Apple HomeView: Smart Display startet am 13. November in acht Ländern

Apples erstes Smart Display verbindet personalisierte Nutzerprofile mit der Steuerung von Smart-Home-Geräten und startet zunächst außerhalb der EU.

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Auf einer Präsentationsveranstaltung unter dem Titel „Welcome Home“ hat Apple den HomeView vorgestellt, das erste Smart Display des Unternehmens. Das Gerät ist für die Steuerung der heimischen Technik konzipiert und tritt in direkte Konkurrenz zu Systemen wie dem Amazon Echo und dem Google Nest Hub. Der offizielle Verkauf in den ersten Zielmärkten beginnt am 13.11.2026, nachdem die Phase der Vorbestellungen gestartet ist.

Hardware und Audioausstattung

Der HomeView ist mit einem 7-Zoll-Liquid-Retina-Display ausgestattet, das eine Auflösung von 1088×1088 Pixeln bietet. Die Helligkeit lässt sich von 500 Nits bis hinab zu 0,3 Nits regulieren, was den niedrigsten Wert darstellt, den Apple bisher bei einem Display realisiert hat.

Auf physische Tasten verzichtet das Gerät vollständig; die Steuerung erfolgt ausschließlich über den Touchscreen oder per Spracheingabe. Als Prozessor kommt der hauseigene A18-Chip zum Einsatz. Für Videogespräche und Aufnahmen ist eine 12-Megapixel-Ultra-Wide-Kamera mit Center-Stage-Funktion verbaut, die ohne mechanische Abdeckung auskommt und durch ein Array aus vier Mikrofonen ergänzt wird.

Apple bietet das Gerät in zwei Hardwarevarianten an: als Tisch- und als Wandmodell. Das Tischmodell wird inklusive eines 1,5 Meter langen USB-C-Kabels sowie eines 30-Watt-Netzteils geliefert und besitzt ein Soundsystem aus zwei Full-Range-Treibern, einem nach unten abstrahlenden Tieftöner (Down-Firing-Woofer) und zwei passiven Radiatoren.

Das Wandmodell verzichtet hingegen auf den Tieftöner und erfordert ein separates USB-C-Kabel sowie ein Netzteil mit mindestens 20 Watt Leistung. Farblich ist das Tischmodell in Silber, Starlight, Rosé und Space Gray erhältlich, während die Wandversion nur in Space Gray und Silber angeboten wird.

Software, Erkennung und Smart-Home-Anbindung

Das System setzt auf eine eigene HomeView-Software anstelle von iOS oder iPadOS. Ein Zugriff auf den App Store ist nicht vorgesehen; stattdessen stehen kuratierte Anwendungen zur Verfügung, darunter FaceTime, Messages, Safari, Spotify, Audible, Notizen, Fotos, Kalender, Musik, Podcasts, Wetter, Wo ist?, Apple TV, News und Home. Programme von Drittanbietern werden über eine Schnittstelle eingebunden, die an Apple CarPlay erinnert.

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Der HomeView kann bis zu sechs Nutzer per Gesichtserkennung identifizieren, verwaltet bis zu sechs iCloud-Konten und bietet Stimmerkennung. Greg Joswiak, Senior Vice President für weltweites Marketing, betonte, dass der HomeView für die gemeinsam Nutzung im Haushalt konzipiert sei, sich jedoch für jeden Anwender individuell anfühle.

Personalisierte Daten werden aus Datenschutzgründen nur dann angezeigt, wenn das Gesicht erkannt wird und sich das entsperrte iPhone der betreffenden Person im selben WLAN befindet.

Das Gerät dient als Zentrale für Smart-Home-Komponenten über Apple Home, Matter und Thread. Es erlaubt die Steuerung von Beleuchtung, Thermostaten, Kameras und Türschlössern per Sprachbefehl und kann bis zu neun Kamera-Feeds parallel darstellen.

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Systemvoraussetzungen und regionale Verfügbarkeit

Die Ersteinrichtung setzt ein iPhone oder iPad mit der Betriebssystemversion iOS 27.2 beziehungsweise iPadOS 27.2 voraus. Für erweiterte Funktionen gelten abgestufte Hardware-Anforderungen: Während die Basiseinrichtung ab dem iPhone 11 oder dem iPhone SE der zweiten Generation funktioniert, erfordert die Nutzung persönlicher Siri-AI-Anfragen ein gekoppeltes Gerät mit Apple Intelligence.

Expressive Stimmen bleiben bestimmten Modellen wie dem iPhone 17 Pro, iPhone 18 Pro, iPhone Duo, iPhone Air oder iPads mit M4-Chip und mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher vorbehalten.

Die Sprachfunktion Siri AI läuft als Betaversion unter der HomeView-Software 27.2, bedarf einer manuellen Aktivierung über eine Warteliste und unterstützt ausdrucksstarke Stimmen zunächst nur auf Englisch in ausgewählten Regionen.

Der HomeView startet in acht Ländern: den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Singapur, Südafrika und Indien. In Singapur beginnen die Vorbestellungen am 15.10.2026 um 9 Uhr Ortszeit (SGT), während der Vertrieb in Südafrika über autorisierte Händler erfolgt. In der Europäischen Union wird das Gerät vorerst nicht vertrieben, da die Technologie Siri AI dort nicht verfügbar ist.

Preise und Zubehörangebote

Der Basispreis für das Smart Display liegt bei 299 US-Dollar in den USA, 299 GBP im Vereinigten Königreich und 449 AUD in Australien; in Kenia wird das Gerät für rund 38.800 KES geführt.

Für das Wandmodell bietet der Partner Schneider Home Montageoptionen: Das Modell Power Mount USB-C kostet ab 59,95 US-Dollar, das Power Mount AC ab 79,95 US-Dollar und die Version Power Mount PoE soll ab Anfang 2027 für 129,95 US-Dollar erhältlich sein. Damit beginnt das günstigste Setup für die Wandmontage bei 358,95 US-Dollar. In den USA bietet ADT ab Herbst 2026 gegen Aufpreis eine professionelle Installation an.

Ab Dezember 2026 plant Apple zudem die Einführung neuer vernetzter Haushaltsgeräte unter der Bezeichnung „Apple Home Collection“ in Kooperation mit LG und Schneider Electric. Laut Berichten von Mark Gurman für die Nachrichtenagentur Bloomberg könnte das Unternehmen zudem für die Zukunft an einer Variante des Geräts mit integriertem Roboterarm arbeiten.

Mehr zum Thema bei AppleInsider: „Apple’s smart home strategy evolves with HomeView“