Apple hat in Vietnam die Preise für MacBooks, iPads und weiteres Zubehör drastisch erhöht – teilweise um bis zu 30 Prozent. Die aktuelle iPhone-17-Serie bleibt von den Anhebungen vorerst ausgenommen, doch Experten rechnen mit steigenden Kosten für künftige Generationen.
Massive Preissteigerungen bei Mac und iPad
Ende Juni 2026 setzte Apple weltweit neue Preisstrukturen für seine Mac-, iPad-, Apple TV-, HomePod- und Vision-Pro-Linien durch. In Vietnam wurden die Änderungen ab dem 25. Juni sichtbar. Das MacBook Neo stieg von umgerechnet rund 16,5 Millionen Vietnamesischen Dong (VND) auf 19,5 Millionen VND. Beim MacBook Air M5 und iPad Pro M5 kletterten die Preise von 30 Millionen VND auf 35 beziehungsweise 36 Millionen VND.
iPhone 17 bleibt stabil – Rabatte für Vorgänger
Trotz dieser deutlichen Anhebungen in anderen Produktkategorien bestätigten autorisierte Händler in Vietnam: Für das iPhone 17 oder das iPhone 17 Pro Max gibt es keine offizielle Preisanpassung. Das Spitzenmodell liegt weiterhin bei rund 36 Millionen VND. Während ältere Modelle wie das iPhone 16 Pro Max Rabatte von bis zu 15 Prozent erhalten, gewähren Händler beim iPhone 17 Pro Max lediglich einen Nachlass von etwa fünf Prozent im Vergleich zum Einführungspreis.
Das iPhone 16 verbilligte sich in Vietnam am 27. Juni sogar leicht. Die 128-GB-Version fiel auf 20,4 Millionen VND – ein Minus von 600.000 VND zum Vormonat. Grund ist der wachsende Wettbewerbsdruck durch lokale Anbieter und neuere Generationen.
Die Speicherkrise: RAMaggedon als Preistreiber
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Hauptursache für die steigenden Kosten ist eine globale Knappheit an Speicherchips. Branchenexperten sprechen bereits von einem „RAMaggedon“. Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren hat die Versorgung mit Hochleistungsspeichern für Unterhaltungselektronik drastisch verknappt.
Apple-CEO Tim Cook bezeichnete die Lage in der Lieferkette kürzlich als „Jahrhunderthochwasser“ und machte deutlich, dass Preiserhöhungen für Hardware unvermeidlich seien. Der Halbleiterhersteller Micron meldete für das dritte Fiskalquartal 2026 einen Umsatzsprung auf 41,46 Milliarden US-Dollar – nach 9,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
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Laut Micron-Führungskräften haben aggressive Preispolitiken großer Tech-Konzerne in früheren Abschwüngen zu geringeren Investitionen in Produktionskapazitäten geführt – ein entscheidender Faktor für die aktuelle Verknappung. Apple versucht zwar, zu vernünftigeren Komponentenpreisen zurückzukehren, doch Marktforscher von IDC und Counterpoint Research rechnen mit einer mindestens zweijährigen Belastung der Branche.
Ausblick: iPhone 18 und die Zukunft
Obwohl das iPhone 17 den aktuellen Preisschock überstanden hat, erwarten Analysten höhere Preise für künftige Generationen. Die iPhone-18-Serie, die für Ende 2026 erwartet wird, könnte laut IDC beim Basismodell um 50 US-Dollar teurer werden. Bei den Pro-Modellen sind Aufschläge von 100 bis 200 US-Dollar möglich. Das iPhone 18 Pro könnte demnach bei stolzen 1.399 US-Dollar starten.
Bereits jetzt zeichnen sich technische Details für das Jahr 2027 ab. Der renommierte Analyst Ming-Chi Kuo berichtete am 27. Juni, dass das iPhone 18 und ein mögliches iPhone 18e (Frühjahr 2027) voraussichtlich mit 9 GB RAM und einem neuen A20-Chip ausgestattet sein werden. Die höherwertigen Modelle – Pro, Pro Max und ein gemunkeltes Faltgerät – sollen sogar 12 GB RAM erhalten. Diese gesteigerte Hardware-Ausstattung in Kombination mit der anhaltenden Komponentenkrise gilt als Hauptgrund für den erwarteten Preisanstieg bei Smartphones.

