** Der langjährige Hardware-Chef tritt die Nachfolge von Tim Cook an, der nach 15 Jahren an der Spitze zum Aufsichtsratsvorsitzenden wechselt. Der Führungswechsel fällt in eine entscheidende Phase: Apple steht vor dem größten Hardware-Relaunch der iPhone-Geschichte.
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Ein Hardware-Experte übernimmt das Ruder
Mit John Ternus setzt Apple auf Kontinuität und technische Expertise. Der 51-Jährige ist seit 2001 im Unternehmen, führte den Wechsel zu Apple Silicon ein und verantwortete die Entwicklung von iPad, AirPods und Mac. Sein Antritt als CEO fällt genau in jene Phase, in der Apple sein erstes faltbares Smartphone und eine neue iPhone-Generation auf den Markt bringt.
Tim Cook hinterlässt ein schweres Erbe: Unter seiner Führung wuchs der Börsenwert von rund 350 Milliarden auf vier Billionen Dollar. Als Aufsichtsratsvorsitzender soll er weiterhin politische Beziehungen pflegen und die strategische Ausrichtung begleiten. Johny Srouji, bisheriger Chip-Chef, übernimmt die Leitung der Hardware-Sparte.
Doch die Herausforderungen sind gewaltig. Analysten sehen Apple bei generativer KI hinter der Konkurrenz zurückfallen. Hinzu kommen regulatorischer Druck auf die App-Store-Provision und ein nachlassender Marken-Schwung im KI-Wettbewerb. Um aufzuholen, kaufte Apple kürzlich das israelische KI-Startup Q.ai und schloss eine Partnerschaft mit Google Gemini.
iPhone 18 und das faltbare „Ultra“-Modell
Die erste Bewährungsprobe für Ternus kommt im September: die iPhone-18-Serie und das lang erwartete „iPhone Ultra“ – ein faltbares Gerät. Laut Branchenberichten soll das Modell über ein 7,7 bis 7,8 Zoll großes Innen-Display und einen 5,3-Zoll-Außenbildschirm verfügen. Der Preis: rund 1.999 Dollar. Das Betriebssystem wird für Multitasking optimiert sein.
Die Pro-Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max erhalten voraussichtlich den A20-Pro-Chip im 2-Nanometer-Verfahren und 12 Gigabyte RAM. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixeln auf, die Blende variiert zwischen F1.4 und F2.4. Face-ID-Sensoren wandern unter das Display.
Anders als gewohnt erscheinen das Standard-iPhone 18 und ein neues „iPhone 18e“ erst Anfang 2027. Grund sind Kostensenkungen: Die einfacheren Modelle nutzen ältere OLED-Technik und eine abgespeckte Version des A20-Chips.
Smart Glasses und Haushalts-Roboter
Doch Apple denkt größer. Sechs neue Produktkategorien sind in der Entwicklung. Noch 2026 sollen Smart Glasses ohne Display vorgestellt werden, die 2027 in den Handel kommen. Die Brille setzt auf Kameras, Mikrofone und Lautsprecher – die Rechenleistung kommt vom iPhone, gesteuert von einer verbesserten Siri.
Im Heimbereich arbeitet Apple an einem 7-Zoll-Smart-Display namens „HomePad“, das Ende 2026 erscheinen könnte. Weitere Projekte: Apple-eigene Sicherheitskameras und ein Tischroboter mit Bildschirm auf einem Roboterarm. Während die Kamera noch 2026 kommen soll, dauern die Roboter-Projekte bis 2027 oder 2028.
Diese Hardware-Offensive ist Teil einer Strategie für „ambient computing“ – eine Umgebung, in der KI-Dienste ständig verfügbar sind, ohne dass der Nutzer auf einen Bildschirm starren muss. Dazu gehören auch KI-gestützte AirPods und ein tragbares „Pendant“-Gerät.
Sicherheitsupdate und technische Baustellen
Parallel zu den großen Plänen läuft der operative Betrieb weiter. Ende April 2026 veröffentlichte Apple iOS 26.4.2, um eine kritische Sicherheitslücke zu schließen. Die Schwachstelle (CVE-2026-28950) betraf den Benachrichtigungsdienst: Gelöschte Meldungen blieben in einer internen Datenbank erhalten.
Sicherheitsforscher warnten, dass forensische Tools so Nachrichteninhalte auslesen konnten, selbst nachdem die zugehörigen Apps gelöscht waren. Das Update verbessert die Datenbereinigung. Betroffen waren das iPhone 11 und neuere Modelle sowie mehrere iPad-Generationen.
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Finanziell steht Apple solide da. Im ersten Quartal 2026 lag die Bruttomarge bei 46,3 Prozent, die operative Marge bei 28,5 Prozent. Das iPhone-Wachstum verlangsamte sich zwar auf rund zwei Prozent im Jahresvergleich, doch die Services-Sparte glänzt mit Margen über 70 Prozent.
Ausblick: Die Ära Ternus
Der Wechsel zu John Ternus markiert eine Rückkehr zu den Wurzeln: weg vom operativen Fokus der Cook-Ära, hin zu Produktdesign und Hardware-Engineering. Der Erfolg des faltbaren iPhones und der Vorstoß in tragbare KI-Geräte werden die ersten Jahre seiner Amtszeit prägen.
Gleichzeitig muss Apple die Integration seiner „Apple Intelligence“-Funktionen vorantreiben. Erste KI-Tools kamen 2024, doch eine vollständig überarbeitete Siri mit Chatbot-Funktionen wird erst mit iOS 27 erwartet – möglicherweise erst 2027 oder 2028. Ternus steht vor der Aufgabe, diese langfristige Software-Entwicklung mit dem unmittelbaren Druck nach Hardware-Innovation zu vereinbaren.





