Berichten von Bloomberg vom 10. August 2026 zufolge prüft der Technologiekonzern Apple derzeit die Entwicklung eines neuen Wearables, das ohne eigenes Display auskommt. Das Gerät soll sich als minimalistischer Fitness-Tracker positionieren und damit in direkte Konkurrenz zu Anbietern wie Whoop oder dem Modell Fitbit Air treten. Laut Mark Gurman zielt Apple mit dieser Erwägung auf ein Marktsegment ab, das eine längere Akkulaufzeit und einen Fokus auf reine Gesundheitsdaten gegenüber einem vollwertigen Smartwatch-Bildschirm bevorzugt.
Fokus auf Gesundheitsdaten und minimalistisches Design
Das geplante Gerät befindet sich den Berichten nach noch in einer frühen Entwicklungsphase. Ziel sei es, einen Tracker anzubieten, der preislich unterhalb der Apple Watch SE positioniert ist. Die vom Armband erfassten Gesundheitsdaten sollen zur Auswertung direkt an das iPhone gesendet werden. Apples Designteam beschäftige sich bereits seit etwa einem Jahr mit Wearables ohne Anzeige, um das Portfolio für Nutzer zu erweitern, die keine Ablenkung durch Benachrichtigungen am Handgelenk wünschen.
Zusätzlich zur Hardware-Entwicklung werde die Health-App von Apple zunehmend auf Funktionen mit künstlicher Intelligenz ausgerichtet. Für das kommende Betriebssystem watchOS 27 sei zudem ein sogenannter „Workout Buddy“ geplant, der unabhängig vom iPhone operieren könne. Ob und wann der bildschirmlose Tracker tatsächlich auf den Markt kommt, ist bislang nicht entschieden; Branchenexperten halten eine Umsetzung der Pläne im Zeitraum zwischen 2027 und 2028 für möglich. Eine Ankündigung während des bevorstehenden Events im September 2026 wird indes nicht erwartet.
Wer sich mit dem Thema Apple-Wearables befasst, weiß, wie wichtig das Zusammenspiel mit dem Smartphone ist. Dieser kostenlose Ratgeber erklärt alles, was Sie für den optimalen Start mit Ihren Geräten wissen müssen. Kostenlosen Starter-Ratgeber für Ihr Apple-Gerät herunterladen
Marktumfeld und Wettbewerb im Segment der Basis-Tracker
Der Markt für Fitness-Bänder ohne Display verzeichnete zuletzt ein deutliches Wachstum. Während Smart Rings im Jahr 2025 über 4 Millionen Einheiten absetzten, konnte der Konkurrent WHOOP im selben Jahr einen Umsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar erzielen. Apple-Manager wie Eddy Cue nutzen Berichten zufolge bereits privat Produkte von Whoop und Oura, was das Interesse innerhalb des Konzerns an diesem Formfaktor unterstreicht.
Als direkter preislicher Bezugspunkt gilt das Fitbit Air, das für 99,99 US-Dollar vertrieben wird, lediglich 12 Gramm wiegt und eine Akkulaufzeit von sieben Tagen bietet. Ein weiteres Konkurrenzprodukt im hochwertigen Segment ist das Garmin CIRQA für 199,99 US-Dollar. In Indien, einem der weltweit größten Wachstumsmärkte, wird das Gesamtvolumen für Wearables im Jahr 2026 auf 3,62 Milliarden US-Dollar geschätzt. Apples aktueller Marktanteil liegt dort bei rund 0,5 Prozent, was Spielraum für günstigere Einstiegsgeräte lässt.
Fachbegriffe rund um das Apple-Ökosystem können für Einsteiger oft verwirrend sein, egal ob es um Hardware oder Software geht. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe in einfachen Worten und sorgt für mehr Sicherheit im digitalen Alltag. In 10 Minuten die Apple-Sprache verstehen
Erweiterung der Apple-Watch-Modellreihe für 2026 und 2027
Parallel zu den Überlegungen für einen neuen Tracker bereitet Apple die Einführung der nächsten Smartwatch-Generation vor. Im September 2026 sollen die Apple Watch Series 12 (intern unter den Kennungen N237 und N238 geführt) sowie die Apple Watch Ultra 4 (N240) erscheinen. Diese Modelle werden voraussichtlich mit dem neuen T8320-Chip ausgestattet, behalten jedoch das bisherige Design bei und bieten vor allem Leistungsverbesserungen sowie neue Farbvarianten.
Apples Wearable-Sparte zeigte sich zuletzt robust: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Verkäufe der Apple Watch um 21 Prozent, während der Umsatz in diesem Segment um 7 Prozent wuchs. Langfristig erwägt der Konzern zudem weitere Optionen, um die Marktführerschaft zu festigen. Dazu gehören zusätzliche Premium-Modelle oberhalb der Ultra- und Hermès-Varianten, eine optionale Keramik-Version sowie neue Gehäusegrößen. Auch eine runde Anzeige für die Apple Watch sei im Rahmen von Designstudien geprüft worden, eine Umsetzung gelte jedoch zum aktuellen Zeitpunkt als unwahrscheinlich. Eine neue Generation der Apple Watch SE wird frühestens für das Jahr 2027 erwartet.

