Apple-Führungswechsel: John Ternus wird neuer CEO ab 1. September

John Ternus folgt bei Apple auf Tim Cook. Kurz danach soll ein faltbares iPhone vorgestellt werden, während der Konzern neue Produkte vorbereitet.

Der US-Technologiekonzern Apple steht vor einem bedeutenden Führungswechsel. Branchenberichten zufolge wird John Ternus zum 1. September 2026 die Position des Chief Executive Officer (CEO) übernehmen und damit die Nachfolge von Tim Cook antreten.

Während Cook in die Rolle des Executive Chairman wechselt, fällt Ternus die Aufgabe zu, die zukünftige Entwicklung des mobilen Ökosystems und der technologischen Infrastruktur des Unternehmens zu gestalten.

Wachwechsel an der Unternehmensspitze

Der Übergang in der Führungsebene ist für den Monatswechsel präzise terminiert. Der 31. August 2026 markiert den letzten Arbeitstag von Tim Cook in seiner Funktion als CEO. John Ternus, der bereits seit dem Jahr 2001 für Apple tätig ist und seit 2013 den Bereich Hardware-Engineering verantwortet, übernimmt die Leitung offiziell am darauffolgenden Tag.

Die Personalentscheidung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mehr als 5 Billionen US-Dollar erreicht hat. Unter der Leitung von Cook, der den Posten im August 2011 übernahm, verzeichnete die Aktie eine Rendite von 2.230 Prozent.

Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum von 108 Milliarden US-Dollar auf zuletzt 466 Milliarden US-Dollar im gleitenden Zwölfmonatszeitraum. Trotz dieser Erfolge steht die neue Führung vor Herausforderungen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie bei laufenden regulatorischen Verfahren in den USA und Europa.

Erste Produktpräsentation unter neuer Leitung

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Bereits kurz nach seinem Amtsantritt wird John Ternus die größte Produktvorstellung des Jahres leiten. Für den 9. September 2026 hat Apple ein Event unter dem Motto „Surprise and Shine“ im Steve Jobs Theater angekündigt. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Enthüllung des ersten faltbaren Smartphones des Unternehmens, das voraussichtlich als iPhone Ultra vermarktet wird.

Analysten zufolge soll das neue Modell im geschlossenen Zustand etwa die Größe eines Reisepasses haben und ein 5,3 bis 5,5 Zoll großes Außendisplay besitzen. Im aufgeklappten Zustand biete es ein Display von bis zu 7,8 Zoll, was der Größe eines iPads nahekomme.

Die technische Ausstattung umfasse den neuen A20 Pro Chip, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, sowie 12 GB Arbeitsspeicher. Der Preis für das faltbare Gerät wird in Branchenkreisen auf 2.000 bis 2.500 US-Dollar geschätzt.

Erweiterung des Hardware-Portfolios

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Neben dem faltbaren Modell werden für das Event am 9. September weitere Hardware-Neuheiten erwartet. Dazu gehören das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max, die ebenfalls mit dem A20 Pro Chip und verbesserten Kamerasystemen mit mechanischer Blende ausgestattet sein sollen. Die Markteinführung des Standardmodells iPhone 18 sowie eines iPhone Air 2 wurde hingegen Berichten zufolge auf das Frühjahr 2027 verschoben.

Zusätzlich zur Smartphone-Sparte wird mit der Vorstellung der Apple Watch Series 12, der Apple Watch Ultra 4 sowie der AirPods 5 gerechnet. Auch Aktualisierungen für Apple TV 4K und den HomePod mini sowie ein neues Home-Hub-Gerät mit integriertem 7-Zoll-Bildschirm gelten als wahrscheinlich. Die Software-Integration von „Apple Intelligence“ und eine überarbeitete Siri-KI auf Basis von iOS 27 sollen ab Ende September verfügbar sein.

Wirtschaftliche Aussichten und Marktpositionierung

Apple geht mit soliden Quartalszahlen in diesen Führungswechsel. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 29,79 Milliarden US-Dollar.

Für den Markt der faltbaren Smartphones prognostizieren Marktforscher von IDC bis zum Jahr 2027 ein Volumen von 17 Millionen Einheiten für Apple. Während Samsung und Huawei dieses Segment derzeit mit jeweils etwa 30 Prozent Marktanteil dominieren, trauen Analysten von TrendForce Apple im Jahr 2026 einen Marktanteil von knapp 20 Prozent zu.

John Ternus habe intern das Ziel formuliert, Technologien, die bisher als Science-Fiction galten, zur Realität werden zu lassen. Die Einführung des faltbaren iPhones gilt dabei als strategischer Schritt, um in einem insgesamt rückläufigen globalen Smartphone-Markt höhere Margen und Verkaufspreise zu realisieren.