Apple gegen Jon Prosser: Konzern fordert YouTube-Umsätze und Chatprotokolle

Apple verlangt Finanz- und Kommunikationsunterlagen; Prosser weist die Vorwürfe zurück, während Ramacciotti eine erneute Befragung erwartet.

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Im Rechtsstreit um vorab veröffentlichte Details zu iOS 26 erhöht der Technologiekonzern Apple den Druck auf den YouTuber Jon Prosser. Wie aus einem gemeinsamen Statusbericht vom 7. Oktober 2026 hervorgeht, verlangt das Unternehmen im Verfahren wegen mutmaßlicher Verletzung von Geschäftsgeheimnissen unter anderem Prossers YouTube-Umsatzberichte, detaillierte Kanalanalysen sowie Aufzeichnungen über dessen Kommunikation mit Drittanbietern. Dem Dokument zufolge wartet der iPhone-Hersteller bereits seit über drei Monaten auf die Übermittlung dieser Dokumente.

Streit um Beweiserhebung und vertrauliche Informationen

Apple wirft Prosser vor, die Beweiserhebung im laufenden Verfahren zu verschleppen. Nach Angaben des Konzerns habe man seit fast 12 Monaten keine Discovery-Unterlagen von dem YouTuber erhalten. Apple beharrt weiterhin auf der Offenlegung der Finanzdaten und der Korrespondenz mit Dritten.

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Der Konzern stützt sich dabei auf Aussagen Prossers unter Eid sowie auf Chatprotokolle des Messenger-Dienstes Signal mit Michael Ramacciotti. Diese Belege sollen nach Ansicht des Unternehmens ein koordiniertes Vorgehen zum gegenseitigen finanziellen Vorteil nachweisen.

Die Verteidigung weist die Forderungen zurück. Prossers rechtliche Vertretung erklärte, die Verpflichtungen aus der früheren Discovery-Vereinbarung seien bereits erfüllt worden. Stattdessen füge Apple dem Verfahren fortlaufend neue Anfragen hinzu.

Prosser selbst räumte zwar einen FaceTime-Anruf ein, bestreitet jedoch eine gezielte Absprache und betont, dass die fraglichen Informationen keinen Geheimnischarakter besessen hätten.

Zudem argumentiert der YouTuber, dass die Geschäftsgeheimnisse von Apple nach der offiziellen Veröffentlichung von iOS 26 und macOS 26 ohnehin nicht mehr vertraulich gewesen seien und das Unternehmen deren Schutz unzureichend gewahrt habe.

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Die Rolle von Michael Ramacciotti im Verfahren

Ein weiterer zentraler Akteur in der juristischen Auseinandersetzung ist Michael Ramacciotti. Dieser räumte den Zugriff auf das Entwickler-iPhone des ehemaligen Apple-Mitarbeiters Ethan Lipnik ein, übergab den Ermittlern mehrere Dutzend Geräte und gewährte Einsicht in seine Konten bei iCloud und Google Drive. Zudem sagte Ramacciotti rund fünf Stunden lang aus. Dennoch strebt Apple wegen aufgetretener Widersprüche eine erneute Befragung an.

Ramacciotti bestreitet eine Absprache mit Prosser und betont seine Kooperationsbereitschaft. Er erklärte, nicht in die Verteidigungsstrategie Prossers hineingezogen werden zu wollen. Aus diesem Grund bat er den zuständigen Richter James Donato um eine Konferenz im Oktober. Sollte dieser Termin stattfinden, müsste Apple anschließend binnen 30 Tagen entweder die Klage zurückziehen oder den Prozess offiziell zulassen.

Weiterer Zeitplan vor Gericht

Der Fortgang des Verfahrens hängt nun maßgeblich von den Entscheidungen des Gerichts zu den Anträgen auf Beweisüberlassung und Anhörungen ab. Sollte kein früherer Termin für die von Ramacciotti beantragte Konferenz zustande kommen, ist das nächste offizielle Status-Update im Verfahren für den 2. Dezember 2026 angesetzt.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Leaker Jon Prosser Pushes Back as Apple Seeks His YouTube Data“