Der iPhone-Konzern erhöht die Kosten für Musik-Streaming, Speicher-Abos und gleich mehrere Geräteklassen. Grund sind steigende Lizenzgebühren und teurere Bauteile.
Die jüngste Preisrunde startete am 17. Juli 2026. Apple passte die Tarife für Apple Music und die Apple-One-Bündel weltweit an – die erste größere Erhöhung bei Musik-Abos seit Oktober 2022. Betroffen sind Kunden in den USA, Großbritannien, der EU und Australien.
Musik und Bündel werden teurer
In den USA kostet das Einzel-Abo von Apple Music nun 11,99 Euro statt 10,99 Euro. Der Familientarif stieg von 16,99 auf 19,99 Euro, das Studenten-Abo um einen Dollar auf 6,99 Euro. In Europa zahlen Einzelnutzer 11,99 Euro, Familien 19,99 Euro.
Apple begründet den Schritt mit gestiegenen Lizenzkosten. Branchenbeobachter sehen darin einen weiteren Beleg für die allgemeine Inflation im Streaming-Markt, die im Dezember 2025 bereits bei 20 Prozent lag.
Auch die Apple-One-Bündel wurden angepasst. Der Familientarif stieg um zwei auf 27,95 Euro, das Premier-Paket auf 39,95 Euro. Der Einzel-Tarif bleibt unverändert bei 19,95 Euro. Unangetastet blieben vorerst die Preise für Apple TV+, Apple Arcade und Fitness+.
iCloud+: Kräftige Aufschläge in acht Ländern
Nur einen Tag später, am 18. Juli, folgten Erhöhungen für die iCloud+-Speicherpläne – allerdings nur in acht ausgewählten Märkten. Betroffen sind Ägypten, Indonesien, Japan, Neuseeland, Nigeria, die Philippinen, die Türkei und Vietnam.
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Die Aufschläge liegen je nach Region und Tarif zwischen 17 und 50 Prozent. In Japan stieg der 50-GB-Tarif von 150 auf 180 Yen. In Nigeria schnellte der 2-TB-Tarif von 9.900 auf 14.900 Naira. Für Kunden in Laos, Mauritius und der Republik Kongo stellte Apple die Abrechnung zudem auf US-Dollar um. In den USA und Großbritannien blieben die iCloud-Preise stabil.
Hardware: MacBooks, iPads und iPhones betroffen
Bereits Ende Juni hatte Apple die Preise für zahlreiche Geräte angehoben. Am 25. Juni 2026 verteuerten sich unter anderem das MacBook Neo (plus 100 Euro auf 699 Euro), das 13-Zoll-MacBook Air (plus 200 Euro auf 1.299 Euro) und das Standard-iPad (plus 100 Euro auf 449 Euro).
Weitere betroffene Produkte: MacBook Pro, iPad Air, iPad Pro, iPad mini, Mac mini, iMac, Mac Studio, Apple TV 4K, HomePod und die Vision Pro. In Japan stiegen die iPhone-Preise um acht bis elf Prozent.
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Als Hauptgrund für die Hardware-Erhöhungen gelten gestiegene Komponentenkosten, insbesondere für Arbeitsspeicher. Die hohe Nachfrage nach KI-Funktionen hat laut Branchenberichten zu einer weltweiten RAM-Knappheit geführt, die die Herstellung verteuert.
Auch die Garantieverlängerung AppleCare+ für Mac und iPad wurde leicht angehoben – um 50 Cent pro Monat beziehungsweise rund fünf Euro pro Jahr. Während die Musik-Preise also lizenzgetrieben sind, folgen die Hardware-Kosten den globalen Lieferketten und den speziellen Bauteilen moderner Rechner.


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