Euro zu streichen. Dann würde die Serie erst ab 799 Euro (512 GB inklusive Touch ID) starten.

Trotz der Kostenprobleme hat Apple die Produktion des Neo auf zehn Millionen Einheiten verdoppelt, um die hohe Nachfrage zu bedienen. CEO Tim Cook bestätigte zuletzt anhaltende Lieferketten-Engpässe. Am 12. Mai fiel der Preis des MacBook Neo auf ein Rekordtief von 589 Euro – ein Rabatt von 16 Prozent, während Händler ihre Lager räumen.

Analyse: Der Weg zum Gesundheits-Abo

Branchenbeobachter sehen in Apples Vorstoß einen kalkulierten Schachzug: Die Apple Watch und die AirPods sollen vom Luxus-Accessoire zum unverzichtbaren Gesundheitsgerät werden. Mit klinischen Zulassungen in immer mehr Ländern baut Apple eine Mauer gegen Wettbewerber auf, denen die medizinische Zertifizierung fehlt.

Der Verzicht auf Touch ID zugunsten von KI und Akkulaufzeit zeigt, worauf Apple setzt: Gesundheitsdaten und „Visuelle Intelligenz“ sind stärkere Verkaufsargumente als ein Fingerabdrucksensor. Gleichzeitig binden die mehrjährigen Gesundheitsdaten die Nutzer langfristig an das Apple-Ökosystem.

Die Kehrseite: Steigende Komponentenpreise könnten Apple zwingen, die Einstiegspreise für MacBook Neo oder AirPods zu erhöhen. Das wäre gefährlich, denn Konkurrenten locken Studenten und preisbewusste Käufer mit gebündelten Software-Paketen und Gaming-Angeboten im Wert von über 500 Euro.

Ausblick: Ein entscheidendes zweites Halbjahr

Die zweite Jahreshälfte 2026 wird für Apple richtungsweisend. Die WWDC am 8. Juni wird erstmals die KI-Fähigkeiten von watchOS 27 und iOS 27 zeigen – entscheidend für den Erfolg der kamera-bestückten AirPods Ultra.

Im September dürften dann die Apple Watch Series 12 und die Ultra 3 folgen, beide mit erweiterten Satelliten-SOS-Funktionen. Gelingt es Apple, die Chip-Krise zu meistern, wird das Unternehmen seine medizinischen Funktionen weiter ausrollen – in den Nahen Osten und weitere EU-States. Der Weg zum Gesundheitskonzern ist vorgezeichnet.