Apple erneuert gesamte iPad-Reihe: M5 im Pro, M4 im Air

Apple stattet iPad Pro mit M5 und iPad Air mit M4 aus. Aggressive Preise und Rabatte sollen den KI-Umstieg beschleunigen.

Der US-Konzern rüstet seine Tablets mit Hochleistungs-Chips aus und lockt mit aggressiven Preisen – ein klares Signal für das KI-Zeitalter.

Apple hat seine Tablet-Palette grundlegend überarbeitet. Das iPad Pro erhält den neuen M5-Chip, während das iPad Air in das M4-Ökosystem aufsteigt. Marktberichte aus Mitte Mai 2026 zeigen: Der Konzern setzt auf aggressive Preise, um den Umstieg auf KI-fähige Hardware zu beschleunigen. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, da die gesamte Branche unter dem Druck explodierender Anforderungen an künstliche Intelligenz steht – mit spürbaren Folgen für Lieferketten und Einstiegspreise.

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M5 iPad Pro: Leistungssprung mit KI-Fokus

Das Flaggschiff-Tablet setzt nun auf den M5-Prozessor, der vor allem bei maschinellem Lernen und Rechenleistung zulegt. Die CPU- und GPU-Leistung steigt um 15 bis 20 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Der eigentliche Durchbruch findet jedoch im Neural Engine statt: Er arbeitet 3,5-mal schneller als die M4-Version und ist speziell für lokale KI-Aufgaben und große Sprachmodelle (LLMs) optimiert.

Aktuelle Einzelhandelsdaten zeigen: Das 13-Zoll-M5 iPad Pro mit 512 GB Speicher fiel auf großen Plattformen wie Amazon auf ein neues Tief von umgerechnet rund 1.240 Euro. Dieser Preis ist Teil einer breiteren Rabattaktion, die auch M5 MacBook Pro und MacBook Air umfasst. Profi-Anwender setzen zunehmend auf diese Apple-Silicon-Geräte mit hohem Arbeitsspeicher für lokale LLM-Ausführung. Branchenbeobachter betonen: Mac- und iPad-Hardware mit großem Unified Memory kann oft größere Modelle ausführen als dedizierte High-End-PC-Grafikkarten, die häufig durch geringeren Videospeicher limitiert sind.

Doch der Umstieg auf M5 verlief nicht reibungslos. Am 14. Mai 2026 wurde eine Sicherheitslücke speziell in M5-Prozessoren bekannt. Die Details sind noch vage, doch die Entdeckung kommt zu einem Zeitpunkt hoher Nachfrage nach dem Chip, der auch in den aktualisierten MacBook Air und MacBook Pro Modellen steckt.

iPad Air mit M4: Mittelklasse auf Pro-Niveau

Auch das iPad Air erhielt eine grundlegende Überholung und wird nun vom M4-Chip angetrieben. Damit rückt das Mittelklasse-Tablet nahe an die Leistung früherer Pro-Modelle heran. CPU und GPU sind bis zu 30 Prozent schneller als die M3-Version und bis zu 2,3-mal schneller als das M1-Modell. Für anspruchsvolles Multitasking und KI-Anwendungen erhöhte Apple den Arbeitsspeicher auf 12 GB – ein Plus von 50 Prozent – bei einer Speicherbandbreite von 120 GB/s.

Das M4 iPad Air war bereits im Frühjahr vorbestellbar, die breite Verfügbarkeit im Handel begann Mitte März 2026. Das 11-Zoll-Modell startet bei umgerechnet rund 550 Euro, die 13-Zoll-Version bei etwa 735 Euro. Mitte Mai locken Händler mit weiteren Rabatten: Das 11-Zoll-Modell mit 128 GB ist bereits für umgerechnet rund 510 Euro zu haben. Der 16-Kern Neural Engine dieser Geräte ist dreimal schneller als die M1-Version und unterstreicht Apples Strategie, „Apple Intelligence“ quer durch die Mittel- und Oberklasse zu integrieren.

Wettbewerbsdruck und Lieferketten-Engpässe

Die Einführung des M5 iPad und des Einstiegs-Modells MacBook Neo – einem Gerät für umgerechnet rund 550 Euro mit A18 Pro-Chip – zeigt einen Strategiewechsel. Diese Expansion in günstigere Preisregionen hat offenbar Reaktionen der Konkurrenz ausgelöst. Am 13. Mai 2026 kündigte Google das „Googlebook“ an, einen KI-ersten Laptop mit Gemini und Android – Analysten sehen darin eine direkte Antwort auf Apples Vorstoß in die 500- bis 600-Euro-Preiskategorie.

Trotz des Erfolgs der neuen Tablets und Laptops kämpft Apple mit schwierigen Lieferketten. Die hohe Nachfrage nach KI-spezifischer Hardware hat zu einer globalen Knappheit bei Speicherchips geführt. Diese Zwangslage beendete am 14. Mai 2026 die Produktion des Mac mini für 599 Euro – der Einstiegspreis dieser Baureihe steigt damit auf 799 Euro. Ähnliche Engpässe zeigen sich bei Lieferzeiten: Während das iPad Air weitgehend verfügbar ist, müssen Kunden bei High-End-Mac-Studio-Modellen und bestimmten M4-Konfigurationen mit Wartezeiten von bis zu zehn Wochen rechnen.

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Der Markt für Hochleistungs-Apple-Geräte wird zudem von spezialisierten Profi-Anwendungen getrieben. Entwickler nutzen M-Series-Hardware etwa für das „OpenClaw“-Projekt, eine Plattform, die Apple-Silicon-Geräte in KI-Heimserver verwandelt – ein Trend, der in Entwicklerforen stark an Fahrt gewinnt.

Ausblick: OLED-iPad Mini und Portfolio-Erweiterung

Für die zweite Jahreshälfte 2026 zeichnet sich eine Fortsetzung der aggressiven Hardware-Offensive ab. Branchenberichte aus Mitte Mai deuten auf mehr als 15 neue Produkte hin, die für den Herbst geplant sind. Besonders im Fokus: ein überarbeitetes iPad Mini mit OLED-Display, das das kleinere Tablet optisch an die aktuellen Pro-Modelle angleichen würde.

Zudem soll die M5-Architektur in der zweiten Jahreshälfte 2026 oder Anfang 2027 auf Mac mini und Mac Studio ausgeweitet werden. Während der aktuelle M4 Mac mini in Benchmarks weiterhin stark abschneidet, warten professionelle Anwender offenbar auf die M5 Pro- und M5 Ultra-Varianten für komplexere räumliche Computer- und Machine-Learning-Workflows.

Die Expansion der Tablet- und Laptop-Reihe dient auch als Fundament für Apples wachsendes Spatial-Computing-Ökosystem. Mit der Vision Pro, die nun von visionOS 26.5 unterstützt wird und in professionelle Simulationsumgebungen wie iRacing integriert ist, werden die leistungsstarken M4- und M5-Chips in iPads und Macs zu essenziellen Werkzeugen für Entwickler, die Inhalte für das Headset erstellen. Da Apple in diesem Monat über 600 Stellen im Zusammenhang mit Vision Pro besetzen will, bleibt die Synergie zwischen M-Series-Silicon und räumlichen Computeranwendungen ein zentraler Pfeiler der Hardware-Strategie.