Apple droht Face ID beim faltbaren iPhone zu streichen

Analystenberichten zufolge verzichtet Apple beim ersten faltbaren iPhone auf Face ID zugunsten einer schlankeren Bauweise. Touch ID in der Seitentaste soll die Gesichtserkennung ersetzen.

Apple könnte bei seinem ersten faltbaren iPhone auf Face ID verzichten. Das berichten Branchenanalysten und Leaks aus der Lieferkette. Statt der Gesichtserkennung soll eine modernisierte Version von Touch ID in der Seitentaste zum Einsatz kommen. Der Grund: Platzmangel.

Der Kampf um jeden Millimeter

Das Problem ist die Technik selbst. Das TrueDepth-Kamerasystem für Face ID benötigt viel Bauraum. Für das als „iPhone Fold“ erwartete Gerät strebt Apple jedoch eine extreme Schlankheit an. Im aufgeklappten Zustand soll es nur 4,5 bis 4,8 Millimeter dick sein.

Anzeige

Fachbegriffe wie Face ID, Touch ID oder TrueDepth können gerade für Einsteiger verwirrend sein. Dieses kostenlose Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Apple-Begriffe verständlich und mit Aussprachehilfen. In 10 Minuten die Apple-Sprache verstehen

Analyst Ming-Chi Kuo bestätigt diese Ambitionen. Um diese Maße zu erreichen, muss das komplexe Sensoren-Array weichen. Sonst leidet entweder die Stabilität des Gehäuses oder die Akkulaufzeit. Face ID passt schlicht nicht in das ultradünne Design.

Touch ID feiert sein Comeback

Als Ersatz setzt Apple offenbar auf einen alten Bekannten: Touch ID. Der Fingerabdrucksensor soll direkt in den Power-Button integriert werden. Diese Technik nutzt der Konzern bereits bei iPad Air und iPad mini.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Nutzer können das Gerät so sowohl geöffnet als auch geschlossen mit derselben natürlichen Bewegung entsperren. Laut Bloomberg und Leaks vom Partner Luxshare ICT laufen die Arbeiten an den speziellen, schmalen Modulen bereits.

Hole-Punch statt Dynamic Island

Der Verzicht auf Face ID verändert auch das Display radikal. Ohne die vielen Sensoren entfällt die Notch oder die Dynamic Island. Stattdessen zeigt sich ein kleines Loch für die Frontkamera – ein sogenanntes Hole-Punch.

CAD-Leaks deuten auf ein nahezu ununterbrochenes 7,8-Zoll-Innendisplay hin. Das Außendisplay soll etwa 5,5 Zoll messen. Eine neue In-Cell-Touch-Technologie könnte die Bildschirmdicke um 20 Prozent reduzieren und den störenden Mittelfalten-Effekt minimieren.

Ist das ein Rückschritt oder kluges Design?

Klingt der Verzicht auf ein Premium-Feature wie Face ID nicht riskant? Vor allem bei einem erwarteten Preis von über 2.000 US-Dollar. Apple scheint dennoch auf Handlichkeit und Ästhetik zu setzen.

Anzeige

Ob faltbar oder klassisch – wer beim Umstieg auf ein neues iPhone-Modell keine Fehler machen möchte, findet in diesem Ratgeber eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung. Kostenloses iPhone Starterpaket jetzt sichern

Der Konzern tritt spät in den Foldable-Markt ein. Seine Strategie: nicht der Erste, sondern der Beste zu sein. Mit dem Fokus auf ein ultradünnes, faltenarmes Design will sich Apple von Wettbewerbern wie Samsung abheben. Touch ID wird dabei zum notwendigen Opfer für das überlegene Gesamtpaket.

Was im Herbst 2026 erwartet wird

Eine offizielle Bestätigung steht zwar aus, doch die Hinweise auf eine Vorstellung im September 2026 mehren sich. Das iPhone Fold würde dann neben der iPhone-18-Serie als neue Top-Kategorie erscheinen.

Angetrieben vom A20-Chip und mit 12 GB RAM soll es eine modifizierte iOS-Version erhalten. Diese ermöglicht iPad-ähnliches Multitasking. Während die Massenproduktion vorbereitet wird, bleibt spannend, wie Apple-Fans auf das Fehlen von Face ID reagieren. Setzt der Konzern damit erneut einen neuen Standard?