Apple treibt die Entwicklung seines Wearable-Ökosystems voran: Der Konzern hat die zweite Release-Candidate-Version von watchOS 26.5 an Entwickler und Tester ausgeliefert. Das Update, das bereits am 8. Mai erschien, bringt ein aufwendig gestaltetes „Pride Luminance“-Zifferblatt mit umfangreichen Personalisierungsmöglichkeiten. Parallel dazu weitet Apple erstmals die Bildungskonditionen auf die Apple Watch aus – und verschärft gleichzeitig die Zugangskontrollen.
Farbenfrohe Freiheit am Handgelenk
Das neue Pride Luminance-Zifferblatt ist das Herzstück des Updates. Nutzer können zwischen einem und zwölf Farbtönen aus einer erweiterten Regenbogenpalette wählen. Neu hinzugekommen sind Schwarz, Weiß, Braun und Grau – das ermöglicht deutlich nuanciertere Kombinationen als bisher.
Zwei Layouts stehen zur Wahl: eine vollflächige rechteckige Ansicht, die bis an die Displayränder reicht, und eine kreisförmige Variante. Letztere erlaubt bis zu vier Komplikationen in den Ecken des Bildschirms. Für den Farbverlauf stehen zwei Effekte bereit: der radiale „Starburst“-Gradient oder das lineare „Rectangle“-Muster.
Parallel zum neuen watchOS erscheint auch das iOS 26.5-Update für das iPhone, das ebenfalls wichtige Anpassungen für das System mit sich bringt. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, welche Einstellung Sie nach der Installation unbedingt prüfen sollten, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten
Besonders raffiniert: Die Animation reagiert auf die Bewegung des Handgelenks. Senkt der Nutzer den Arm, schrumpfen die visuellen Elemente – beim Heben dehnen sie sich wieder aus. Die ausgewählten Farbschemata lassen sich per iCloud mit dem iPhone synchronisieren; passend zum Zifferblatt gibt es ein Pride Luminance-Hintergrundbild im begleitenden iOS 26.5-Update.
Feinschliff für die Stabilität
Die zweite Release-Candidate-Version (Build 23F77) behebt einen Fehler im Farbwähler der Pride-Luminance-Hintergrundeinstellungen unter iOS. Solche Detailkorrekturen sind typisch für die letzte Testphase vor der öffentlichen Freigabe, die für kommende Woche erwartet wird.
Neben den optischen Neuerungen enthält watchOS 26.5 diverse Fehlerbehebungen unter der Haube. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der aktuellen Modelle – insbesondere der Series 11 und Ultra 3 – auf hohem Niveau zu halten, ohne die Akkulaufzeit zu beeinträchtigen. Das Update erscheint parallel zu iPadOS 26.5 und unterstreicht Apples Strategie der geräteübergreifenden visuellen Harmonie.
Bildungstarife und strenge Kontrollen
Am 8. Mai integrierte Apple die Watch erstmals in seinen Education Store – und zwar in 21 Ländern, darunter die USA, Kanada, Australien, Hongkong und die Türkei. Für Deutschland gibt es bislang keine offizielle Bestätigung.
Die Preise im Bildungsprogramm: Die Apple Watch Series 11 kostet umgerechnet rund 330 Euro (statt 370 Euro), das SE 3 liegt bei etwa 210 Euro, die Ultra 3 bei rund 660 Euro. Die Rabatte sind moderat, aber für Studenten und Lehrkräfte ein willkommenes Extra.
Allerdings: Mit der Ausweitung endet das „Ehrensystem“ in den USA. Käufer müssen ihren Status künftig über die Plattform UNiDAYS nachweisen – als Student, Lehrer oder Eltern. Das schließt Missbrauch weitgehend aus.
Parallel dazu drücken Händler die Preise: Bei Amazon und Best Buy war die 42-mm-GPS-Version der Series 11 am 9. Mai für umgerechnet rund 275 Euro zu haben – ein Abschlag von knapp 90 Euro zum Startpreis. Titan-Varianten verbilligten sich um bis zu 145 Euro. Solche Aktionen sind typisch für die Mitte eines Hardware-Zyklus, bevor im Herbst die nächste Generation erwartet wird.
Ausblick auf den Sommer
Mit der bevorstehenden Veröffentlichung von watchOS 26.5 richtet sich der Blick bereits auf die WWDC am 8. Juni 2026. Dort dürfte Apple watchOS 27 vorstellen – die nächste große Evolutionsstufe der Plattform.
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Gerüchte deuten auf tiefgreifende Neuerungen hin: KI-Integrationen unter dem Label „Apple Intelligence“, Satellitenfunktionen für Fotos in Nachrichten und erweiterte Karten-Features. Möglich gemacht durch eine Partnerschaft mit Globalstar, das kürzlich von Amazon übernommen wurde.
Auf der Hardware-Seite wird für September 2026 die Apple Watch Series 12 und eine vierte Ultra-Generation erwartet. Spekulationen sprechen vom neuen S12-Chip und der möglichen Rückkehr von Touch ID im Seitenknopf. watchOS 26.5 legt dafür das softwaretechnische Fundament – und gibt den Nutzern bis dahin ein farbenfrohes neues Gesicht für ihr Handgelenk.

