Apple-Chips blockiert: 1 Milliarde Dollar Wert lagert bei TSMC

Fehlende LPDDR5X-Speicher stoppen die Fertigstellung von Apples A20-Pro-Prozessoren bei TSMC. Die Knappheit belastet die Apple-Aktie und droht den iPhone-18-Start zu verzögern.

Die Halbleiterfertigung des kommenden iPhone-Prozessors stößt auf unerwartete Hindernisse. Beim Auftragsfertiger TSMC lagern derzeit fertig produzierte Apple-Silicon-Chips des Typs A20 Pro im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar, die aufgrund fehlender Speicherbausteine nicht finalisiert werden können. Ein Mangel an kritischem LPDDR5X-DRAM blockiert den abschließenden Verpackungsprozess der High-End-Komponenten.

Produktionsstopp beim 2-Nanometer-Verfahren

Die für das zukünftige iPhone 18 Pro vorgesehenen A20-Pro-Chips wurden bereits erfolgreich auf Basis des fortschrittlichen N2-Knotens (2nm) gefertigt. Berichten zufolge sei die Ausbeute in der Produktion gut, doch die Fertigstellung im sogenannten Wafer-Level-Multi-Chip-Modul-Verfahren (WMCM) ist ins Stocken geraten. Ohne die passenden LPDDR5X-Speichermodule kann das Packaging nicht abgeschlossen werden, was dazu führt, dass die Prozessoren in den Lagern von TSMC verbleiben.

Diese Verzögerung spiegelt sich bereits in den Geschäftszahlen des Fertigers wider. Für das zweite Quartal 2026 meldete TSMC einen Umsatz von 40,2 Milliarden US-Dollar. Die Lagerbestände des Unternehmens stiegen in diesem Zeitraum um sieben Tage auf insgesamt 87 Tage an, was unter anderem auf die blockierten Apple-Bestände zurückzuführen ist.

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Auswirkungen auf den iPhone-Launch und Apple-Finanzen

Apple bereitet sich bereits auf Lieferengpässe zum geplanten Marktstart des iPhone 18 Pro vor. Das Unternehmen plant laut Branchenberichten eine Gesamtproduktion von 200 Millionen Einheiten der iPhone-18-Serie, wobei die Ultra-Modelle einen Anteil von weniger als 10 Prozent ausmachen sollen. Von den Verzögerungen sind auch die chinesischen Auftragsfertiger BYD und Foxconn betroffen, die für die Endmontage der Geräte zuständig sind.

Trotz starker Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026, in dem der Umsatz um 16,4 Prozent auf 109,42 Milliarden US-Dollar und der iPhone-Umsatz um 21,7 Prozent auf 54,25 Milliarden US-Dollar stieg, geriet die Apple-Aktie unter Druck. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse am 30. Juli verzeichnete das Papier Kursverluste, da die Prognose für das vierte Quartal mit einem erwarteten Wachstum von 9 bis 11 Prozent hinter den Analystenerwartungen von 12 Prozent zurückblieb. Marktanalysten führen die Herabstufung der Aktie auch auf die Inflation bei Speicherchips und die drohenden Lieferengpässe zurück. Apple hat bereits reagiert und die Preise aufgrund der Knappheit angepasst.

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Globale Speicherknappheit durch KI-Nachfrage

Der Mangel an LPDDR5X-DRAM ist Teil einer umfassenderen Krise auf dem Speichermarkt. Die enorme Nachfrage nach KI-Hardware führt dazu, dass Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron ihre Kapazitäten vorrangig für High Bandwidth Memory (HBM) und Server-Speicher nutzen. Branchenanalysten zufolge sind die DRAM- und HBM-Kapazitäten dieser Anbieter für das gesamte Jahr 2027 bereits vollständig ausgebucht. Dies wird die Versorgung mit Speicher für Konsumentenprodukte in den kommenden Monaten deutlich reduzieren.

Apple sucht derzeit nach alternativen Speicherlieferanten, um die Engpässe zu überbrücken. In diesem Zusammenhang stehen Verhandlungen mit dem Anbieter CXMT im Fokus, wobei Apple auf Preissenkungen für DRAM-Lieferungen drängt. CXMT, das erst am 27. Juli an die Börse ging und seinen Marktwert kurz darauf massiv steigern konnte, plant zudem den Einstieg in den Markt für LPDDR6-Chips, um die etablierte Konkurrenz herauszufordern.