Apple iMac Pro: M5 Max soll All-in-One-Workstation neu erfinden

Apple plant die Rückkehr des iMac Pro als High-End-All-in-One mit dem neuen M5 Max-Chip, einem 32-Zoll-Mini-LED-Display und spezieller Kühlung für Profis.

Nach dem M5 Pro und Max für MacBooks plant Apple offenbar ein High-End-All-in-One-Desktop mit dem neuen Top-Chip. Brancheninsider erwarten eine Rückkehr des iMac Pro mit 32-Zoll-Display und spezieller Kühlung noch 2026. Das Gerät soll die Lücke im Profi-Ökosystem schließen, die seit der Einstellung des Intel-Modells 2021 klafft.

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Die Basis: Die revolutionäre M5 Max-Architektur

Der Grund für die Gerüchte ist die offizielle Vorstellung des M5 Max Anfang März 2026. Der Chip markiert einen großen Sprung in der Rechenleistung. Er kombiniert zwei 3-Nanometer-Chips in einer neuartigen Fusion Architecture. Die Spezifikationen: eine 18-Kern-CPU (sechs Super- und zwölf Performance-Kerne) und eine massive 40-Kern-GPU.

Jeder GPU-Kern verfügt zudem über einen dedizierten Neural Accelerator for KI-Aufgaben. Apples interne Tests zeigen bis zu viermal höhere KI-Leistung als bei der Vorgängergeneration. Die Speicherbandbreite wurde massiv erhöht und unterstützt bis zu 128 GB Unified Memory mit 614 GB/s.

Diese anhaltende Leistung erfordert ein ernsthaftes Wärmemanagement. Während der aktuelle 24-Zoll-iMac mit Basischips auskommt, zieht der M5 Max deutlich mehr Strom. Daher entwickelt Apple laut Berichten ein maßgeschneidertes Vapor-Chamber-Kühlsystem für den Desktop, um Leistungseinbrüche bei anspruchsvollen Tasks zu verhindern.

Geleckte Specs: Display-Revolution und neues Design

Erste Hinweise auf die Maschine tauchten Ende 2025 in geleakten Debug-Kits auf, die einen iMac mit Codenamen J833c und der Hardware-Plattform H17C zeigten – eine ID, die Analysten dem M5 Max zuordnen.

Neben der Rechenpower erhält auch die Display-Technologie ein großes Upgrade. Die Lieferkette deutet auf ein 32-Zoll Mini-LED-Panel hin, deutlich größer als das aktuelle 24-Zoll-Modell. Entscheidend: Das Display soll 120 Hz ProMotion unterstützen – ein von Video-Editoren und Motion-Designern lange geforderter Feature für flüssigere Darstellung.

Um den thermischen Anforderungen gerecht zu werden, wird das Design vom ultraflachen Profil abrücken. Ein robusteres, dickeres Gehäuse mit gebogener Rückseite soll Platz für größere, leisere Lüfter und eine erweiterte Platine bieten. Bei den Anschlüssen wird ein Quantensprung erwartet: Bis zu sechs USB-C-Ports mit Thunderbolt 5 (bis zu 120 Gbps bidirektional) sollen das Daisy-Chaining von NVMe-RAID-Arrays und mehreren externen 6K-Displays ermöglichen. Der neue Apple N1-Netzwerkchip soll zudem Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 bringen.

Die Profi-Lücke: Warum der iMac Pro fehlt

Die mögliche Rückkehr des iMac Pro beantwortet einen anhaltenden Frust unter Kreativprofis. Das letzte Modell mit Intel-Xeon-CPUs und AMD-Grafik erschien 2017 und wurde 2021 eingestellt. Seitdem gab es in der Übergangsphase zu Apple Silicon keine High-End-All-in-One-Lösung.

Profis, die Workstation-Leistung brauchen, müssen derzeit auf ein modulares Setup aus Mac Studio und separatem Monitor wie dem Studio Display zurückgreifen. Das widerspricht jedoch der sauberen, Single-Cable-Ästhetik, die den iMac einst bei Designern, Tontechnikern und in Studios so beliebt machte. Mit einer M5 Max-Variante will Apple genau diese Zielgruppe zurückgewinnen.

Diese Premium-Integration hat ihren Preis. Marktanalysten schätzen, dass die Kombination aus 32-Zoll-Mini-LED-Display, Vapor-Chamber-Kühlung und M5 Max-Chip den Startpreis in die Gegend von 4.000 bis 5.000 US-Dollar treiben wird. Für den deutschen Markt könnte die Basisversion durch Importsteuern und Wechselkurse leicht über 5.000 Euro kosten – ähnlich wie beim Debüt des Originals 2017.

Marktausblick und Zeitplan

Der breitere Technologiemarkt erwartet 2026 eine Konsolidierung von Apples Desktop-Lineup. Branchenbeobachter rechnen mit der Vorstellung des iMac Pro zusammen mit Updates des Mac Studio in der Jahresmitte. Die WWDC im Juni ist der wahrscheinlichste Ort für eine Ankündigung, da sich die Veranstaltung traditionell auf Profi-Hardware und -Software fokussiert.

Die Einführung könnte auch Wellen im Premium-Desktop-Markt schlagen. Wettbewerber im Windows-Ökosystem haben die High-End-All-in-One-Form faktisch aufgegeben und setzen auf Tower-PCs oder mobile Workstations. Ein erfolgreicher Launch von Apple könnte Rivalen zwingen, ihre Strategie zu überdenken – besonders, da KI-gestützte Workflows immer leistungsstärkere, lokal verfügbare Hardware verlangen, die optisch in ein modernes Büro passt.

Gelingt Apple die Integration des M5 Max in das iMac-Gehäuse, würde die 32-Zoll-Workstation den All-in-One-Computer wieder als ernstzunehmendes Tool für Hollywood-Videoschnitt, komplexes 3D-Rendering und fortgeschrittene KI-Entwicklung etablieren. Der hohe Preis beschränkt die Reichweite zwar auf Profis und Studios, doch die bloße Existenz der Maschine zeigt: Apple will die Grenzen des integrierten Desktop-Designs weiter verschieben.