Apple HomeKit: Ära der alten Architektur endet heute

Apple hat den Support für sein veraltetes Smart-Home-Framework eingestellt. Nutzer müssen auf die neue Architektur migrieren, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden und weiterhin Geräte steuern zu können.

Apple stellt den Support für sein veraltetes Smart-Home-System ein. Nutzer müssen jetzt auf die neue Architektur umsteigen, um weiterhin ihre Geräte steuern zu können und Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Die lange Übergangsfrist ist abgelaufen.

Ab sofort erhalten die alten Systeme keine Sicherheitsupdates mehr. Das bedeutet ein erhebliches Cyberrisiko für alle, die noch zögern. Intelligente Lampen, Schlösser oder Kameras könnten zudem nicht mehr erreichbar sein und Automatisierungen ausfallen.

Ein holpriger Übergang findet sein Ende

Der Weg zu einer einheitlichen Architektur war langwierig. Apple führte das neue, schnellere und zuverlässigere Framework Ende 2022 mit iOS 16.2 ein. Der Start verlief jedoch holprig: Stabilitätsprobleme und Verbindungsabbrüche zwangen den Konzern, das Update vorübergehend zurückzunehmen.

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Erst mit iOS 16.4 im Frühjahr 2023 wurde eine stabile Version ausgeliefert. Seither liefen alte und neue Systeme parallel. Die ursprünglich für Herbst 2025 geplante Abschaltung wurde auf den heutigen 10. Februar 2026 verschoben. Diese letzte Gnadenfrist ist nun abgelaufen.

Sicherheitslücke für Nachzügler

Die größte Gefahr für Verweigerer ist die Cybersicherheit. Das alte System erhält keine Patches mehr für neu entdeckte Schwachstellen. Ungepatchte Smart-Home-Geräte sind ein beliebtes Ziel für Hacker und können ein Einfallstor ins gesamte Heimnetzwerk werden.

Die neue Architektur bildet die Grundlage für ein widerstandsfähigeres und sichereres Ökosystem. Branchenanalysten sehen darin einen notwendigen Schritt: Nur auf einer einheitlichen, modernen Plattform kann Apple Sicherheitsupdates effektiv ausrollen und systemweite Lücken schließen.

Neue Features, strengere Voraussetzungen

Der Umstieg ist nicht nur Pflicht, sondern auch die Eintrittskarte für neue Funktionen. Dazu gehören Gastzugänge für bestimmte Geräte, eine Aktivitätshistorie oder die Integration neuer Produktkategorien wie Saugroboter. Die neue Architektur ist zudem essenziell für die volle Unterstützung des plattformübergreifenden Standards Matter.

Die Hürden sind jedoch höher. Alle steuernden Apple-Geräte benötigen mindestens iOS 16.2, macOS 13.1 oder tvOS 16.2. Eine zentrale Änderung: Das iPad kann nicht mehr als Home-Hub dienen. Diese Rolle übernehmen nun nur noch HomePod oder Apple TV. Geräte mit veralteter Software verlieren nach dem Upgrade die Steuerungsfunktion.

Industrietrend: Standardisierung für Sicherheit

Apples harte Deadline spiegelt einen Branchentrend wider. Die frühe IoT-Landschaft war fragmentiert und unsicher. Durch die Vereinheitlichung will Apple sein Ökosystem straffen, um gegen Konkurrenten wie Google und Amazon wettbewerbsfähiger und sicherer zu sein.

Die alte Architektur stammt aus einer Zeit vor Standards wie Matter. Das neue Framework ist für die Komplexität moderner Smart Homes mit Dutzenden Geräte verschiedener Hersteller ausgelegt. Der erzwungene Umstieg ist disruptiv, gilt aber als notwendig, um die Plattform zukunftsfähig zu machen.

Was kommt als Nächstes?

Mit der veralteten Technik im Rücken kann Apple nun seine Smart-Home-Ambitionen beschleunigen. Das stabile Fundament ermöglicht Innovationen und neue Hardware. Branchengerüchte deuten auf einen dedizierten Home-Hub mit integriertem Display hin, der schon im Frühjahr 2026 vorgestellt werden könnte.

Für Nutzer bleibt nur eine Option: umstellen oder abgehängt werden. Der Migrationsprozess wird in den Home-Einstellungen der App über einen „Software-Update“-Hinweis gestartet. Die Zukunft von Apple Home baut ab sofort auf dem moderneren und sichereren Fundament auf.

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