Apple Foldable iPhone startet Testproduktion – September-Start in Gefahr

Apples erstes faltbares iPhone ist in die Versuchsfertigung gegangen, doch Probleme mit Display und Scharnier könnten den geplanten Herbst-Start noch verschieben.

Apples lang erwarteter Einstieg in den Markt für faltbare Smartphones hat diese Woche eine entscheidende Wende genommen. Das erste klappbare iPhone ist in die Testproduktion gegangen – doch technische Hürden könnten den geplanten Start im Herbst noch verzögern.

Foxconn startet Versuchsfertigung

Nach Jahren der Spekulationen ist es nun offiziell: Der Apple iPhone Fold oder iPhone Ultra hat die entscheidende Phase der Versuchsfertigung erreicht. Wie mehrere Quellen aus der Lieferkette am 6. und 7. April 2026 berichten, läuft die Testproduktion bei Foxconn, Apples wichtigstem Fertigungspartner. Dies bedeutet, dass das Design im Wesentlichen abgeschlossen ist und Apple nun die Massenproduktion vorbereitet.

Anzeige

Ob faltbar oder klassisch – wer neu in die Apple-Welt einsteigt, steht oft vor einem Berg an Fachbegriffen. Dieses kostenlose Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe wie iOS, iCloud oder AirDrop verständlich und kompakt. Gratis iPhone-Lexikon jetzt anfordern

Für das erste Jahr plant Apple laut den Berichten eine konservative Stückzahl von 7 bis 8 Millionen Einheiten. Das entspricht weniger als zehn Prozent der gesamten iPhone-Produktion für 2026 – eine vorsichtige Strategie für ein teures Premium-Produkt der ersten Generation. Gelingt die Testphase ohne größere Probleme, könnte die Serienfertigung bereits im Juli anlaufen. Das würde einen gemeinsamen Launch mit dem iPhone 18 Pro im September ermöglichen. Logistikexperten warnen jedoch: Selbst bei einer Ankündigung im Herbst könnten die ersten Geräte erst im Dezember 2026 oder Januar 2027 bei den Kunden ankommen.

Kampf gegen die Display-Falte

Doch der Zeitplan steht auf der Kippe. Denn Apple kämpft Berichten zufolge mit erheblichen technischen Herausforderungen. Die Wochen zwischen April und Anfang Mai gelten als kritisches Zeitfenster, um Probleme mit der Haltbarkeit des Displays und der Zuverlässigkeit des Scharniers zu lösen.

Das oberste Ziel der Ingenieure: die sichtbare Falte in der Mitte des Bildschirms zu eliminieren, die bei vielen Konkurrenzmodellen störend auffällt. Dafür setzt Apple auf eine spezielle Flüssigmetall-Legierung für das Scharnier und 3D-gedruckte Innenteile, um Gewicht und Dicke zu reduzieren. Sogar Experten des Vision-Pro-Teams sollen an der Entwicklung beteiligt sein. Das ambitionierte Ziel: eine geöffnete Dicke von nur 4,5 Millimetern.

Diese extreme Schlankheit erzwingt jedoch Kompromisse. So soll das faltbare iPhone voraussichtlich kein Face ID erhalten. Stattdessen wird ein Fingerabdrucksensor im Seitentasten verbaut, ähnlich wie beim iPad. Sollten die „phasenspezifischen Probleme“ nicht bis Mai gelöst werden, droht eine Verschiebung der Massenproduktion um mehrere Monate. Diese Unsicherheit ließ bereits die Apple-Aktie kurzzeitig einbrechen.

Technik, Design und ein Premium-Preis

Das Gerät folgt einem Buch-Design und klappt horizontal auf. Im geöffneten Zustand bietet es einen 7,7 bis 7,8 Zoll großen Hauptbildschirm mit einem 4:3-Format – fast wie ein kleines Tablet. Geschlossen dient ein zweiter, 5,3 bis 5,5 Zoll großer Außendisplay für normale Smartphone-Funktionen. Damit tritt Apple direkt gegen die High-End-Faltmodelle von Samsung und Google an.

Anzeige

Die neue Hardware-Generation bringt viele Funktionen mit, die selbst erfahrene Nutzer überraschen können. Ein kostenloser Ratgeber hilft Einsteigern dabei, ihr neues iPhone von Beginn an sicher und ohne Fachjargon zu bedienen. Kostenloses iPhone-Starterpaket sichern

Unter der Haube arbeitet voraussichtlich der A20 Pro-Chip aus 2-Nanometer-Fertigung, der auch im iPhone 18 Pro verbaut wird. Platzmangel durch das Scharnier könnte jedoch die Kamera-Ausstattung beschneiden: Statt eines Triple- soll ein Dual-Kamera-System zum Einsatz kommen.

Der Preis wird die Premium-Ausrichtung unterstreichen. Analysten erwarten den teuersten iPhone-Startpreis aller Zeiten: zwischen 2.000 und 2.400 US-Dollar. Mit 1 TB Speicher könnte das Gerät sogar die 3.000-Dollar-Marke erreichen. Apple zielt damit klar auf Early Adopter und professionelle Nutzer ab.

Software als entscheidender Vorteil

Der Erfolg des faltbaren iPhones hängt maßgeblich von der Software ab. iOS 27, das voraussichtlich auf der WWDC im Juni 2026 vorgestellt wird, soll umfassende Optimierungen für die Klapp-Hardware enthalten. Dazu gehören erweiterte Multitasking-Funktionen, die an iPadOS erinnern, sowie ein nahtloser Übergang zwischen Außen- und Innendisplay.

Eine „Kontinuitäts“-Funktion soll Apps automatisch an den geöffneten Bildschirm anpassen. Zudem könnte Apple Intelligence für kontextabhängige Fensterverwaltung auf dem großen Display sorgen. Diese tiefe Integration von Hardware und Software gilt als Apples größter Vorteil gegenüber Android-Konkurrenten.

Späte Markteinführung mit hohem Anspruch

Apples Einstieg in den Faltmarkt kommt zu einer Zeit, in der das Segment zwar reift, aber immer noch einen kleinen Teil des Gesamtmarktes ausmacht. Die Strategie des Konzerns ist klar: Erst zuschauen, dann eine ausgereifte, „kompromisslose“ Version präsentieren. Der Fokus auf eine faltenfreie Darstellung und minimale Dicke soll Kunden überzeugen, den hohen Aufpreis zu zahlen.

Marktforscher sagen Apple trotz der geringen Stückzahlen voraus, innerhalb des ersten vollen Verkaufsjahrs bis zu 28 Prozent des globalen Faltmarkt-Anteils zu erobern. Die in dieser Woche bekannt gewordenen Rückschläge zeigen jedoch, wie schwierig die Perfektionierung dieser Bauform ist.

Die kommenden Wochen bis Mai werden entscheidend sein. Gelingt der reibungslose Übergang in die Massenproduktion, steht einer Vorstellung im September nichts im Wege. Die für das faltbare iPhone entwickelte Technologie wird zudem die Zukunft anderer Apple-Produkte prägen. Gerüchte deuten auf größere faltbare Displays für iPad und MacBook-Modelle hin, die ab 2028 auf den Markt kommen könnten. Jetzt aber konzentriert sich alles auf die kritische Phase im April 2026 – und die größte Design-Überholung in der iPhone-Geschichte.