Der Konzern integriert generative KI direkt in die Unternehmensverwaltung und gibt IT-Abteilungen weitreichende Kontrollmöglichkeiten.
Einheitliche Plattform für Unternehmen
Bereits im April startete Apple mit der gebündelten Apple Business-Plattform, die Kommunikation, Geräteverwaltung und Marketing in einer Oberfläche zusammenführt. Das neue Portal, verfügbar seit dem 14. April 2026, ersetzt die bisher getrennten Dienste Business Manager, Business Essentials und Business Connect. Auf der diesjährigen WWDC 2026 präsentierte der Konzern nun tiefgreifende KI-Erweiterungen für die Unternehmensnutzung.
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KI-Governance direkt im MDM
Das Herzstück: Apple integriert generative KI-Steuerung direkt in sein Mobile Device Management (MDM). IT-Administratoren können künftig präzise festlegen, welche KI-Modelle auf Unternehmensgeräten laufen dürfen, auf welche Daten sie zugreifen und wie KI-generierte Inhalte gespeichert oder übertragen werden. Das MDM selbst bleibt weltweit kostenlos.
Für Unternehmen mit gemischten Geräteflotten arbeitet die Plattform weiterhin mit Drittanbietern wie Microsoft Intune zusammen. So lassen sich Apple- und Windows-Geräte aus einer Konsole verwalten, während Microsoft Entra ID für Authentifizierung und Zugriffskontrolle sorgt.
In der DACH-Region fehlten beim Start allerdings einige Funktionen – darunter spezielle E-Mail-, Kalender- und Verzeichnisdienste sowie erweiterter iCloud-Speicher und AppleCare+ for Business.
Siri AI als systemweite Schnittstelle
Mit „Siri AI“ führt Apple einen komplett neu gedachten Assistenten ein, der in iOS 27 und macOS 27 Golden Gate zum Einsatz kommt. Siri AI agiert als systemweite Schnittstelle und kann Daten aus verschiedenen Apps abrufen sowie geräteübergreifende Arbeitsabläufe ausführen.
Für Geschäftskunden besonders relevant: Die neue „Call Context“-Funktion blendet während beruflicher Telefonate automatisch relevante Informationen aus E-Mails und Nachrichten ein. Die überarbeitete Passwords-App aktualisiert schwache Kennwörter eigenständig. Entwickler erhalten mit App Intents und App Schemas neue Frameworks, um ihre Anwendungen über Siri und Spotlight durchsuchbar zu machen.
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Partnerschaft mit Google
Für cloudbasierte KI-Verarbeitung setzt Apple auf eine Partnerschaft mit Google. Der Konzern nutzt eine angepasste Version des Gemini-Modells. Branchenkreisen zufolge liegen die Lizenzkosten bei umgerechnet rund 920 Millionen Euro pro Jahr.
Strenge Hardware-Anforderungen
Die neuen KI-Funktionen unter dem Label „Apple Intelligence“ stellen hohe Hardware-Hürden. Auf dem Mac benötigt Siri AI mindestens einen M3-Chip und 12 GB RAM – das bedeutet das endgültige Aus für Intel-Macs unter macOS 27 Golden Gate. Bei iPhones sind grundlegende Funktionen ab dem iPhone 15 Pro verfügbar, anspruchsvolle On-Device-Modelle setzen ebenfalls 12 GB Arbeitsspeicher voraus.
Zeitplan und Führungswechsel
Entwickler-Betas stehen seit der Ankündigung am 10. Juni 2026 zur Verfügung. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der finale Release der neuen Betriebssysteme ist für September 2026 geplant.
Die Plattform-Updates fallen in eine phase des Umbruchs: Tim Cook, der die neue KI-Strategie auf der WWDC persönlich vorstellte, wird planmäßig am 1. September 2026 als CEO zurücktreten. Sein Nachfolger wird John Ternus.

