Apple erhöht Preise: MacBook Air +200 Euro, Mac Studio +450 Euro

Apple hebt Preise für Macs, iPads und Heimgeräte an. Grund ist eine beispiellose Krise am Speicherchip-Markt. Die Aktie reagiert mit Kursverlusten.

Apple hat am 25. Juni 2026 die Preise für fast sein gesamtes Hardware-Portfolio angehoben. Macs, iPads und Heimgeräte werden teils hunderte Euro teurer. Grund ist eine beispiellose Krise am Speicherchip-Markt.

Mac und iPad: Deutliche Aufschläge bei fast allen Modellen

Die Anpassungen betreffen sowohl Einsteiger- als auch Profi-Geräte. Das MacBook Neo kostet nun 699 Euro – ein Aufschlag von rund 90 Euro. Noch stärker trifft es Käufer des 13-Zoll MacBook Air: Statt bisher 1.099 Euro werden jetzt 1.299 Euro fällig. Das 14-Zoll MacBook Pro mit 1TB Speicher legte um 270 Euro auf 1.999 Euro zu.

Besonders heftig fallen die Preissprünge bei den Profi-Desktops aus. Das Mac Studio mit M4 Max Chip kostet nun 2.499 Euro – ein Plus von 450 Euro. Die M3 Ultra Variante verteuerte sich um satte 1.170 Euro auf 5.299 Euro.

Auch die iPad-Reihe bleibt nicht verschont. Das Basismodell startet jetzt bei 449 Euro, ein Anstieg von 90 Euro gegenüber dem bisherigen Preis von 349 Euro. Das iPad Air kletterte auf 749 Euro, das 11-Zoll iPad Pro von 999 auf 1.199 Euro.

Neben Computern und Tablets zogen auch die Heimgeräte an: Der Apple TV 4K kostet nun 199 Euro, der HomePod mini 129 Euro. Die Vision Pro verteuerte sich um 180 Euro auf 3.699 Euro.

Speicherchip-Krise treibt Kosten in die Höhe

Apple-CEO Tim Cook begründete die Preisanpassungen mit einer beispiellosen Krise am Speicherchip-Markt. Mitte Juni 2026 sprach Cook von einer „Jahrhundertflut“ und betonte, dass die Komponentenpreise untragbare Niveaus erreicht hätten.

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Die Branchendaten untermauern diese Einschätzung. Die Vertragspreise für DRAM-Speicher stiegen im ersten Quartal 2026 um rund 98 Prozent. Marktforscher von TrendForce erwarten für das zweite Quartal einen weiteren Anstieg zwischen 58 und 63 Prozent.

Haupttreiber der Nachfrageflut sind KI-Rechenzentren, die sogenannten High-Bandwidth Memory (HBM) benötigen. Diese Chips verbrauchen die dreifache Wafer-Kapazität im Vergleich zu Standard-DDR5-Speicher. Analysten von Micron warnen, dass die Angebotsknappheit bis 2028 anhalten könnte – neue Fabriken werden frühestens 2027 online gehen.

Schätzungen zufolge machen die Speicherkosten inzwischen 25 Prozent der gesamten Materialkosten bei Unterhaltungselektronik aus.

Börse reagiert verhalten – iPhone-Preise weiter im Fokus

Nach Bekanntgabe der Preiserhöhungen am 25. Juni 2026 fielen Apple-Aktien zwischen drei und sechs Prozent im Tageshandel. Trotz des Kursrückgangs bleiben mehrere Wall-Street-Häuser optimistisch. Analysten von Bank of America und Wedbush gehen davon aus, dass Apple durch die Preisanpassungen seine Margen schützen kann, ohne entscheidend Kunden zu verlieren.

Während iPhone, Apple Watch und AirPods in den USA vorerst unverändert blieben, könnte sich das bald ändern. In einigen internationalen Märkten, darunter Frankreich, stiegen die Preise für das iPhone 17 bereits Anfang der Woche.

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Der Fokus liegt nun auf dem iPhone 18, das für September 2026 erwartet wird. Bereits am 17. Juni deutete Tim Cook an, dass Preiserhöhungen angesichts der Chip-Krise kaum vermeidbar seien.

Die Prognosen gehen auseinander: J.P. Morgan rechnet mit einem moderaten Aufschlag von 50 bis 100 Euro für das iPhone 18 Pro – möglicherweise abgefedert durch Apples eigene Modems. TechInsights und andere Marktbeobachter erwarten dagegen Zuschläge zwischen 135 und 240 Euro. Der Einstiegspreis für das Pro-Modell könnte dann bei 1.299 oder sogar 1.399 Euro liegen.