Apple Glasses: Datenbrille verschoben auf Ende 2027

Apples smarte Brille kommt erst Ende 2027, während Samsung und Google ihre Modelle bereits im Herbst 2026 auf den Markt bringen.

Während der iPhone-Konzern an technischen Hürden tüftelt, bringen Konkurrenten wie Samsung und Google schon in diesem Herbst ihre Modelle auf den Markt.

Verzögerung bei Apples Projekt N50

Die Entwicklung der smarten Brille, intern als Projekt N50 bekannt, hat sich laut aktuellen Branchenberichten verzögert. Ursprünglich hatte Apple einen früheren Marktstart anvisiert, nun rechnen Beobachter mit einer Einführung im späten Jahr 2027. Das berichtet der Branchendienst Power On in seiner aktuellen Ausgabe vom 21. Juni 2026.

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Die erste Generation der Apple Glasses kommt demnach ohne Display aus. Stattdessen setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus Audio, Kameras und tiefer Siri-Integration. Zwei Kameras sollen Videoaufnahmen und Computer Vision ermöglichen – untergebracht in hochwertigen Acetatrahmen. Mehrere Formen, darunter ovale und rechteckige Varianten, stehen angeblich zur Auswahl.

Wettbewerber starten bereits im Herbst 2026

Während Apple noch am Feintuning arbeitet, drängen die Konkurrenten auf den Markt. Samsung hat für den 22. Juli 2026 ein Galaxy Unpacked-Event in London angekündigt. Erwartet wird dort die Vorstellung der Galaxy Glasses, entwickelt mit Partnern wie Qualcomm, Warby Parker und Gentle Monster. Die Brille wiegt rund 50 Gramm, nutzt einen Snapdragon AR1-Chip und soll im Herbst 2026 zwischen 379 und 499 US-Dollar (umgerechnet etwa 350 bis 460 Euro) kosten.

Google bestätigte auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2026, dass seine Android XR-Audiobrille ebenfalls im Herbst 2026 ausgeliefert wird. Ein entscheidender Vorteil: Die Brille ist sowohl mit Android- als auch mit iOS-Geräten kompatibel.

Snap hat seine AR-„Specs“ bereits am 21. Juni 2026 vorgestellt. Der Preis liegt bei stolzen 2.195 US-Dollar (rund 2.050 Euro), die auslieferung startet im Herbst 2026.

Markt in der Übergangsphase

Der Zeitpunkt ist heikel für den XR-Markt. Laut Marktforschern von Omdia könnten die weltweiten Auslieferungen von XR-Hardware 2026 um zwölf Prozent auf rund 6,2 Millionen Geräte sinken. Während schwere Headsets wie das Apple Vision Pro – das Berichten zufolge weniger als 600.000 Einheiten verkaufte – an Schwung verlieren, gelten leichte Datenbrillen als das am schnellsten wachsende Segment.

Technische Herausforderungen als Verzögerungsgrund

Die Verschiebung auf Ende 2027 hat handfeste technische Gründe. Probleme mit Akkulaufzeit und Kühlung gelten als Hauptbremsen. Apple plant eine datenschutzfreundliche Lösung mit einer LED-Anzeige, die signalisiert, wenn die Kameras aktiv sind. Die Brille wird für die meiste Rechenleistung auf ein verbundenes iPhone angewiesen sein – das hält das Gewicht niedrig.

Eine zweite, fortschrittlichere Version mit Micro-LED-Display ist ebenfalls in Entwicklung, aber frühestens 2027 zu erwarten. Ein günstigeres „Vision Air“-Modell soll sogar erst 2028 oder 2029 kommen.

AirPods Pro mit Kameras als Zwischenschritt

Bevor die Brille kommt, plant Apple offenbar Zwischenschritte. Die nächste Generation der AirPods Pro hat laut Berichten vom 21. Juni 2026 die Design-Validierungsphase erreicht. Die Ohrhörer sollen integrierte Kameras erhalten, die einem überarbeiteten Siri visuellen Kontext liefern. Ein möglicher Launch: Herbst 2026.

Ebenfalls in der Entwicklung: Ein KI-gestützter Anhänger in der Größe eines AirTags. Diese Produkte sind Teil einer umfassenderen Roadmap für 2026 und 2027, die auch Updates für die iPhone-18-Serie, ein faltbares iPhone Ultra mit 7,7-Zoll-Display und ein 20-Jahre-Jubiläums-iPhone 20 Pro mit randlosem Display umfasst.

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Apples Strategie: Vom Headset zur Brille

Der Strategiewechsel hin zu leichten Brillen folgt Berichten zufolge dem Stopp der weiteren Hardware-Entwicklung der aktuellen Vision-Pro-Reihe. Apple konzentriert seine Ressourcen nun auf die 2027er-Brille. Das Ziel: Den Markt für Brillen – von Analysten auf rund 200 Milliarden US-Dollar geschätzt – ähnlich zu disruptieren wie die Apple Watch einst die traditionelle Uhrenindustrie.