Apple Intelligence: 1,3 Milliarden iPhones bleiben ohne KI-Features

Apples neue KI-Architektur erfordert den A17 Pro-Chip. Über 1,3 Milliarden iPhones erhalten die Funktionen nicht.

Nur High-End-Chips für Apple Intelligence

Nach der Vorstellung auf der WWDC Anfang Juni 2026 werden die technischen Hürden für Apples KI-Offensive deutlich. Das neue Siri AI, das auf einer Kombination aus Apples eigenen Foundation Models und Googles Gemini-Technologie basiert, benötigt einen A17 Pro-Chip oder neuer. Das bedeutet: Nur das iPhone 15 Pro, 15 Pro Max sowie die iPhone 16- und die kommende iPhone 17-Serie kommen in den Genuss der vollen KI-Funktionen.

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Selbst ältere Pro-Modelle wie das iPhone 13 Pro oder 14 Pro fallen durchs Raster – obwohl sie das neue Betriebssystem iOS 27 erhalten. Branchenkenner schätzen, dass weltweit über 1,3 Milliarden iPhones die neue KI-Architektur nicht unterstützen. Das entspricht mehr als zwei Dritteln aller aktiven Geräte.

Partnerschaft mit Google und neue Architektur

Apple setzt bei seiner KI auf eine hybride Strategie. Craig Federighi, Apples Software-Chef, bestätigte auf der WWDC die Zusammenarbeit mit Google Gemini, die seit Januar 2026 läuft. Die hauseigenen Apple Frontier Models (AFMs) gibt es in zwei Varianten: kleinere Modelle für lokale Verarbeitung auf dem Gerät und leistungsstärkere Server-Modelle für komplexe Anfragen.

Das System nennt sich Private Cloud Compute – sensible Daten sollen selbst auf den Servern für niemanden einsehbar sein. Zwei On-Device-Modelle (AFM 3 Core und AFM 3 Core Advanced) kümmern sich um einfache Aufgaben, während drei Server-Modelle (AFM 3 Cloud, AFM 3 Cloud Pro und ein Datenmodell) schwere Rechenarbeit übernehmen.

Kontextverständnis und neue Apps

Erste Tests der iOS-27-Entwickler-Beta zeigen, was die neue Siri kann: Sie durchsucht Nachrichten, Mails, Notizen, Fotos und Kalendereinträge, um vage Fragen zu beantworten. „Wann war mein letztes Training?“ oder „Was habe ich auf der letzten Reise gegessen?“ – die KI findet die Antworten im persönlichen Datenbestand.

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Apple führt zudem eine eigenständige Siri AI-App ein. Sie bietet Chat-Verläufe und iCloud-Synchronisation über iPadOS 27 und das neue macOS Golden Gate hinweg. Weitere KI-Funktionen für den Herbst 2026:

  • Apple Cash: Rechnung per Foto teilen – die KI extrahiert automatisch Positionen, Steuern und Trinkgeld
  • Anruf-Kontext: Während Telefonaten werden relevante Informationen wie Buchungsnummern eingeblendet
  • Proaktive Sicherheit: Automatische Passwort-Updates bei Datenlecks oder schwachen Zugangsdaten
  • Intelligente Organisation: Smarte Benachrichtigungsverwaltung und automatische Tab-Ordnung im Safari-Browser

Start im September – aber nicht überall

Der öffentliche Launch von Siri AI und iOS 27 ist für September 2026 geplant. Allerdings mit Einschränkungen: In der Europäischen Union und in China werden die KI-Funktionen zunächst nicht verfügbar sein – ein herber Rückschlag für zwei der wichtigsten Absatzmärkte.

Apple hofft, mit der KI-Offensive den Geräteverkauf anzukurbeln und die Erlöse aus dem Dienstegeschäft zu steigern. Analysten rechnen jedoch mit einem langen Atem: Die volle Monetarisierung der KI-Fähigkeiten werde sich erst allmählich einstellen. Um das Ökosystem zu stärken, erhalten Entwickler mit weniger als zwei Millionen Downloads derzeit kostenlosen Zugang zu Apples Foundation Models für Drittanbieter-Integrationen.