Apple Foundation Models: Fünf spezialisierte KI-Modelle ohne Google-Code

Apple bestätigt, dass die finalen KI-Modelle ohne Gemini-Komponenten auskommen. Die hauseigenen AFM-Modelle erreichen dennoch vergleichbare Leistung.

Apple hat am heutigen Dienstag klargestellt, dass seine neuen KI-Modelle keine Google-Gemini-Komponenten enthalten – trotz Nutzung der Technologie während der Entwicklung.

Kein Google-Code im Endprodukt

Die Führungskräfte Craig Federighi und Amar Subramanya erläuterten die Architektur der Apple Foundation Models (AFM). Die Botschaft war eindeutig: Der Anteil von Google-Assistant-Technologie im finalen Produkt liegt bei null.

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Die AFM-Familie umfasst fünf spezialisierte Modelle. AFM Core und AFM Core Advanced laufen direkt auf dem Gerät. AFM Cloud, AFM Cloud Image und AFM Cloud Pro sind serverseitige Modelle. Alle wurden speziell für Apple Silicon entwickelt und mit firmeneigenen Daten trainiert.

Distillation als Entwicklungswerkzeug

Apple nutzte einen Prozess namens Distillation, um die Modelle zu verfeineren. Dabei halfen die Ausgaben von Googles Gemini-Modellen, die Leistung der internen Modelle zu verbessern. Das Ergebnis: AFM Cloud Pro erreicht laut Apple eine Qualität, die mit Gemini-Modellen vergleichbar ist – basiert aber auf eigener Entwicklung.

Die Architektur verwendet Apples eigenen World Knowledge Service für aktuelle Ereignisse. Ein System Orchestrator leitet Anfragen an das passende Modell weiter.

Google Cloud als Infrastruktur-Partner

Für rechenintensive Aufgaben setzt Apple auf Google-Cloud-Server mit Nvidia-GPUs. Die Vereinbarung läuft über mehrere Jahre und ist Berichten zufolge rund eine Milliarde Euro pro Jahr wert.

Zum Schutz der Privatsphäre führte Apple Private Cloud Compute ein. Diese Technologie stellt sicher, dass Cloud-Daten nie zum Training verwendet werden. Dritte Forscher sollen die Datenschutzversprechen überprüfen können. Ein Erweiterungsrahmen ermöglicht zudem die Integration anderer Modelle, etwa von Claude.

Siri-Revolution mit Hardware-Hürden

Die technischen Details folgten der gestrigen Vorstellung des überarbeiteten Siri-KI-Assistenten auf der Worldwide Developers Conference. Zwei Jahre nach Apples erster KI-Ankündigung erhält der virtuelle Assistent eine grundlegende Überholung: eine eigene App, über iCloud synchronisierte Gesprächsverläufe und die Fähigkeit, persönlichen Kontext und Bildschirminhalte zu verstehen.

Neue Funktionen sind Visual Intelligence in der Kamera-App zur Objekterkennung und Rechnungsteilung sowie Writing Tools, die den Ton in Nachrichten oder Mails anpassen können.

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Die leistungsstärksten On-Device-Funktionen bleiben neuerer Hardware vorbehalten: iPhone Air, iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max. iPads benötigen mindestens einen M4-Chip und 12 Gigabyte RAM, Macs einen M3-Chip oder neuer mit ebenfalls 12 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Zeitplan und regionale Einschränkungen

Eine öffentliche Beta startet im Juli, die allgemeine Verfügbarkeit folgt im Herbst mit den neuen Betriebssystemen. Das System unterstützt zum Start 16 Sprachen, ist aber zunächst nur auf Englisch verfügbar.

Wichtige Einschränkung: Siri AI und die verbesserten Apple-Intelligence-Funktionen werden in der EU und China wegen regulatorischer Hürden nicht verfügbar sein. Nutzer müssen zudem mit täglichen Nutzungslimits rechnen – zusätzliches Kontingent gibt es über iCloud+-Abos.

Die diesjährige WWDC ist die letzte für Tim Cook als CEO. John Ternus übernimmt im September 2026 die Führung.