München – Apple steht unter Druck: Innerhalb von nur zwei Tagen hat der Technologieriese die Preise für mehrere Kernprodukte deutlich angehoben. Zeitgleich verliert das Unternehmen den langjährigen Vision-Pro-Chefingenieur Paul Meade an den KI-Konkurrenten OpenAI. Die Entwicklungen belasten die Aktie und werfen Fragen zur künftigen Strategie auf.
Preisschock bei Mac, iPad und Vision Pro
Zwischen dem 25. und 26. Juni 2026 zog Apple die Preise für MacBooks, iPads und das Vision-Pro-Headset an. Als Grund nennt der Konzern die weltweite Knappheit bei Speicherchips. Branchenkreisen zufolge haben sich die Kosten für Speicherkomponenten innerhalb eines Jahres vervierfacht.
Die Aufschläge fallen je nach Produkt unterschiedlich aus:
- MacBook Pro: Der Einstiegspreis steigt auf 1.999 Euro – ein Plus von bis zu 300 Euro je nach Konfiguration.
- MacBook Air und MacBook Neo: Jeweils 200 beziehungsweise 100 Euro teurer.
- iPad Pro: Startet nun bei 1.199 Euro, das iPad Air kostet 749 Euro.
- Vision Pro: Plus 200 Euro.
- Apple TV 4K: Von 129 auf 199 Euro hochgesetzt. Auch der HomePod mini wurde teurer.
Die Marktforschung zeigt das Ausmaß der Krise: DRAM-Speicher verteuerte sich im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent, im zweiten um weitere 60 Prozent. Analysten erwarten, dass auch die nächste iPhone-Generation bis zu 200 Euro teurer werden könnte.
Warum viele Mac-Nutzer täglich wertvolle Minuten verschwenden – ohne es zu merken. Angesichts steigender Hardware-Preise ist es umso wichtiger, das Beste aus Ihrem Gerät herauszuholen: Diese 19 Tastenkürzel zeigen Ihnen, wie einfach schnelleres Arbeiten am Mac wirklich ist. Kostenlosen PDF-Ratgeber jetzt gratis herunterladen
Führungswechsel in der Hardware-Sparte
Paul Meade, sieben Jahre lang Chefingenieur der Vision-Pro-Entwicklung, hat Apple nach 15 Jahren verlassen. Er wechselt zu OpenAI und soll dort die Hardware-Sparte verstärken. Meade leitete zuletzt die Vision Products Group und war maßgeblich an der Entwicklung der kommenden Smart Glasses beteiligt.
Seine Nachfolge tritt Fletcher Rothkopf an. Der Abgang reiht sich ein in eine Serie prominenter Verluste: Bereits Anfang des Jahres wechselte ein leitender Siri-Entwickler zu DeepMind, Ende 2025 verließen mehrere Schlüsselfiguren aus dem Designteam den Konzern.
OpenAI baut derweil seine Hardware-Ambitionen massiv aus. Das Unternehmen arbeitet mit dem früheren Apple-Designchef Jony Ive an einem KI-zentrierten Gerät. Zudem soll ein KI-Smartphone mit MediaTek-Prozessor in Entwicklung sein, ebenso wie KI-gesteuerte Ohrhörer und ein stiftförmiges Zubehör.
Chefredakteur von ‚Einfach Mac‘ gibt seine liebsten Arbeits-Shortcuts preis. Während Apple seine Hardware-Preise anhebt, liefert Ihnen dieser kostenlose Report das Wissen, um am Mac sofort flüssiger und entspannter zu arbeiten. Die 19 nützlichsten Shortcuts hier kostenlos sichern
visionOS 27: Neue Ära für Zubehör?
Trotz der Turbulenzen treibt Apple seine Spatial-Computing-Plattform voran. Das Update auf visionOS 27 soll erstmals Drittanbieter-Zubehör unterstützen. Über Infrarot-LED-Muster und Bewegungssensoren per Bluetooth können künftig präzise Eingaben für VR-Spiele und professionelle Anwendungen erfolgen. Apple arbeitet bereits mit den Partnern DFRobot und MIKROE an Entwicklerkits.
Die Produkt-Roadmap scheint sich jedoch zu verengen. Während die Smart Glasses für 2027 und 2029 weiterentwickelt werden, soll eine günstigere Version des Spatial-Computing-Headsets auf Eis liegen. Auch Projekte wie Tisch-Roboter, tragbare Anhänger und AirPods mit integrierten Kameras sind noch in der Prüfphase.
Um die Abwanderung von Talenten zu stoppen, hat Apple die Boni für Designteams auf bis zu 400.000 Euro erhöht. Ob das reicht, um die besten Köpfe zu halten, bleibt fraglich.

