Apple erhöht Preise für 14 Produkte: MacBook Air +200 Dollar

Apple verlängert Lagerzeiten für Displays und erhöht Preise für Macs und iPads. DRAM-Mangel und steigende Speicherkosten belasten die Lieferkette.

Angesichts global steigender Preise und einer anhaltenden Instabilität in den Lieferketten hat der Technologiekonzern Apple eine umfassende Strategie zur Bevorratung kritischer Hardware-Komponenten eingeleitet. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, reagiert das Unternehmen damit auf signifikante Kostensteigerungen bei Schlüsselbauteilen, insbesondere im Bereich der Display-Technologie und bei Speichermodulen.

Ausweitung der Lagerhaltung und Lieferketten-Anpassung

Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Verlängerung der Lagerhaltungsdauer für Display-Panels. Seit dem zweiten Quartal 2026 hat Apple den Zeitraum für die Bevorratung dieser Komponenten von bisher vier auf nun sechs Wochen erhöht. Als Zulieferer für diese Panels fungieren weiterhin Samsung Display, LG Display sowie BOE. Diese Maßnahme dient primär der Absicherung gegen weitere Preisschwankungen und mögliche Engpässe bei den Displays.

Parallel dazu sieht sich der Konzern mit einer Verschärfung der allgemeinen Angebotsbeschränkungen konfrontiert. CFO Parekh wies darauf hin, dass die Engpässe in der Lieferkette zunehmen. Infolgedessen wird Apple voraussichtlich die Hardware-Auslieferungen für das Jahr 2026 reduzieren müssen. Grund hierfür ist vor allem ein gravierender Mangel an DRAM-Speicher. Diese Knappheit betrifft eine breite Palette der Produktpalette, darunter den Mac Studio, den Mac mini, das MacBook Air sowie die kommenden iPhone-Generationen.

Massive Preissteigerungen bei Speichermedien und Endgeräten

Die Kosten für Speicherchips haben sich laut vorliegenden Analysen seit Beginn des Jahres 2025 um das Fünf- bis Siebenfache erhöht. Allein im ersten Quartal 2026 stiegen die RAM-Preise um 98 Prozent, wobei für das zweite Quartal mit weiteren Steigerungen zwischen 58 und 63 Prozent gerechnet wurde. Marktforscher von TrendForce gehen davon aus, dass die Produktionskosten für ein iPhone 18 Pro mit 256 Gigabyte Speicherplatz aufgrund dieser Entwicklung um 38 Prozent steigen werden.

Apple hat bereits mit Preisanpassungen bei Endgeräten auf diese Entwicklung reagiert. Im Juni 2026 wurden die Preise für insgesamt 14 Produkte erhöht. Betroffen waren unter anderem Macs und iPads:
* Das MacBook Air verteuerte sich von 1.099 US-Dollar auf 1.299 US-Dollar.
* Das MacBook Pro stieg preislich von 1.699 US-Dollar auf 1.999 US-Dollar.
* Das iPad wurde von 349 US-Dollar auf 449 US-Dollar angehoben, während das iPad Pro nun 1.199 US-Dollar statt zuvor 999 US-Dollar kostet.

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Für die kommende iPhone-Generation, insbesondere das iPhone 18 Pro, werden Preiserhöhungen ab September erwartet. Zudem wird spekuliert, dass das iPhone 18 Pro, das Pro Max sowie ein mögliches faltbares iPhone Ultra aufgrund der Komponentenknappheit nur in limitierten Stückzahlen verfügbar sein könnten.

Finanzielle Entwicklung und operative Einschätzungen

Trotz der schwierigen Beschaffungssituation konnte Apple für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 109,42 Milliarden US-Dollar ausweisen, was einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit wurden die Markterwartungen von 108,65 Milliarden US-Dollar übertroffen. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 2,02 US-dollar, die Bruttomarge lag bei 50,1 Prozent. Die Quartalsdividende wurde auf 0,27 US-Dollar festgesetzt.

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Für das vierte Quartal gab das Unternehmen eine Prognose für ein Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent im Jahresvergleich ab, was jedoch hinter den ursprünglichen Analystenerwartungen von 12,1 Prozent zurückbleibt. An der Börse notierte die Apple-Aktie zuletzt bei 306,27 US-Dollar.

Der Analyst Ming-Chi Kuo ordnete die aktuelle Lage dahingehend ein, dass Apple seine Prozessorproduktion üblicherweise drei Monate im Voraus plane. Er widersprach Berichten, wonach Apple-Chips im Wert von einer Milliarde US-Dollar bei TSMC aufgrund von Verpackungsproblemen feststecken würden. Laut Kuo bedeute die Reduzierung der Lieferungen keinen generellen Produktrückstau, sondern sei eine Reaktion auf die Marktbedingungen. Zur Diversifizierung der Lieferkette teste Apple zudem derzeit Speicherchips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte, die für den chinesischen Markt bestimmt sind, wobei US-Regulierungen hierbei den Kauf auf Standardkomponenten beschränken.