Apple hat umfassende Aktualisierungen für seine Kreativsuite Creator Studio sowie die Büroanwendungen der iWork-Reihe angekündigt. Die neuen Versionen sollen im November erscheinen und für Bestandskunden als kostenloses Update bereitgestellt werden.
Im Zentrum der Neuerungen stehen erweiterte Schnittstellen, neue Werkzeuge für die Bild- und Videobearbeitung sowie KI-gestützte Assistenten, die Arbeitsabläufe über mehrere Programme hinweg beschleunigen sollen.
Erweiterte Videobearbeitung und engere Verzahnung mit Pixelmator Pro
Die Videoschnittsoftware Final Cut Pro für den Mac erhält eine direkte Integration von MotionVFX. Die Plug-in-Sammlung, die Apple im früheren Verlauf des Jahres 2026 übernommen hatte und zuvor 29 US-dollar pro Monat kostete, steht nun ohne Aufpreis bereit. Sie liefert Tausende Effekte, Vorlagen, Titel, Übergänge und Grafiken sowie Funktionen für Rotoscoping, Tracking und Farbkorrektur. Zudem ergänzt Apple das Schnittprogramm um einen sogenannten Content Hub mit kuratierten Stockvideos, Fotos und Hintergründen.
Gleichzeitig verbessert sich der Workflow zwischen Final Cut Pro und Pixelmator Pro: Bilder aus der Timeline lassen sich direkt in Pixelmator Pro öffnen und bearbeiten, ohne dass ein erneuter Import erforderlich ist. Final Cut Pro bietet zudem mehr Optionen beim Keyframe-Easing, erlaubt das Lösen von Clips aus der primären Storyline und unterstützt 23 neue Transkriptionssprachen.
Für den Betrieb auf dem Mac setzt Final Cut Pro mindestens macOS 26.6 voraus; auf dem Tablet werden iPadOS 26.6 sowie mindestens ein A16-, A17-Pro- oder M1-Chip verlangt. Pixelmator Pro selbst wird um die Funktion Super Resolution und das Werkzeug Generate Fill ergänzt, das eine promptbasierte Bildbearbeitung über natürliche Sprache ermöglicht und Beleuchtung, Perspektive sowie Texturen angleicht.
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KI-Assistenten für Logic Pro und die iWork-Programme
In der Musikproduktionssoftware Logic Pro für Mac führt Apple einen neuen Assistenten in einer Beta-Phase ein, der auf Modellen von Apple und OpenAI basiert. Er erfordert ein System mit Apple-Intelligence-Unterstützung unter macOS 27 und steht vorerst ausschließlich in US-Englisch zur Verfügung.
Logic Pro erhält ferner einen überarbeiteten Browser mit Splice-Bibliothek, ein neues Design, ein Producer-Pack von Sergio George und einen erweiterten Stem Splitter, der nun Schlagzeugspuren ohne vorliegende Original-Multitracks isolieren kann.
Auch Keynote, Pages und Numbers erhalten integrierte KI-Assistenten im Beta-Status, die auf Apple- und OpenAI-Modelle zugreifen und den jeweiligen Dokumentkontext berücksichtigen. Keynote kann Folien automatisiert gestalten, animieren und verfeiner, während Pages Texte entwirft, restrukturiert und überarbeitet.
Numbers übernimmt Berechnungen, visualisiert und organisiert Daten, schlägt passende Diagrammtypen vor und erstellt Tabellenstrukturen. Die iWork-Assistenten setzen iOS, iPadOS oder macOS in der Version 27 voraus und sind ebenfalls auf US-Englisch beschränkt.
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Unter macOS 27 ermöglicht die MCP-Unterstützung zudem externen KI-Agenten von Drittanbietern den Zugriff auf entsprechende Schnittstellen. In Keynote wird zusätzlich das Interchange Format (.keyx) eingeführt, ein offenes JSON-basiertes Format für den Ex- und Import mit Drittsoftware.
Neuerungen in Motion, Compressor und Freeform sowie Preisstruktur
Die Animationssoftware Motion wird um MotionVFX-Plug-ins für Farbkorrektur, 3D-Kamera-Tracking, Ein-Klick-Auswahlen und Displacement-Filter ergänzt. Compressor unterstützt das Kodieren von Cinematic-Mode-Videomaterial des iPhone 18 Pro und iPhone Duo. Die Whiteboard-App Freeform erhält neue Textstile sowie Hintergrundfarben; für Dezember sind dort zudem Werkzeuge zur Bildbearbeitung über Pixelmator Pro sowie Formen aus Text angekündigt.
Die Grundfunktionen der iWork-Anwendungen bleiben weiterhin kostenlos verfügbar. Der Zugriff auf den Intelligent Assistant sowie neue Vorlagen, Themen und kuratierte Videos setzt jedoch ein Abonnement von Creator Studio voraus. Dieses schlägt regulär mit 12,99 US-Dollar pro Monat oder 129 US-Dollar pro Jahr zu Buche, während für den Bildungsbereich 2,99 US-Dollar pro Monat beziehungsweise 29,99 US-Dollar pro Jahr berechnet werden.
Beim Neukauf eines Mac oder iPad sind drei Gratismonate enthalten, regulär gibt es einen Gratismonat. Die Programme können auch weiterhin einzeln erworben werden: Final Cut Pro kostet 299,99 US-Dollar, Logic Pro 199,99 US-Dollar, Pixelmator Pro, Motion und Compressor jeweils 49,99 US-Dollar sowie MainStage 29,99 US-Dollar.
Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Updates Creator Studio With New Tools and AI Features“

