Die US-Regierung verkündete im Juni 2026 eine Einigung mit Apple: Der iPhone-Konzern nutzt künftig Intels Werke für die Chip-Herstellung. Der Deal ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen zwischen Apple-Führung und dem Weißen Haus. Im Gegenzug für die Zusage erhielt Apple Ausnahmen von den drastischen 100-Prozent-Zöllen auf importierte Halbleiter.
Der Weg zum Deal
Die Grundlage für die Partnerschaft entstand bereits im Sommer 2025. Damals traf Apple-CEO Tim Cook mit der Regierung und Handelsminister Howard Lutnick zusammen. Um die immense finanzielle Belastung durch die Zölle zu vermeiden, verpflichtete sich Apple zu massiven Investitionen in die US-Infrastruktur. Insider sprechen von 600 Milliarden Euro über vier Jahre.
Bemerkenswert: Apple gelang es, die Produktpreise während der gesamten Zollverhandlungen stabil zu halten. Allerdings kämpft der Konzern mit separaten Kostensteigerungen durch eine globale Speicherknappheit, die Anfang des Jahres einsetzte. Die Fertigungsvereinbarung mit Intel ist daher auch ein strategischer Schachzug zur Stabilisierung der Lieferkette.
Was Intel für Apple produziert
Im Frühjahr 2026 wurde eine vorläufige Einigung erzielt. Intel wird künftig Einstiegschips für Apple herstellen. Branchenanalysten gehen davon aus, dass Intels 18A-P-Knoten etwa 20 Millionen Einheiten pro Jahr fertigen wird. Das klingt nach viel – doch TSMC bleibt Apples dominanter Partner: Der taiwanesische Chip-Gigant hält weiterhin über 90 Prozent des Apple-Auftragsvolumens.
Der Hochlauf in Intels US-Werken wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern. Langfristig zeichnet sich jedoch eine noch engere Zusammenarbeit ab: Apple testet bereits Chips für eine Markteinführung im Jahr 2027. Sogar der A21-iPhone-Prozessor könnte bis 2028 auf Intels 14A-Knoten wechseln. Daneben hat Apple weitere Partnerschaften in den USA geschlossen, darunter ein Abkommen mit Broadcom im Wert von über 30 Milliarden Euro.
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Staat wird Intel-Großaktionär
Der Deal ist Teil einer umfassenden Strategie der US-Regierung zur Wiederbelebung der heimischen Halbleiterfertigung. Bereits im August 2025 wurde der Staat zum Großaktionär bei Intel: Rund 9 Milliarden Euro aus CHIPS-Act-Fördermitteln wurden in eine zehnprozentige Beteiligung umgewandelt.
Die Regierung drängte auch andere Tech-Giganten, Intels heimische Initiativen zu unterstützen. Nvidia investierte 5 Milliarden Euro, SoftBank steuerte 2 Milliarden Euro bei. SpaceX beteiligt sich an Intels Terafab-Projekt, während Google Cloud Bestellungen für Xeon-Prozessoren aufgab – ein wichtiger Vertrauensbeweis für die Auftragsbücher der Foundry.
Intels Finanzen und Führungswechsel
Intels Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen Licht und Schatten: Der Umsatz stieg auf 13,6 Milliarden Euro – ein Plus von sieben Prozent im Jahresvergleich. Doch unterm Strich steht ein Nettoverlust von 3,7 Milliarden Euro. Positiv: Die Foundry-Sparte steigerte ihre externen Erlöse von 31 Millionen auf 174 Millionen Euro.
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Seit CEO Lip-Bu Tan im März 2025 die Führung übernahm, hat sich der Aktienkurs deutlich erholt. Nach der Bekanntgabe des Apple-Deals im Juni 2026 erreichte die Intel-Aktie sogar neue Höchststände.
Während diese strategischen Weichenstellungen greifen, bereitet sich Apple auf einen Führungswechsel vor: Tim Cook wechselt am 1. September 2026 in den Aufsichtsrat als Executive Chairman.

