Apple erhöht Preise um bis zu 25 Prozent: Hardware und Dienste teurer

Apple hebt zum 17. Juli die Preise für Hardware und Dienste teils deutlich an. Die Aktie reagiert mit einem Kursverlust von über fünf Prozent.

Apple hat zum 17. Juli 2026 eine breite Preiserhöhungswelle gestartet. Betroffen sind sowohl zentrale Hardware-Produkte wie MacBooks und iPads als auch die beliebten Digitaldienste Apple Music und iCloud+. Als Gründe nennt der Konzern angespannte Lieferketten und gestiegene Betriebskosten. Besonders der weltweite Chipmangel, angeheizt durch die hohe Nachfrage nach KI-Komponenten, setzt Apple unter Druck.

Hardware-Aufschläge von bis zu 25 Prozent

Die Preise für mehrere Kernprodukte stiegen um 15 bis 25 Prozent – bei einigen Modellen beträgt der Aufschlag umgerechnet rund 500 Euro. Die Anpassungen im Überblick:

  • MacBook Neo: Steigt von 599 auf 699 Euro
  • 11-Zoll iPad Pro: Kostet nun 1.199 statt 999 Euro
  • 16-Zoll MacBook Pro: Von 2.499 auf 2.999 Euro

Auch der HomePod und das Vision Pro-Headset wurden teurer. Die Aktie des Konzerns reagierte prompt: Sie fiel um 5,3 Prozent auf umgerechnet 278 Euro. Interessant: iPhone, Apple Watch und AirPods bleiben in den USA preislich unverändert. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass auch andere Tech-Riesen wie Microsoft mit seiner Xbox-Sparte jüngst die Preise angehoben haben.

Apple Music wird teurer – erstmals seit 2022

Erstmals seit Oktober 2022 müssen Apple-Music-Nutzer tiefer in die Tasche greifen. Grund seien gestiegene Lizenzkosten, so das Unternehmen.

In den USA steigt das Einzelabo von 10,99 auf 11,99 Euro, das Studentenabo auf 6,99 Euro. Besonders deutlich fällt die Erhöhung beim Familienabo aus: Es klettert um 18 Prozent auf 19,99 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Der Konkurrent Spotify verlangt für sein Einzelabo derzeit 12,99 Euro – Apples Angebot bleibt also knapp günstiger. Auch in Großbritannien (11,99 Pfund) und der Eurozone (11,99 Euro) zogen die Preise an.

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Die Apple One-Bündelabos wurden ebenfalls angepasst. Das Familienpaket kostet nun 27,95 Euro, die Premium-Version 39,95 Euro. Das Einzelabo bleibt unverändert bei 19,95 Euro.

iCloud+: Internationale Preissprünge

Während die USA von Erhöhungen beim Cloud-Speicher verschont blieben, müssen Nutzer in acht anderen Ländern kräftig zuzahlen. Betroffen sind unter anderem Nigeria, die Türkei, Vietnam, Japan, Ägypten, Neuseeland, die Philippinen und Indonesien. Die Aufschläge liegen je nach Tarif und Region zwischen 11 und 55 Prozent. In Nigeria etwa stieg das 50-GB-Abo von umgerechnet 1,10 auf 1,60 Euro.

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Zusätzlich hob Apple die iPhone-Preise speziell in Japan an.

AppleCare+: Neue Tarife für Mac und iPad

Bereits einen Tag vor der großen Preiserhöhungswelle, am 16. Juli, hatte Apple die Kosten für seine Schutzpläne AppleCare+ angehoben. Betroffen sind Neukunden bei Mac und iPad. Monatliche Tarife stiegen um 0,50 Euro, Jahresabos um 5 Euro. Ein Mac mini kostet nun 4,49 Euro monatlich, ein 16-Zoll MacBook Pro 15,99 Euro und ein 13-Zoll iPad Pro 11,99 Euro. Bestandskunden mit laufenden Verträgen sind von den Änderungen nicht betroffen.