Am 13. Oktober 2026 kündigte Apple im Rahmen eines Events in New York und per Pressemitteilung das Smart Display HomeView an. Das Gerät soll 299 US-Dollar kosten, verfügt über eine integrierte Gesichtserkennung und wird ab dem 13. November 2026 sowohl als Tisch- als auch als Wandmodell ausgeliefert. Mit dem System will der Hersteller eine zentrale Steuereinheit für das vernetzte Zuhause etablieren.
Technik und Anleihen beim iMac G4
Das Gehäuse und der markante Sockel des HomeView bestehen aus recyceltem Aluminium. Die Gestaltung des Tischmodells ist dabei an den iMac G4 aus dem Jahr 2002 angelehnt und besitzt einen neigbaren Dom-Sockel mit einem Edelstahlscharnier sowie integrierten Lautsprechern, die aus zwei Full-Range-Treibern, einem Down-Firing-Woofer und zwei passiven Radiatoren bestehen. Das Gerät verfügt über keine physischen Tasten; die Bedienung erfolgt über den Homescreen mit vier Widget-Bereichen.
Beim Bildschirm setzt Apple auf ein 7-Zoll-Liquid-Retina-Display mit einer Helligkeit von 0,3 bis 500 Nits. Im Inneren arbeitet der A18-Chip, kombiniert mit einer 12-Megapixel-FaceTime-Kamera.
Die Gesichtserkennung kann bis zu sechs Familienmitglieder pro Gerät unterscheiden und lädt personalisierte Profile mit individuellen Einstellungen, Kalendern, Erinnerungen, Nachrichten und FaceTime-Funktionen.
Voraussetzung dafür ist ein im selben Netzwerk befindliches iPhone oder iPad. Farblich stehen Silber, Starlight, Rosenpink und Space Grey zur Auswahl, wobei Tisch- und Wandvariante denselben Basispreis von 299 US-Dollar tragen.
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Smarthome-Zentrale und Softwareausstattung
Der HomeView fungiert als Apple Home Hub, Matter Controller sowie Thread Border Router und unterstützt HomeKit Secure Video. Zudem dient die Hardware als Intercom-System für mehrere Geräte im Haushalt.
Einen klassischen App Store gibt es auf dem Gerät nicht. Zum Start sind Standardanwendungen wie Alarms, Audiobooks, Calendar, Classical Music, FaceTime, Find My, Home, Intercom, Messages, Music, News, Podcasts, Reminders, Safari, Settings, Timers, TV, Weather und World Clock vorinstalliert.
Für die Nutzung von Audiobooks, Classical Music, News und TV ist eine Verbindung zum iPhone erforderlich, während eine dedizierte Photos-App zum Start fehlt. Drittanbieter-Anwendungen mit bestehender CarPlay-Version und Audio- oder Video-Klassifizierung, darunter Spotify, sind ebenfalls vorgesehen.
Die Bildschirmoberfläche bietet fünf Zifferblätter und Ansichten: Photos zeigt Porträts mit Tiefeneffekt, Flow reagiert auf Präsenz sowie Bewegung, Snoopy liefert zeit- und wetterabhängige Animationen, Home Modular ermöglicht Schnellzugriffe auf Hausgeräte und Home Camera erlaubt die gleichzeitige Wiedergabe von bis zu neun Kamera-Livestreams.
Die Sprachassistenz Siri AI mit Apple Intelligence bietet konversationelle Antworten bei Kopplung mit einem kompatiblen Gerät und startet als Beta mit Softwareversion 27.2 auf Englisch.
Parallel beendet Apple nach zwölf Jahren seine reine HomeKit-Partnerstrategie: Gemeinsam mit LG Electronics und Schneider Electric bringt das Unternehmen mit der Apple Home Collection eigene Kameras, Thermostate, Sensoren, Türklingeln und Türschlösser auf den Markt, die bei den Partnern gefertigt werden.
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Zubehörbedarf, Preise und Verfügbarkeit
Am 14. Oktober 2026 veröffentlichte Supportdokumente von Apple wiesen auf Unterschiede beim Lieferumfang hin. Während das Tischmodell mit einem 30-W-Netzteil und einem 1,5 Meter langen USB-C-Kabel ausgeliefert wird und mindestens 30 Watt (15 Volt bei 2 Ampere) benötigt, liegt dem Wandmodell weder Halterung noch Netzteil oder Kabel bei. Dieses benötigt mindestens 20 Watt (9 Volt bei 2,22 Ampere).
Die Mindestkosten für die Wandinstallation belaufen sich auf 358,95 US-Dollar, bedingt durch die günstigste Schneider-Home-Halterung für 59,95 US-Dollar zuzüglich Montage und Steuern. Zusätzliche Halterungen kosten 79,95 US-Dollar beziehungsweise 129,95 US-Dollar für eine Power-over-Ethernet-Option, die Anfang 2027 folgen soll.
Der Marktstart am 13. November 2026 erfolgt in acht Ländern: USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Indien, Singapur sowie Südafrika. In Großbritannien kostet das Gerät 299 Pfund, in Indien 39.900 Rupien. In der Europäischen Union erscheint der HomeView zum Marktstart nicht, da Siri AI dort auf iOS nicht verfügbar ist.

