Apple hat die Unterstützung für die ursprüngliche Smart-Home-Architektur eingestellt. Seit Dienstag müssen alle Nutzer auf das neue System migrieren, um ihre Geräte weiter zu steuern. Die Änderung hat weitreichende Folgen für bestehende Installationen.
Frist für verpflichtendes Update abgelaufen
Die Schonfrist ist vorbei. Nach jahrelanger Übergangszeit hat Apple am 10. Februar die alte Home-Architektur abgeschaltet. Wer noch nicht aktualisiert hat, riskiert sofortige Ausfälle. Smart-Home-Geräte und Automatisierungen funktionieren dann nicht mehr, bis das Upgrade durchgeführt wird.
Die neue Architektur soll die Zuverlässigkeit und Effizienz verbessern – besonders in Haushalten mit vielen vernetzten Produkten. Sie war bereits seit 2023 verfügbar, doch Apple ließ die alte Version zunächst parallel laufen. Diese Zeit ist nun vorbei.
iPad verliert seine Rolle als Smart-Home-Zentrale
Eine der größten Hardware-Änderungen: Das iPad ist als Home-Hub Geschichte. Bislang konnten Nutzer ein ständig eingeschaltetes Tablet für Fernzugriff und Automatisierungen nutzen. Diese Verantwortung übernehmen jetzt ausschließlich dedizierte Geräte.
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Um die volle Kontrolle zu behalten, ist nun ein HomePod oder Apple TV nötig. Die neue Architektur setzt auf die Standards Thread und Matter, die eine stabilere Netzwerkpräsenz erfordern, als ein Tablet mit Akku bieten kann. Wer nur ein iPad als „Gehirn“ seines Smart Homes nutzte, verliert den Fernzugriff – bis ein unterstütztes Gerät nachgerüstet wird.
Treiber Matter-Standard und neue Funktionen
Der Wechsel wird maßgeblich durch die branchenweite Einführung des Matter-Standards vorangetrieben. Apple positioniert seine Home-Plattform als zentrale Steuerung für Matter-Geräte. Dafür war ein moderneres Fundament nötig als das alte HomeKit-Protokoll es bot.
Die neue Architektur bringt handfeste Vorteile. Funktionen wie Aktivitätsverlauf, Gastzugang für Smart Locks und Unterstützung für neue Gerätekategorien wie Saugroboter sind exklusiv auf dem neuen Framework verfügbar. Der verpflichtende Wechsel soll eine einheitliche Funktionsbasis schaffen und Herstellern die Entwicklung erleichtern.
Der Weg dahin war holprig. Apple startete die neue Architektur Ende 2022 mit iOS 16.2, musste den Rollout aber wegen technischer Probleme stoppen. Eine stabilisierte Version folgte Anfang 2023. Die parallele Wartung zweier Systeme wurde mit der Weiterentwicklung der Plattform zunehmend unpraktikabel.
So klappt die Migration
Die Aktualisierung läuft direkt in der Home-App. Voraussetzung ist, dass alle Geräte, die auf das Zuhause zugreifen, kompatible Software verwenden. Die Mindestanforderungen sind iOS 16.2, iPadOS 16.2, macOS 13.1, tvOS 16.2 und watchOS 9.2. Experten empfehlen jedoch die neueste verfügbare Software für optimale Performance.
Das Update wird in den „Home-Einstellungen“ unter „Softwareupdate“ gestartet. Ist die Option nicht sichtbar, wurde das Zuhause wahrscheinlich bereits upgegradet oder das Gerät läuft mit einer nicht unterstützten Betriebssystemversion.
Was die Zukunft bringt
Mit dem Aus der alten Architektur rechnen Branchenbeobachter, dass Apple fortschrittliche Smart-Home-Funktionen beschleunigt integrieren wird. Der Weg ist frei für KI-gesteuerte Automatisierungen und komplexere Geräte-Interaktionen, die das alte Protokoll limitierte.
Aktuell steht die Migration im Vordergrund. Nutzer, deren Smart-Home-Geräte diese Woche „nicht reagieren“ oder „offline“ sind, sollten zuerst ihre Home-App-Einstellungen prüfen. Der verpflichtende Architektur-Wechsel ist die wahrscheinlichste Ursache. In einer Smart-Home-Landschaft, die sich um Standards wie Matter neu formiert, markiert dieses Update einen entscheidenden Schritt für Apples Ökosystem der nächsten Generation.





