Apple hat eine neue Generation des iMac präsentiert. Nach zwei Jahren ohne Überarbeitung überspringt das Unternehmen den M5-Chip und stattet den All-in-One-Rechner direkt mit dem M6-Prozessor aus. Das Modell behält das bewährte 24-Zoll-4,5K-Retina-Display und erscheint weiterhin in den sieben Gehäusefarben Blau, Grün, Pink, Gelb, Lila, Orange sowie Silber.
M6-Architektur im 2nm-Verfahren und Leistungszuwachs
Der verbaute M6 ist der erste 2nm-Chip des Herstellers. In der maximalen Ausbaustufe bietet der Prozessor eine 12-Core-CPU und eine 12-Core-GPU. Zu den Neuerungen der Architektur zählen dedizierte Neural Accelerators je Grafikkern, eine Dual 16-Core Neural Engine sowie eine Speicherbandbreite von bis zu 170GB/s. Beim Vorgänger mit M4-Chip lag dieser Wert noch bei 120GB/s.
Laut Angaben des Unternehmens führt der neue Chip zu spürbaren Leistungssteigerungen: Bei der Verarbeitung von On-Device-KI-Prompts in LM Studio arbeite das Gerät bis zu fünfmal schneller als der M4-Vorgänger und bis zu zwölfmal schneller als der iMac mit M1. Die Grafikleistung steige um das bis zu Zweifache im Vergleich zum M4 und das bis zu 3,3-Fache gegenüber dem M1. In Microsoft Excel sei der Zuwachs bis zu 1,5-mal höher als beim M4 und bis zu 2,5-mal höher als beim M1. Verglichen mit dem meistgenutzten Intel-basierten iMac beziffert Apple den Gesamtvorteil auf das bis zu 18-Fache. Shelly Goldberg, Vice President für Hardware Engineering bei Apple, stufte das Gerät als das weltbeste All-in-One-System ein.
Konfigurationen, Konnektivität und Preise
Apple bietet den iMac in zwei Basiskonfigurationen an. Die Einstiegsvariante verfügt über eine 10-Core-CPU sowie eine 10-Core-GPU und bringt zwei Anschlüsse für Thunderbolt beziehungsweise USB 4 mit. Das größere Modell besitzt eine 12-Core-CPU sowie eine 12-Core-GPU und vier Thunderbolt-4-Ports.
Beide Ausführungen starten mit 16GB Unified Memory und einer 256GB großen SSD, lassen sich jedoch optional mit 24GB oder 32GB Arbeitsspeicher konfigurieren. Die internen SSDs arbeiten bis zu doppelt so schnell, zudem können bis zu zwei 6K-Displays angesteuert werden.
Neu integriert ist Apples N1-Wireless-Chip, der über die gesamte Modellreihe hinweg Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 unterstützt; beim M4-Vorgänger kamen noch Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 zum Einsatz. Ein Anschluss für 2,5Gb-Ethernet ist gegen einen Aufpreis von 30 US-Dollar erhältlich.
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Äußerlich bleibt der Rechner vertraut: Das Gehäusedesign besteht unverändert seit 2020. Auch das Display mit 500 Nits Helligkeit und großem P3-Farbraum, die 12MP-Center-Stage-Kamera, das System aus sechs Lautsprechern sowie drei Mikrofone wurden beibehalten.
Optional steht eine Ausführung mit Nano-Textur-Glas bereit, während der Tausch der Maus gegen ein Magic Trackpad mit 50 US-Dollar zu Buche schlägt. Softwareseitig wird macOS 27 mit Apple Intelligence und einer überarbeiteten KI-Siri-Generation ausgeliefert.
Gegenüber dem M4-Verkaufsstart steigen die US-Preise um jeweils 200 US-Dollar auf 1.499 US-Dollar für das 10-Core-Modell und 1.699 US-Dollar für die 12-Core-Variante (Bildungskunden zahlen 1.449 beziehungsweise 1.599 US-Dollar). In Deutschland betragen die Preise 1.799 Euro für die Version mit zehn Kernen und 1.999 Euro für die Ausführung mit zwölf Kernen.
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In weiteren Märkten kostet das Modell ab AED 6.499 in den VAE (Bildungspreis: AED 6.299; 12-Core ab AED 7.499 beziehungsweise AED 7.099), R$ 17.999 in Brasilien (12-Core: R$ 19.999) sowie 47.990 NT$ in Taiwan (12-Core: 57.900 NT$).
Hinsichtlich der Materialauswahl nutzt der Standfuß laut Hersteller zu 100 Prozent recyceltes Aluminium. Zudem bestehen die Magnete vollständig aus recycelten Seltenen Erden, und für Platinen wird zu 100 Prozent recyceltes Gold sowie Zinn verwendet.
Marktstart und Auslieferung
Die Vorbestellungsphase beginnt am 28.10.2026 um 10:10 Uhr PT (13:10 Uhr ET) über den Apple-Online-Store und die entsprechende App. In Taiwan startet die Vorbestellung am 29.10.2026. Die Auslieferung sowie der reguläre Verkauf im Handel folgen am 6.11.2026 in 35 Ländern, zu denen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate zählen.
Parallel dazu lädt der Konzern laut Medienberichten für den 28.10.2026 zu einer Presseveranstaltung in Los Angeles ein, auf der weitere Produkte erwartet werden.
Mehr zum Thema bei The Verge: „Apple refreshes the iMac with M6 chips“

